Was will ich eigentlich?

Für mich persönlich gibt es kaum etwas Schlimmeres als Ratlosigkeit, Planlosigkeit, Was will ich eigentlich? Was will ich tun? Wo will ich hin? Was gibt es heute am Tage zu tun?

Ich finde das ziemlich schwierig, für mich herauszufinden, was ich wirklich will..
Natürlich ändert sich das auch ständig, dennoch kann ich es an manchen Tagen einfach nicht sagen, nicht in Worte fassen und fühle mich ohne Ziel..

Doch solange ich keine Idee habe, was ich will, fühle ich mich gefangen in einer Situation, ich fühl mich, als könnte ich mich nicht bewegen, weil ich nicht weiß in welche Richtung..

Solange ich mich auf die Frage fokussiere, was ich will und mich zwinge, es heraus zu finden, klappt es nicht. Ich könnte keine genaue Antwort darauf geben, was ich will!

Zum einen mag es daran liegen, dass ich lieber darauf achte, was andere wollen und was ich ihnen gutes tun kann. Ich kann das gut.. Wünsche anderer erahnen, herauszufinden  und dann auch erfüllen. Bei mir selbst bin ich da jedoch nicht so geübt..

Dennoch bin ich gut darin heraus zu finden, was ich NICHT will.. 😉
Und daran kann ich dann doch schließlich ableiten, was ich möchte. Das Gegenteil. 😀

Und wenn ich dann einmal ein Gegenteil gefunden habe, habe ich eine Sache gefunden, die ich möchte 🙂 Doch ganz so einfach ist es auch nicht.. Nicht immer ist es genau das Gegenteil was ich will. Wenn ich mich zum Beispiel nicht mehr gestresst im Studium fühlen will, hilft es mir nichts zu wissen, dass ich mich ohne Studium nicht so gestresst fühlen würde. Aber ich kann den Gedanken folgen, nämlich, dass ich eher Umstände für mich wünsche (im Studium), die mich gut fühlen lassen, die ich mit Leichtigkeit ausübe..

Ich finde es aber wichtig, dass ich mich auf das freuen und das fokussieren kann, was ich möchte, was ich Will! Um einer schönen Sache zu folgen.. Und nicht einer Sache, der ich mich irgendwann mal verschrieben habe, sie aber gar nicht mag, weil sie nicht zu mir passt.
Ich habe gelernt das zu tun, was ich „sollte“, was „gut wäre“.. Und nicht was mir gefällt.
„Ich mach mir die Welt, wie sie wie sie wie sie mir gefällt…“  Deswege mochte ich Pippi Langstrumpf von Kindheit an schon gern! Sie brachte es auf den Punkt!
Wenn ich weiß, was ich will, kann ich meine volle Energie darin investieren.
Dann fühle ich mich auch nicht mehr so ausgelaugt danach 🙂

Was wollt ihr?

Vorstellungskraft

Stell dir vor,

nichts hat einen Namen,
es gibt die „Dinge“ nicht.
Die Dinge sind nutzlos,
weil sie dort draußen sind.

Stell dir vor,

es gibt nicht die „Anderen“,
die so anders sind als du.
Es gibt kein Urteil, Wertung;
niemand schaut dir zu.

Stell dir vor,

es gibt nur Farben, die schwingen
Töne und Geschmäcker,
Geräusche und Klänge die dich umringen.
Ganz einhüllen.

Stell dir vor,

es gibt nur Gefühle, mehr nicht.
Kein Gedanke, kein Zweifel,
keine Befürchtung,
kein „Ich kann das nicht“.

Stell dir vor,

du musst nichts mehr erreichen,
keine Erfolge, kein Ziel.Du bist schon vollkommen,
du kannst schon so viel.

Und stell dir vor,

die Grenze des Außen,
verschwimmt ganz mit dir,
nichts ist dort draußen,
alles ist in Dir.

Alles zu seiner Zeit..

..und alles mit genügend Zeit für sich selbst..

Kennt ihr das auch, man möchte etwas unbedingt (erreichen, bekommen, verwirklichen..), aber irgendwie scheint es nicht recht zu klappen?!

Man versucht vieles, strengt sich an, aber kommt dennoch nicht an sein Ziel..

Dann ist die Zeit scheinbar noch nicht reif, dann soll es jetzt noch nicht sein. Vielleicht gibt es noch andere Dinge, die vorher erledigt werden sollten oder müssen. Vielleicht muss man sich erst einiger Dinge bewusst werden und ehrlich zu sich selbst sein, bevor man sein Ziel weiter verfolgen kann. Ich glaube daran, dass alles einen richtigen Zeitpunkt hat. Und wenn dieser dann da ist, dann merke ich das schon. Solange muss / sollte ich mir selbst einfach Zeit geben und die Situation geschehen lassen, ohne zwanghaft etwas ändern zu wollen. Und wer weiß, vielleicht ändert sich dann die Situation ganz von selbst.

Man hört oft, wenn etwas nicht klappt, dann hat man sich ’nicht genug angestrengt‘.. Aber wieso strengt man sich nicht genug an? – Weil da etwas ist, was einen noch blockiert. Was einen vom effektiven Handeln abhält, man ist noch nicht ganz frei im Kopf. Vielleicht ist das Ziel, das man verfolgt, gar nicht das Ziel was man tief im Herzen verfolgt, sondern nur von anderen „aufgeschnappt“ und „angenommen“, ohne es richtig zu hinterfragen.. Vielleicht kommt man nicht weiter, weil man aufgehört hat an sich und die eigenen Fähigkeiten zu glauben?! Weil man seine Ziele zu hoch gesteckt hat oder perfektionistisch ist?

Wenn man dann nicht weiterkommt oder scheitert, ist das der Moment in dem man inne halten kann, in sich gehen und sich fragen kann, Ok, was will ich tatsächlich und was könnte ich tun um dies/jenes zu optimieren..Wieso z.B. glaube ich nicht an mich, wieso glaube ich, dass ich es nicht schaffe oder dass ich besser aufgeben sollte? Welche Glaubenssätze halten mich davon ab? Wieso mache ich mir selbst so einen (Zeit-)Druck? Was verspreche ich mir von dem erreichen dieses Ziels? Geht es mir danach besser?

In meinem Leben gab es diese Situationen schon oft. Und warum es nicht klappte hatte verschiedene Gründe, ich habe mir selbst Druck gemacht, hatte negative Gedanken.. meist lag es daran, dass ich mir einreden lassen habe, dass es diverse Risiken gibt. Und dann habe ich Stück für Stück diese Risiken und Sorgen die Überhand nehmen lassen. Und habe den Glauben an mich und mein Vorhaben verloren.. Dabei trage ich alle Fähigkeiten in mir, die ich dafür brauche, um MEIN Ziel zu erreichen. Vorrausgesetzt, es ist Mein Ziel und nicht das der anderen.. Das herauszufinden ist ein langer Weg und hat mich auch sehr viel Mühe gekostet, dies einzusehen und einzugestehen. Wenn man lange Zeit für die Wünsche anderer lebt bzw. deren Vorstellungen erfüllen und verwirklichen will, dann ist es nicht leicht, auf einmal auf sich selbst zu hören.

Wenn man dann ein Ziel als sein eigenes anerkannt hat, dann kann man sich fragen, welche Schritte sollte ich gehen, welche Zwischenziele gibt es, was muss vorher geschehen, die „Basis“ muss geebnet sein. Manchmal liegt die Basis nur daran, wie man von sich selber denkt. Muss ich erst selbstbewusster werden? Sollte ich gelassener werden? Sollte ich liebevoller mit mir selbst umgehen und mir mehr (Aus)Zeit gönnen?

Was würde mir heute eher gut tun? „Was würde eine Person tun, die sich selbst liebt?“ Diese Frage stelle ich mir jeden Tag mindestens einmal, wenn ich dran denke..

Und wenn ich das alles getan habe, mal genau hingehört habe, wie geht es mir damit, was denke ich, wie fühle ich.. Dann wird mir auf einmal alles klarer und ich bin nicht mehr so frustriert. Dann merke ich auch, das vorher erst andere Dinge geschehen sollten, bevor ich mich meiner Aufgabe widme. Wie klein die Sache, die ich schaffen will auch sein mag, es ist auf jede Sache / jedes Vorhaben zu übertragen. Und ich sage mir, dass die Zeit für XY einfach vorher noch nicht reif war, weil andere Dinge vorher geschehen sollten, ich Erfahrungen machen sollte, Dinge erleben, Menschen kennenlernen.. deswegen hat es nicht geklappt. Manchmal habe ich auch aufgrund von Geschehnissen meine Ziele verändert oder über den Haufen geworfen. Wie dem auch sein, alles sollte so sein! 🙂

 

Hör auf dein Herz..

… und tu das, was du für richtig hältst.

Das, was sich für dich gut anfühlt.. Was du schon immer mal machen wolltest, dich aber nicht getraut hast oder es vielleicht nicht alleine machen wolltest..

Probier es aus, wage neues und vertraue darauf, dass es gut wird! Und denke dabei an dich!
Allen anderen kannst du es sowieso nicht recht machen, und nur du entscheidest, was du heute machen willst, jetzt gerade in diesem Moment… (auch wenn es schwer ist, denn mir wurde z.B. beigebracht, dass es egoistisch ist, nur an sich zu denken..)

Versuche das „Ich sollte lieber… tun“ abzuschalten. Dieses „sollte“ ist eine Erwartungshaltung die andere an dich haben, nicht du selbst..

Finde heraus, wie oft du gedankliche Sätze mit „sollte“ vor dich hin denkst.. Und dann frag dich, WIESO sollte ich?
Für mich immer wieder wichtig die Frage: „Wieso sollte ich den Erwartungen meiner Familie entsprechen?“ oder „Wieso sollte ich (….) nicht tun?“

Ich hoffe ihr hattet einen schönen Sonntag und habt getan, wozu ihr Lust hattet! ❤