Die Sache mit dem Flow..

Vieles entsteht doch irgendwie aus einer persönlichen Motivation heraus.
Was treibt mich an? Was gibt mir die nötige Ausdauer, damit ich bis zum Ende durchhalten kann?

Ein Interesse an einem bestimmten Thema kommt meist nicht von ungefähr, sondern aus einer inneren Haltung, einem Anliege, der „intrinsichen Motivation“, weil man sich mit dem Thema identifizieren kann, oder es irgendwie zu seinem Vorteil nutzen kann.

Ich finde dies ist die beste Art der Motivation und das ist auch meine persönliche Motivation die für mich hinter dem Schreiben steckt. Wenn ich schreibe, bin ich voll im Flow. Dann lenkt mich normalerweise so schnell nichts ab (es sei denn ich bin nicht richtig beim Thema, bei der Sache). Im Flow vergeht die Zeit wie nichts, ich achte nichtmal auf die Uhr. Normalerweise tue ich das ständig, weil ja immer irgendwie Termine anstehen und man zu einer bestimmten Zeit wo sein muss oder was machen muss. Immer in Hetze.

Wenn ich im Flow bin, dann will ich mich weder hetzen noch ablenken lassen. Dann will ich einfach das was ich tue genießen. Dann vergesse ich auch mal andere Bedürfnisse. Vergesse Alltagssorgen und denke nicht so viel nach, was für ne Wohltat ;). Nicht so viel Denken, sondern einfach Handeln. Schreiben. Das was mir in den Sinn kommt. Ganz automatisch. Das fühlt sich richtig gut an.
Und wenn es dann mal Texte gibt, die ich nicht zuende schreibe, dann hat das auch seinen Grund: Dann hat mich das Thema irgendwie nicht so gepackt oder mein Interesse ist gerade woanders, oder ich habe wirklich keine Zeit. Aber man sollte sich zum Schreiben doch nicht zwingen. Es sollte immer etwas Schönes und Angenehmes bleiben, etwas das Freude bereitet. Und was man nicht mit einem zielgerichteten Hintergrund tut. Ich schreibe nicht, damit ich Anerkennung, Reichtum oder was weiß ich bekomme. Sondern einfach nur, weil es mir Spaß macht und mir gut tut und ich mit dem Schreiben Dinge verarbeiten kann. Ganz nebenbei freue ich mich auch bei anderen zu lesen, mich inspirieren zu lassen und Kommentare auszutauschen.

Ich bin nie gezwungen, weiter zu schreiben. Genauso wie mich niemand zwingt bestimmte Beiträge anderer Blogger zu lesen. Und wenn ich mich halt mal nicht danach fühle, die ganzen Beiträge der letzten Tage zu lesen.. Ja, dann lasse ich es einfach. Und wenn ich mich wieder danach fühle fange ich einfach wieder damit an!  So einfach ist das!

 

Abschied.

Was DU für mich warst,

ist in Worte nicht zu fassen.

Ich bin noch nicht bereit,

dich nun gehen zu lassen.

Meine Trauer kann nicht annähernd

beschreiben was DU mir bedeutet hast.

Nun liegt sie einfach auf mir,

mein Herz trägt eine schwere Last.


Warum wurdest du mir genommen?

Wir hatten doch noch so viel vor.

Wie gewonnen, so zerronnen

Deine Stimme klingt in meinem Ohr.

Vermissen und Trostlosigkeit,

das kannt ich bisher nicht.

waren wir doch immer zusammen,

nur wir, DU  und Ich.

Du hast mich verstanden,

gabst mir und meinem Leben einen Sinn.

Doch mit dir ist dieser Sinn verschwunden,

Wo soll ich mit mir noch hin?

Du verstehst mich nicht!

Vielleicht hören wir im Allgemeinen viel zu selten zu,  Hören oder verstehen auch nur das, was wir wirklich hören wollen.. Wer weiß. – Manchmal ärgert man sich aber darüber, wenn man zum Beispiel aufgrund eines Missverständnisses einen Konflikt oder einen Streit angefangen hat, der böse endet, eigentlich aber ziemlich unnötig war.

Wer kennt das nicht: Irgendwann im Gespräch hat man auf einmal das Gefühl das Gegenüber meint seine Aussage vielleicht gerade böse oder möchte einen provozieren..

Wir interpretieren in die Worte mehr rein, als wir eigentlich sollten. Wir interpretieren das, was wir meinen zu sehen / zu hören. Wenn also das Gegenüber sagt „Pech gehabt“ und dabei noch eine falsche Stimmlage an den Tag legt, dann könnte es sein, das wir die Aussage viel negativer auffassen als sie eigentlich gemeint ist. ISt es ein Vorwurf, eine Anschuldigung, eine Verurteilung oder eine ganz neutrale Aussage?!
Anstatt der beiden Worte kommt bei uns dann vielleicht an: “ Tja, das durfte dir leider nicht zuteil werden“ oder „Du hast auch echt immer Pech und niemals Glück“
Das ist meistens von uns selbst, unserer Meinung über uns selbst, dem Weltverständnis und unseren Bedeutungen, die wir solchen Aussagen geben, abhängig.

Ich glaube, der Grund warum wir so oft aneinander vorbei reden oder den anderen falsch verstehen, ist der, dass jeder Zuhörer etwas anderes in die Worte hinein interpretiert.
Je nachdem wie positiv oder negativ manche Äußerungen in unserem Kopf besetzt sind.

Manchmal können wir wahrscheinlich nichtmal etwas dafür, weil wir das so anerzogen oder ansozialisiert bekommen haben, oder weil wir irgendwann im Leben schonmal die gleichen Worte von einer anderen Person gehört haben, die diese aber ganz anders meinte.

Man kann sich wohl nicht immer auf Anhieb verstehen, mit der Zeit lernt man einander besser kennen und kann dann einschätzen, wie etwas gemeint ist, und ob es böse, provozierend oder einfach nur als Ratschlag oder gut gemeinte Äußerung zu verstehen ist.

Bis dahin lohnt es sich vielleicht ab und an bei Unsicherheiten ruhig nachzufragen:
„Wie meinst du das?“

Freiheit

Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Was ist eigentlich Freiheit? Wie fühlt sich das an? Woran merken wir, das wir es sind?
Würden wir den Verlust der Freiheit bemerken? Und wollen wir sie dann überhaupt?
Sollten wir in unserer westlichen Welt überhaupt Freiheit für uns beanspruchen, wenn es doch so viele Menschen im Rest der Welt gibt, die noch viel weniger frei sind als wir?

Und kann man heutzutage wirklich noch frei sein?
In einer Welt, in der man doch viel zu stark abhängig ist.
In einer Gesellschaft, in der die freie Meinung viel zu oft nicht gefragt oder erwünscht ist.

In der man eigene Träume, Ziele und Wünsche nicht einfach so umsetzen kann, sondern ganz viele weitere Faktoren berücksichtigen muss. Ganz vorne weg ist da sicherlich Geld.

Uns wird aber überall die Freiheit vorgegaukelt und versprochen, davon gesprochen.. Künstlerische Freiheit. Freie Entfaltung. sich befreien..und trotzdem fühlt man sich unfrei. Im Grundgesetz ist die Rede von Freiheit der Religion, freie Entfaltung der Persönlichkeit, der freien Meinung, des Glaubens- und Gewissens, der Presse und der Medien..
Freiheit und Gleichheit gelten als Heiligtümer, und wir sind doch sooo weit davon entfernt!

Wie kann ich mich frei fühlen, wenn ich mich doch anpassen muss, um einigermaßen gut durchs Leben zu kommen? Wie soll ich mich wirklich frei und unabhängig fühlen, wenn da immer wieder da leidige Thema Geld ist, das mich so einschränkt?! Geld regiert die Welt.
So richtig richtige Freiheit ist doch gar nicht gewollt. Schneller als man gucken kann hat man irgendjemanden hinter sich, der überwacht und kritisiert was man tut. Es hängen unglaublich viele Faktoren ab von dem, was man gerne machen würde. Es sind so Wirkungskreise, Zahnräder die ineinander greifen. Wir sind immer eingebunden in Etwas.

In dieser angepassten Gesellschaft wird darauf doch sogar wert gelegt, dass man eben immer an Normen, Vorstellungen, Richtlinien und Gesetze gebunden ist.
Oder ein anderes Beispiel: In jeder Beziehung, Partnerschaft, Freundschaft ist man mit jemandem verbunden bzw. gebunden. Man kann sich zwar Mühe geben, sehr stark bei sich selbst zu bleiben, aber dennoch ist man immer auch zu einem Teil nicht frei.

Vielleicht fehlt uns, wenn wir die völlige Freiheit denn hätten, dann aber die Sicherheit?
Wohlmöglich wissen wir gar nicht richtig damit umzugehen und würden die Freiheit vermutlich auch gar nicht erkennen, wenn sie denn vor uns stünde.
Ich finde es ist wichtig, dass man seine Meinung frei äußern können sollte, ohne gleich dafür sanktioniert, kritisiert oder zurechtgewiesen zu werden.

Freiheit kann man einem zwar lassen, aber nicht geben.
Johann Christoph Friedrich von Schiller.

Mut(ig) ist..

,,Es ist nicht der mutig, der keine Angst hat, sondern der, der seine Angst überwindet.“

– Mahatma Gandhi

 

Wenn ich nie Ängste gehabt hätte, wäre ich auch nicht daran gewachsen..

Wenn ich nie Probleme gehabt hätte, hätte ich nie nach Lösungen gesucht..

Und welche gefunden. – Vermutlich hätte ich auch niemals heraus gefunden, wie gut mir das Schreiben darüber tut. Das Reden zwar auch, aber das Schreiben noch mehr..

Geschriebenes ist von langer Dauer. Man kann es immer wieder durchlesen, beliebig oft und die Worte verändern sich nie. Es ändert sich vielleicht nur der Sinn und die Bedeutung, die man diesen Worten beimisst.

Alles geschieht aus einem Grund, oft aus einem persönlichen. Voller Überzeugung oder eben weil man Zweifel hat oder Ängste. Jedoch erfordert es ganz viel Mut, darüber zu sprechen / zu schreiben und diese offen zu legen.

So wirklich mutig war ich nie, ich war eher immer ein kleiner Angsthase.. Auch wenn viele meine Worte und Handlungen teilweise als mutig bezeichnen, sehen sie doch nicht, was es mich vorher für eine Überwindung gekostet hat. Und jeder findet ja auch etwas anderes mutig. Eben genau das, was ein anderer tut, man selbst sich aber nicht traut.
Das kann der Fallschirmsprung sein oder in einem FLugzeug zu fliegen, eine Mutprobe bestehen oder auf einer Bühne auftreten,  einen Vortrag vor Publikum halten, whatsever..Egal was es ist, wovor wir uns erstmal fürchten, Es ist auf jeden Fall  ein unglaublich gutes Gefühl, wenn man diese Angst vor etwas überwinden kann.