Schneebedeckt.. Uncovered!

Neben all dem Trubel der momentan in meinem Kopf und in meiner Wohnung herrscht, ist auch das Wetter draußen sehr überwältigend.
Während es Montag Nachmittag mit leichtem Schneeregen anfing, es dann mehr schneite,
und gestern morgen dann plötzlich so aussah:

Und ja, ich liebe Schnee! Der weckt Kindheitserinnerungen bei mir..

Ich habe nun gestern meine letzte Prüfung abgegeben und vorgestern die letzte mündliche bestanden! Nun heißt es als nächstes: Den Auszug aus der Wohnung vorbereiten und meinen Aufenthalt in England planen. Immer noch habe ich keine Wohnung dort.. Und wie werde ich mich fortbewegen? Kaufe ich mir dort ein neues Fahrrad? Nutze ich die Bahn, oder laufe einfach viel zu Fuß?! Meinen kleinen blauen Flitzer werde ich in Deutschland lassen…

Mich qäulen die Gedanken, dass das alles doch viel teurer wird als erwartet, da es ja auch eine andere Währung ist und ich kein englisches Konto habe. Soll ich also noch eines eröffnen oder lieber die Gebühren bei jeder Überweisung zahlen? Wer wird mich unterstützen, wenn ich nicht weiter weiß. Das Studienförderungsprogramm zahlt zwar eine kleine Unterstützung, aber damit komme ich vorne und hinten nicht hin..

Eins weiß ich jetzt schon, ich werde die Sonnenuntergänge von meinem Balkon im 6. Stock vermissen..
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Reden, reden, reden..

… Ja, manchmal kann reden auch mehr schaden als helfen, aber wenn es um Themen geht, an denen man sich in Gedanken und allein die Zähne dran ausbeißt, dann hilft es manchmal zu reden. Und zwar darüber, was man gerade denkt. Wie man sich fühlt, wovor man sich fürchtet oder warum man sich nicht traut. Reden hilft auch, um zu merken, dass man nicht alleine dasteht.

Ich rede gerne über schön Dinge, manchmal rege ich mich auch auf oder erzähle Mist, weil mir gerade nichts besseres einfällt.

Aber viel zu selten rede ich über meine Gefühle, über Wünsche und Ängste oder dass, was ich mir so denke und im Stillen befürchte oder mir ausmale. Ich befürchte zum Beispiel total oft, meine Probleme und Sorgen könnten andere belasten und ich sollte sie lieber für mich behalten und am besten niemandem erzählen.. Denn ich denke daran, dass ich meine Mitmenschen damit runter ziehen könnte und sie es vielleicht nicht verkraften – Also muss ich selber damit klarkommen.. Und ziehe mich selbst in Gedanken damit runter, dass ich unzumutbar bin mit meinen Gedanken und Sorgen.. Ein nicht so netter Teufelskreis bzw. eine Spirale die sich da bildet.

Also hilft reden, wenn ich nämlich genau den Menschen, die in der Befürchtung vorkommen, erzähle, was ich befürchte und sie mir dann sagen, dass es für sie aber gar nicht so ist. Problem irgendwie schon sehr viel kleiner geworden.., wenn nicht sogar vollkommen gelöst. Natürlich können manche Dinge sehr unangenehm sein und wir sind vielleicht nicht so geübt darin unsere negativen Gefühle auszudrücken. Nichtsdestotrotz ist das sehr wichtig. Niemand wird in unseren Kopf reingucken können und uns dann plötzlichen sagen : „Hey Jacky, die Gedanken die du dir gerade machst sind vollkommen unbegründet, ich sehe das ganz anders“ oder „Sieh es doch mal so und so, es ist gar nicht so schlimm..“, Solange wir nicht aussprechen, was wir gerade denken oder befürchten.

Besonders wichtig ist dieses „Drüber reden“, wenn es um Beziehungen geht. Und damit meine ich Beziehungen jeder Art, sei es partnerschaftlich, freundschaftlich oder eine Eltern-Kind-Beziehung. Wenn das miteinander reden nicht klappt, weiß man doch gar nicht, was der andere gerade fühlt oder durchmacht. Was ihn oder sie beschäftigt oder wie er oder sie uns sieht oder wahrnimmt. –  Wie auch? Im Gedankenlesen sind wir ja nicht so begabt.. 😉
Also tut es sehr gut, ma anzusprechen, was man so gedacht hat und wie es einem mit den Dingen geht. Damit unser Gegenüber sich ein Bild von uns machen kann und uns „kennen-lernt“, auch wenn man sich schon lange kennt.. Das heißt noch lange nicht, dass man immer weiß, was in dem anderen vor sich geht. Denn wir verändern uns ständig und manchmal entfernen wir uns durch Veränderung auch voneinander. Nur weil das ständig so gewesen ist, heißt es nicht, dass es für immer so bleibt.

Teilt einander mit, was sich für euch geändert hat, was sich richtig oder falsch anfühlt, teilt einander mit, was ihr gerade fühlt oder denkt, denn sonst wird es der andere nie erfahren.. Das wäre fast so, als solle man wissen, was der andere gerade anhat, wenn man ihn heute noch gar nicht gesehen hat. Dann kann man höchsten spekulieren..