Work & Travel Australien I

Montag, 8. Oktober 2018

 

Ich nutze die freie Zeit um mal ein paar erste Erlebnisse niederzuschreiben.

Gerade sitze ich am Küchentisch bei meiner Gastfamilie (David & Rachel Smith mit Hund Jazzy) im Dorf namens „The Channon“, das liegt in der Nähe von Nimbin und Lismore, ganz im Norden von New South Wales. Brisbane liegt etwa zwei Stunden mit dem Auto entfernt.

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Die Aussicht von hier ist ein Traum. Ich schaue aus dem Fenster raus, auf eine Vielzahl von Bäumen, die in schönen Grüntönen leuchten. Dahinter befindet sich in der Ferne ein ebenso grüner Hügel, mit verschiedenen Bäumen und Büschen. Generell ist die Region hier sehr hügelig und voll von Bäumen, riesigen Bäumen teilweise 😀 Auch ist der Nationalpark mit Regenwald und Wasserfällen nicht weit. Am Himmel sehen die Wolken danach aus, als würde sich Regen anbahnen. Ein leises Donnergrollen ist in der Ferne zu hören. Es ist schwülwarm, um die 26 Grad. Aber das ist noch gut auszuhalten, vor allem gerade hier im Haus. Die seitliche Wohnzimmertür, die zur Terrasse führt, ist weit geöffnet und eine frische Brise weht durch den Wohnbereich. Regelmäßige Regenschauer sollen zu dieser Jahreszeit, im Frühling, normal sein. Der Winter ist in dieser Region eher trocken, dafür wird der Sommer umso nasser, allerdings auch heiß.

Es ist nun genau auf den Tag zwei Wochen her, seit ich Deutschland verlassen habe. Am Montag, den 24.09.2018 bin ich in Berlin mit dem Flieger gestartet. Seitdem habe ich eine aufregende 26 Stunden Anreise (mit Zwischenstopp in Singapur) erlebt, und bin heile, wenn auch sehr müde und erschöpft in Sydney angekommen. Die Freude über die Ankunft machte die Müdigkeit allerdings deutlich weniger schlimm. Ich bin so froh, und stolz auf mich selbst, dass ich es gewagt habe, auf diese Reise zu gehen. All die Aufregung und die Sorgen, die ich mir vorher gemacht hatte, schienen auf einmal wie weggeblasen, denn ich war heile angekommen 🙂 Es waren pure Freude und Glück in mir. Glück darüber, dass ich nun ein Abenteuer vor mir habe, was ich so in dieser Art in Deutschland niemals erleben würde. Glück darüber, dass ich neue Menschen treffen werde, vieles lernen und mich wahrscheinlich persönlich weiterentwickeln werde.

 

In Sydney am Flughafen angekommen wurde ich zuallererst von einem alten VW Bus mit der deutschen Aufschrift ‚Volkswurst‘ Willkommen geheißen, was mich dann doch sehr zum Lachen brachte. 😀 Vom Flughafen nahm ich den Zug zur Haltestelle Circular Quay, dem Hafen von Sydney.

Ich kann mich noch genau an das Hochgefühl erinnern, dass ich verspürt habe, als ich dort am Hafen ankam. Es war schon komplett dunkel und nur wenige Restaurants hatten noch geöffnet. Umso schöner war der Vollmond, der einen Teil der Gebäude erleuchtete und sich auf dem Wasser spiegelte. Ein schöner Anblick, den ich auf keiner Kamera festhalten konnte. Es waren kaum Menschen unterwegs und ich genoss die frische Brise in der Nähe der Werft. Obwohl ich müde war, konnte ich nicht daran denken, die Augen zu schließen, denn endlich war ich angekommen. Ich sah das Opera House zu meiner Rechten und es kam mir noch sehr unwirklich vor. Ich konnte nicht glauben, dass ich gerade am anderen Ende der Welt angekommen war. In Sydney, einer der wahrscheinlich bekanntesten Städte in ganz Australien. So weit weg war ich noch nie. Wie aufregend!

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Die Fährüberfahrt vom Hafen nach Manly dauerte knappe 20 Minuten, und ich hielt seit meiner Ankunft am Flughafen Kontakt mit David (Macquaire, nicht David Smith), der mich in Manly von der Fähre abholen würde. Ich hatte nur Bilder von ihm gesehen, und wusste nicht, ob wir uns gleich erkennen werden. Deswegen machten wir einen Treffpunkt aus: Max Brenner Coffee & Tea. Dort traf ich ihn auch gleich an und er begrüßte mich freundlich.

Nachdem ich eine warme Dusche hatte und mein Zimmer und die Wohnung rumum angeschaut hatte, verabschiedete ich mich auch schon ins Bett. Es war 11 Uhr abends, und ich war seit dem Vortag 5 Uhr morgens wach.

Die ersten zwei Tage konnte ich zum ankommen nutzen, denn ich hatte wirklich mit der Zeitumstellung bzw. Zeitverschiebung zu tun. Trotzdem habe ich mich dazu gezwungen, ca. um 7 Uhr aufzustehen und dann den Tag über wach zu bleiben (obwohl ich nur 4-5 Stunden die Nacht geschlafen hatte). Während ich in Manly war, bin ich oft zum Strand gegangen, denn der war sehr schön und relativ ruhig, im Vergleich zu anderen Stränden in Sydney. Auch der Shelly Beach, eine kleine Bucht, war wirklich sehr schön. Ich bin hoch zu den North Heads gewandert, die auf jeden Fall den langen Fußmarsch wert waren. Von dort aus hatte man eine atemberaubende Aussicht auf die Skyline von Sydney! Es wehte eine frische Brise, die Sonne schien, und ich freute mich auf alles, was mich noch erwarten würde. Ich erwartete tolle Strände, warmes Wetter und nette Menschen um mich herum. Ich war jeden Tag zu Fuß unterwegs und abends dann immer relativ müde und kaputt, was aber hilfreich war, um etwas besser einschlafen zu können.

 

Als ich dann in die nächste Couchsurfing Unterkunft, gezogen bin, war es schon etwas besser mit dem Jetlag. Ich traf mich direkt am Samstag (29.09) mit einer alten Schulfreundin im CBD Sydney.  Mit ihr wollte ich ihre letzten Tage in Sydney verbringen, bevor es für sie wieder zurück nach Deutschland ging. Ich habe mich sehr sehr gefreut, sie zu treffen, da wir uns auch lange nicht mehr gesehen haben, und wir hatten viel zu erzählen! Wir machten am vormittag eine geführte Tour durch Sydney ( kostenlos 😉 und haben uns dann in den botanischen Garten gesetzt und ein sehr teures Eis (5$) gegessen, wobei wir einen schönen Blick auf das Wasser hatten. 😀

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Am nächsten Tag sind wir in den Taronga Zoo gefahren, wo wir versucht haben, so viele Shows und ‘Animal Encounters’ wie möglich anzusehen. Es war sehr voll, denn auch das Wetter war schön. Aber es hat sich gelohnt. Vom Zoo hatte man nochmal einen Wahnsinns Ausblick auf die Harbour Bridge und das Opera Haus und ich habe die Tiere und die Shows sehr genossen.

Anschließend sind wir noch mit der Fähre zum Bondi Beach gefahren. Am Sonntag kann man in Sydney für $2,70 alle öffentlichen Verkehrsmittel unbegrenzt nutzen! Also haben wir das direkt getan.In Bondi angekommen, waren wir zunächst etwas ernüchtert, da viele von diesem Strand geschwärmt haben, wir aber beide der Meinung waren, dass er nichts besonderes an sich hatte und wir den Manly Beach deutlich schöner fanden, einfach weil dort weniger Menschen und weniger Geschäfte waren.

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Am Montag, Sassie’s letzten Tag, haben wir dann nochmal einen Ausflug zum botanischen Garten gemacht, und an einem Ententeich H.P. Baxxter (Scooter) getroffen, und ich habe mich verdammt geärgert, dass ich ihn nicht direkt angesprochen habe, mit meinem doch sonst so lockeren Mundwerk 😀 Ich war mir einfach nicht 100% sicher, ob er es wirklich ist. Als ich mir sicher war, waren er und seine Begleiter leider schon außer Reichtweite. Ich bin kein meeeega Fan von ihm, sodass ich unbedingt ein Foto gewollt hätte, aber es wäre schon echt cool gewesen! So ein Zufall 🙂 *made my day* 😀

Am Dienstag bin ich dann zu den Blue Mountains gefahren. Das dauerte etwa 2 Stunden mit dem Zug, und dann von der Unterkunft nochmal ne dreiviertel Stunde mit dem Bus. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Wege dort waren recht anstrengend zum Teil, da sie steil bergauf und bergab gingen, aber ich hatte genügend Wegzehrung und Wasser dabei und wollte mich ohnehin an die körperliche Aktivität und das viele Rumgelaufe gewöhnen 🙂

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Die restlichen Tage der Woche, an denen es manchmal doll regnete, bin ich nochmal zum Dee Why Beach und zum Shelly Beach gegangen und habe dort nochmal schöne Spaziergänge am Strand entlang gemacht. Auch habe ich mich mit anderen Couchsurfern getroffen, die über den Tag frei hatten und die Gegend ebenso wie ich erkunden wollten. Am Donnerstag hatte der Host Geburtstag und ich habe Schoko Muffins gebacken und wir sind Abends zum Inder essen gegangen mit ein paar anderen Freunden und Arbeitskollegen von ihm. Das war echt ganz lustig. Am Freitagabend war ein Treffen in der Innenstadt von Sydney (CBD), mit anderen Couchsurfern, wobei auch ein deutsches Mädel dabei war. Ich hab mein erstes 9$  (!!!) Bier gekauft und es schmeckte zu teuer 😀 Dann haben wir Billard gespielt, wobei ich bzw. mein Team von 5 Spielen sogar 2 gewonnen haben. Danach waren wir noch in der Bar “The Cuban Place”, wo lateinamerikanische Musik gespielt wurde. Das war ziemlich cool und hat Spaß gemacht!

Am Sonntag bin ich dann 12 Stunden lang mit dem Zug nach Lismore gefahren, weil ich dort auf die neuen Hosts, die Farmer bei denen ich jetzt bin, treffen sollte. Schlafen konnte ich nicht wirklich, habe nur ein bisschen gedöst, denn ich war aufgeregt. Außerdem war die Landschaft teilweise sehr schön.

….Fortsetzung folgt….

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