Und die Götter lachen sich krumm..

Ein Hoch auf die Problemkinder, die ich nur zu gut kenn.
Ein Hoch auf die Andersdenker, zu denen ich mich zähl..
Ein Hoch auf die Gefühlswelt, die wir (leider) zu selten erleben.

Ein Hoch auf dieses Lied, diese Frau, die sich vieles traut zu erwähnen.

.. Der Text spricht für sich:

 

Vorstellungskraft

Stell dir vor,

nichts hat einen Namen,
es gibt die „Dinge“ nicht.
Die Dinge sind nutzlos,
weil sie dort draußen sind.

Stell dir vor,

es gibt nicht die „Anderen“,
die so anders sind als du.
Es gibt kein Urteil, Wertung;
niemand schaut dir zu.

Stell dir vor,

es gibt nur Farben, die schwingen
Töne und Geschmäcker,
Geräusche und Klänge die dich umringen.
Ganz einhüllen.

Stell dir vor,

es gibt nur Gefühle, mehr nicht.
Kein Gedanke, kein Zweifel,
keine Befürchtung,
kein „Ich kann das nicht“.

Stell dir vor,

du musst nichts mehr erreichen,
keine Erfolge, kein Ziel.Du bist schon vollkommen,
du kannst schon so viel.

Und stell dir vor,

die Grenze des Außen,
verschwimmt ganz mit dir,
nichts ist dort draußen,
alles ist in Dir.

Zusammenhalt

Stehst du allein da?
Ist die Verzweiflung groß?

Verwirrt, Ziellos.

Wer ist da?
Wer spendet Trost?

Im Körper ein Schmerz,
die Seele betrübt,
klar denken – unmöglich,
weil Kummer auf dir liegt.

Irgendetwas stimmt nicht,
wer gibt dir ein Licht?

Wenn es nicht mehr schlimmer werden kann,
was hast du dann zu verlieren?

Wenn du nichts mehr zu verlieren hast,
kannst du nur gewinnen..

Halte noch Ausschau,
hab stets Verlangen
und halt nicht fest,
an dem was vergangen.

Denn ich geb dir Halt,
Steh dir bei, halte dich
und deine Hand.
Steh zu dir und fühle,
was du fühlst.

Ich bin bereit, – ab jetzt
gehen wir zu zweit.

Schließen die Augen,
um zu merken, was real ist
Schließen die Augen,
denn sonst sehen wir es nicht.

Bis wir spüren, dass da Licht ist.
dass alles doch richtig ist.
dass alles in dir ist,
tief in uns.

Es gibt welche, die…

Es gibt welche, die das Leben geschickter handhaben.
Sie halten in sich und um sich Ordnung.
Haben für alles ein Mittel und die richtige Antwort.

Sie erraten sofort, wer wen, wer mit wem,
zu welchem Zweck, wohin.

Einzige Wahrheiten stempeln sie ab,
unnötige Fakten werfen sie in den Reißwolf,
und unbekannte Personen
kommen in dafür vorgesehene Ordner.

Sie denken soviel, wie sich lohnt,
keinen Augenblick länger,
denn hinter dem Augenblick lauert der Zweifel.

Und wenn sie von Dasein freigestellt werden,
verlassen sie den Posten
durch die angegebene Tür.

Manchmal beneide ich sie
– das geht zum Glück vorüber.

von Wislawa Szymborska

nächtliche Konsequenzen

Nach kurzer Nacht,

tränenüberströmt erwacht.

Mal wieder zuviel nachgedacht?!
der Traum von dir hat mich drauf gebracht.

– Lange schon her,
und doch präsent,
die Augen, dein Lachen;
deine Existenz.

Du fehlst mir,
Du fehlst uns,
ein Abschied für immer,
kein Abschied für uns.

So plötzlich dein Verlassen,
Erinnerungen verblassen..

All die Sorgen und die Ängste,
du kannst sie nicht mehr sehen,

auch ich werd sie erst spät verstehen.

Ich schau nicht weg  und tauche ein,
in das Vergangene,

um im Jetzt
wieder glücklich zu sein.

 

Wer ist dein Geschenk?

Guten Morgen und schonmal ein schönes Wochenende.
Geweckt wurde ich mit einem schönen Lied, das mir sehr viel bedeutet..
Und mich überlegen lässt, WER mir viel bedeutet.

Wieviel Liebe und Dankbarkeit ich an die Menschen schicken kann, die mir viel bedeuten, daran denke ich leider eher selten. Deswegen tue ich es dann, wenn ich dran denke! ❤

Jeder Mensch und jeder Tag ist doch ein Geschenk. Das wir zu selten wertschätzen, weil es schon allzu normal geworden ist.

Sportfreude Stiller – Das Geschenk ❤

 

Dankbarkeit

Angeregt durch einen anderen Beitrag habe ich gerade kurz inne gehalten und überlegt, wofür ich heute, bis zu genau diesem Moment, in dem ich dies schreibe, dankbar bin.

Ich bin dankbar dafür, dass ich heute morgen relativ früh wach war und dann nochmal einschlafen konnte, dabei eine ganz spannende und interessante Traumerfahrung machen konnte.

Ich bin dankbar dafür, dass ich in aller Ruhe den Tag starten konnte, die Sonne schien und ich mit Gelassenheit mein Frühstück essen konnte. Ich war fit und munter, ohne, dass ich dafür irgendetwas hätte tun oder geben müssen.

Ich bin dankbar dafür, dass ich mit dem Fahrrad zur Hochschule fahren konnte, die Luft so schön klar und angenehm war, ich keinen Stress auf dem Weg hatte und ohne Hetze bei der Vorlesung ankam.

Ich bin dankbar für die interessanten Themen und Fälle, die wir heute noch gelernt haben und über den Vortrag, den wir in der Gruppe gehalten haben und der gut gelaufen ist.

Ich bin dankbar für das Mittagessen, das ich mit einem lieben Menschen zusammen kochen und essen konnte und das mir quasi spendiert wurde. Es gibt also alles in Hülle und Fülle, wenn ich es nur erkenne und wahrnehme. Teilen ist eine tolle Sache.

Ich bin dankbar für ein Vorgespräch. was gut und positiv verlaufen ist und ich nun voller Freude schonmal gedanklich in die nächste Woche starten kann. Ich weiß nun, was mich erwartet und weiß auch, dass ich keine Angst haben brauch.

Ich bin dankbar für das Wetter, die Sonne scheint so herrlich und ich kann sie genießen, weil ich nun ein wenig Freizeit habe. Ich habe die Möglichkeit an den See zu fahren, der in der Sonne glitzert, das Alleinsein zu genießen..  Ein wunderschöner Anblick.

Und für all das musste ich weder etwas besonderes leisten oder Geld ausgeben. Es passierte einfach so, es hat sich so ergeben, ich darf es so genießen wie es ist.

Ich bin außerdem noch dankbar für all die Menschen, die es derzeit in meinem Leben gibt, auf die ich zählen könnte, wenn es mir nicht gut ginge oder ich reden möchte..

Danke. ❤

Alles passiert aus einem Grund..

..Und auch wenn mir dieser Grund / Sinn erstmal nicht in der Situation ersichtlich ist, spätestens im Nachhinein, im Rückblick der Woche oder der vergangenen Wochen wird er mir dann klar.
Ich treffe auf Menschen, mit denen ich Gemeinsamkeiten habe, sodass wir uns stundenlang staunend darüber unterhalten können. Ichtreffe auf Menschen, die mir Türen öffnen, die mir Möglichkeiten bieten, ich kann mich selbst besser kennenlernen und entfalten. Es passieren Ereignisse, die mich auf einmal auf den richtigen Weg führen. Die mir zeigen, dass alles gut ist oder gut wird. Dafür bin ich dankbar!

Wir sind alle miteinander verbunden und unsere Gedanken beeinflussen unsere Realität, davon bin ich fest überzeugt! Wir alle sind Menschen, wir alle haben Träume und Ziele. Wir wollen einen Sinn im Leben haben oder suchen ewig danach, bis wir erkennen, dass der Sinn im Leben darin besteht, jeden Tag zu Leben. Uns darüber zu freuen, dass wir am Leben sind. Ich habe selbst eine lange Zeit nicht verstanden, wie das gehen soll, kam mir das Leben doch eher vor wie eine Qual, und ständig musste ich Dinge ertragen.. Ich hatte nicht das Gefühl, das es zählt wer ich bin und dass ich richtig bin, wie ich bin. Doch das hat sich nun geändert. Ich weiß, wieviel Glück ich habe, Ich sein zu dürfen. Eine Bereicherung für andere sein zu können und doch auch ganz mit mir alleine auskomme. Einfach nur zu Sein.

Wie sagte mal ein kluger Mensch : ,,Man muss das Leben vorwärts leben, aber verstehen kann man es nur rückwärts“
Dann macht alles Sinn. Dann erkenne ich, das es sein musste und es mich sogar persönlich weiter gebracht hat. Auch wenn es sich vielleicht nicht angenehm anfühlte..

 

Klein, aber Oho!

Klein sein hat nichts mit Körpergröße zu tun. Sich klein fühlen ist nach außen nicht immer sichtbar. Meist wird es erst bei genauerem Hinsehen deutlich..

„Im Kleinreden war ich immer schon ganz gut.“ – – –

Doch ich möchte mich nicht länger klein und schutzlos fühlen. Nicht mehr hilflos und ausgeliefert. Nicht mehr machtlos und unwichtig. Nein. Ich möchte mich fühlen. Ich möchte all das Fühlen was zu mir gehört, all das, was einmal ein Teil von mir war und ist.

Ich bin voller Freude und habe keinen Grund dazu, Ängste zu haben und mich davon klein machen zu lassen. Wenn die Ängste da sind, kann ich sie akzeptieren, sie dürfen da sein. Aber sie dürfen mich nicht länger beherrschen, wie sie es allzu lange getan haben.
Sich das bewusst zu machen und einzugestehen ist wirklich kein schönes Gefühl.
Denn das bedeutet Schmerz. Es ist so ein Gefühl des sich innerlich Auflösens, weil es einen zerfrisst. Angst kann sich unterschiedlich ausdrücken. Es kann Neid sein, Wut, Ärger, Enttäuschung, Trauer, Hoffnungslosigkeit, Deprimiertheit..

Man will es nicht zulassen, man will sich ablenken.
Hauptsache an etwas anderes denken. Aber das wird nicht helfen.
Denn der Schmerz bleibt, er verschwindet nicht, nur weil man ihn nicht beachtet.
Aber er möchte so sehr beachtet werden.. Egal wie er aussieht, vielleicht ist er ein schwarzes, großes Tuch, oder eine Kette, die einengt, uns gefangen hält, oder eine Nadel, die piekst, zusticht. Sei es ein körperlicher oder ein seelischer Schmerz.. Jeder Schmerz hat seine Funktion, seine Aufgabe. Und er verlangt nach Aufmerksamkeit. „Guck mal, hier bin ich, ich möchte gerne beachtet werden..“ – ein quängelndes kleines Kind.

Also beachte ich es. Beachte das kleine nervende Kind in mir, damit es hoffentlich bald Ruhe gibt. Ich nehme es wahr, tröste es, und nehme es in den Arm. Denn ignorieren hilft nicht.  Ich gebe ihm Zuneigung und frage vielleicht nach, was los ist. Vielleicht halte ich es aber auch auch einfach nur liebevoll im Arm. Und dieses Gefühl lasse ich das Kind spüren, das es geliebt ist, und gewollt.
Ich kann dann versuchen zu überlegen, was dem Kind vielleicht noch helfen könnte, damit es sich besser fühlt und sich nicht mehr so ungeliebt vorkommt.Und wenn mir die Idee kommt, was es sein könnte, dann tue ich auch dies.. Alles nur, damit es dem Kind gut geht

Es schadet nicht, sich diesem (meist miesen) Gefühl des inneren Kindes einmal auszusetzen, in es hinein zu spüren um herauszufinden, was es einem eigentlich gerade genau sagen will.

Natürlich kostet das etwas Überwindung, aber der Schmerz bleibt da, er will gefühlt werden. Und wenn er einmal da ist, dann ist es so gewollt, dass es ihn gibt.Er sendet uns ein wichtiges Zeichen, das wir zu lange überhört haben. Dann erfüllt er seine Aufgabe, indem er uns dazu zwingt mal genauer hinzusehen. Und wenn wir das getan haben, dann kann es danach weiter gehen, vielleicht in eine ganz andere, neue, bessere Richtung.

„Was uns nicht umbringt, härtet uns ab.“
Nachher sind wir einfach reifer und um eine Erfahrung reicher. Oder sogar um mehrere. Und vielleicht gelingt es uns ja, nachdem wir den Schmerz akzeptiert haben, und mal in uns hinein gehorcht haben, auch andere versteckte Dinge in uns zu finden.
Um zu sehen, was uns ausmacht. Um daraus positiv hervor zu gehen. Damit wir danach endlich die Schönheit der Dinge wieder erleben können, weniger ängstlich oder neidisch durch die Welt zu laufen. Irgendwie uns Selbst finden. Etwas lebens- und liebenswertes.

Und vielleicht trauen wir uns dann auch mal „Nein“ zu sagen. Ganz bestimmt und ganz deutlich. Aus dem Bauch heraus. Tief einatmen und deutlich sagen „Nein, das will ich nicht“ oder, dass es mir nicht gefällt. Nicht gemein, sondern einfach nur unmissverständlich und mit einem Lächeln auf den Lippen. Denn: Ich achte dann auf mich. Egal was mein Gegenüber eigentlich erwartet. Und egal ob ich eine Befürchtung habe, dass mich mein Gegenüber dann vielleicht nicht mehr mag oder enttäuscht ist.