Reden, reden, reden..

… Ja, manchmal kann reden auch mehr schaden als helfen, aber wenn es um Themen geht, an denen man sich in Gedanken und allein die Zähne dran ausbeißt, dann hilft es manchmal zu reden. Und zwar darüber, was man gerade denkt. Wie man sich fühlt, wovor man sich fürchtet oder warum man sich nicht traut. Reden hilft auch, um zu merken, dass man nicht alleine dasteht.

Ich rede gerne über schön Dinge, manchmal rege ich mich auch auf oder erzähle Mist, weil mir gerade nichts besseres einfällt.

Aber viel zu selten rede ich über meine Gefühle, über Wünsche und Ängste oder dass, was ich mir so denke und im Stillen befürchte oder mir ausmale. Ich befürchte zum Beispiel total oft, meine Probleme und Sorgen könnten andere belasten und ich sollte sie lieber für mich behalten und am besten niemandem erzählen.. Denn ich denke daran, dass ich meine Mitmenschen damit runter ziehen könnte und sie es vielleicht nicht verkraften – Also muss ich selber damit klarkommen.. Und ziehe mich selbst in Gedanken damit runter, dass ich unzumutbar bin mit meinen Gedanken und Sorgen.. Ein nicht so netter Teufelskreis bzw. eine Spirale die sich da bildet.

Also hilft reden, wenn ich nämlich genau den Menschen, die in der Befürchtung vorkommen, erzähle, was ich befürchte und sie mir dann sagen, dass es für sie aber gar nicht so ist. Problem irgendwie schon sehr viel kleiner geworden.., wenn nicht sogar vollkommen gelöst. Natürlich können manche Dinge sehr unangenehm sein und wir sind vielleicht nicht so geübt darin unsere negativen Gefühle auszudrücken. Nichtsdestotrotz ist das sehr wichtig. Niemand wird in unseren Kopf reingucken können und uns dann plötzlichen sagen : „Hey Jacky, die Gedanken die du dir gerade machst sind vollkommen unbegründet, ich sehe das ganz anders“ oder „Sieh es doch mal so und so, es ist gar nicht so schlimm..“, Solange wir nicht aussprechen, was wir gerade denken oder befürchten.

Besonders wichtig ist dieses „Drüber reden“, wenn es um Beziehungen geht. Und damit meine ich Beziehungen jeder Art, sei es partnerschaftlich, freundschaftlich oder eine Eltern-Kind-Beziehung. Wenn das miteinander reden nicht klappt, weiß man doch gar nicht, was der andere gerade fühlt oder durchmacht. Was ihn oder sie beschäftigt oder wie er oder sie uns sieht oder wahrnimmt. –  Wie auch? Im Gedankenlesen sind wir ja nicht so begabt.. 😉
Also tut es sehr gut, ma anzusprechen, was man so gedacht hat und wie es einem mit den Dingen geht. Damit unser Gegenüber sich ein Bild von uns machen kann und uns „kennen-lernt“, auch wenn man sich schon lange kennt.. Das heißt noch lange nicht, dass man immer weiß, was in dem anderen vor sich geht. Denn wir verändern uns ständig und manchmal entfernen wir uns durch Veränderung auch voneinander. Nur weil das ständig so gewesen ist, heißt es nicht, dass es für immer so bleibt.

Teilt einander mit, was sich für euch geändert hat, was sich richtig oder falsch anfühlt, teilt einander mit, was ihr gerade fühlt oder denkt, denn sonst wird es der andere nie erfahren.. Das wäre fast so, als solle man wissen, was der andere gerade anhat, wenn man ihn heute noch gar nicht gesehen hat. Dann kann man höchsten spekulieren..

Vegane Schoko-Cookies

Die kalte Jahreszeit kommt, da lasse ich meiner Kreativität freien lauf und schmeiße gerne mal den Ofen an um etwas leckeres zu backen und die Wohnung mit einem wunderbaren Duft zu füllen. Dazu dann entspannende Musik und ein paar Kerzen im Wohnzimmer an, ein Gewürz-Tee.. So lässt es sich aushalten ❤

Heute hatte ich Lust auf Kekse, also gab eine super einfache Kreation von Schoko-Cookies:

  • 100g Dinkel(vollkorn)mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 30 g Backkakao
  • 1 TL Zimt
  • 60 g gehackte Mandeln
  • 40g Agavendicksaft (oder ein anderes Süßungsmittel)
  • 60 ml Sonnenblumenöl
  • 2 El Soja-Reisdrink

    Nun einfach alle trockenen Zutaten gut miteinander vermengen. Dann die flüssigen Zutaten hinzu geben und alles eine Weile gut verrühren. Wer mag kann natürlich noch andere Zutaten nach Belieben dazu geben, so zum Beispiel auch Schokoladensplitter.

    Dann kleine Fleckse auf das Backblech machen, je nachdem wie groß die Kekse werden sollen.. Sie laufen nicht mehr auseinander und gehen und nicht viel auf.
    Bei 160°C Umluft ca. 14-16 Minuten backen.
    Und danach mit einer Tasse warmem Tee genießen ❤

 

Sonntag – Morgen – Gedanken

So oft ich daran denke es zu tun, tue ich es doch nicht..
So oft ich Dinge aussprechen will, wage ich es nicht..

Hab oft gedacht, ich werde nicht verstanden.
Vielleicht habe ich mich nur nicht richtig zu verstehen gegeben?

Es sind nicht immer die anderen Schuld,
sondern ich selbst kann Herrin meiner Lage sein.
Ich habe einen freien Willen und kann entscheiden, was ich will
und was ich nicht (mehr) will. Jeden Tag neu. Heute, und morgen, und übermorgen.

Wann habe ich mich wirklich ohne Bedingungen geliebt und angenommen gefühlt?
Und warum nicht? War es die Schuld der anderen oder entstand die Barriere zuvor in meinem Kopf? Wer gab mir das Gefühl, nicht liebenswert zu sein?
Und wieso habe ich es nicht geschafft, diesen Personen zu sagen, wie ich mich fühle?
Was gewesen ist, kann ich nun nicht mehr rückgängig machen, aber im Jetzt
kann ich all das sagen, was in mir vorgeht, was ich denke, was ich fühle, wovor ich Angst habe, was ich vermute und was ich befürchte. Es gibt kein Falsch, es gibt kein Richtig.

Es gibt nur das, was meine Sicht der Dinge ist, und die ist wichtig! Für mich.

Denn wenn ich es nicht selbst tue, wer tut es für mich?

Wenn ich nicht an mich glaube, was bringt es mir dann, wenn es andere tun?

Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch die Liebe ist die größte unter ihnen. 1. Korinther 13,13

Läutet den Herbst ein..

Die wirkliche Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu erforschen, sondern darin, mit neuen Augen zu sehen. —Marcel Proust

Für mich bedeutet der Herbst zwar noch mehr als nur fallende Blätter, dennoch finde ich dieses Musikstück sehr passend zur herbstlichen Stimmung. Tolle klassische Werke zum Herbst / Autumn von Fariborz Lachini, einem iranischen Künstler.
Herbst bedeutet auch,

  • kürzere Tage,
  • kältere Tage..
  • Wärmere Jacken,
  • Warme Tees,
  • kuschlige Schals,
  • Filmeabende auf dem Sofa.
  • Apfel- und Kastanien Zeit..
  • Laubhaufen durchstöbern
  • Herbstspaziergänge ❤
  • die Welt mit ihrer Farbenpracht entdecken..

Alles passiert aus einem Grund..

..Und auch wenn mir dieser Grund / Sinn erstmal nicht in der Situation ersichtlich ist, spätestens im Nachhinein, im Rückblick der Woche oder der vergangenen Wochen wird er mir dann klar.
Ich treffe auf Menschen, mit denen ich Gemeinsamkeiten habe, sodass wir uns stundenlang staunend darüber unterhalten können. Ichtreffe auf Menschen, die mir Türen öffnen, die mir Möglichkeiten bieten, ich kann mich selbst besser kennenlernen und entfalten. Es passieren Ereignisse, die mich auf einmal auf den richtigen Weg führen. Die mir zeigen, dass alles gut ist oder gut wird. Dafür bin ich dankbar!

Wir sind alle miteinander verbunden und unsere Gedanken beeinflussen unsere Realität, davon bin ich fest überzeugt! Wir alle sind Menschen, wir alle haben Träume und Ziele. Wir wollen einen Sinn im Leben haben oder suchen ewig danach, bis wir erkennen, dass der Sinn im Leben darin besteht, jeden Tag zu Leben. Uns darüber zu freuen, dass wir am Leben sind. Ich habe selbst eine lange Zeit nicht verstanden, wie das gehen soll, kam mir das Leben doch eher vor wie eine Qual, und ständig musste ich Dinge ertragen.. Ich hatte nicht das Gefühl, das es zählt wer ich bin und dass ich richtig bin, wie ich bin. Doch das hat sich nun geändert. Ich weiß, wieviel Glück ich habe, Ich sein zu dürfen. Eine Bereicherung für andere sein zu können und doch auch ganz mit mir alleine auskomme. Einfach nur zu Sein.

Wie sagte mal ein kluger Mensch : ,,Man muss das Leben vorwärts leben, aber verstehen kann man es nur rückwärts“
Dann macht alles Sinn. Dann erkenne ich, das es sein musste und es mich sogar persönlich weiter gebracht hat. Auch wenn es sich vielleicht nicht angenehm anfühlte..

 

Klein, aber Oho!

Klein sein hat nichts mit Körpergröße zu tun. Sich klein fühlen ist nach außen nicht immer sichtbar. Meist wird es erst bei genauerem Hinsehen deutlich..

„Im Kleinreden war ich immer schon ganz gut.“ – – –

Doch ich möchte mich nicht länger klein und schutzlos fühlen. Nicht mehr hilflos und ausgeliefert. Nicht mehr machtlos und unwichtig. Nein. Ich möchte mich fühlen. Ich möchte all das Fühlen was zu mir gehört, all das, was einmal ein Teil von mir war und ist.

Ich bin voller Freude und habe keinen Grund dazu, Ängste zu haben und mich davon klein machen zu lassen. Wenn die Ängste da sind, kann ich sie akzeptieren, sie dürfen da sein. Aber sie dürfen mich nicht länger beherrschen, wie sie es allzu lange getan haben.
Sich das bewusst zu machen und einzugestehen ist wirklich kein schönes Gefühl.
Denn das bedeutet Schmerz. Es ist so ein Gefühl des sich innerlich Auflösens, weil es einen zerfrisst. Angst kann sich unterschiedlich ausdrücken. Es kann Neid sein, Wut, Ärger, Enttäuschung, Trauer, Hoffnungslosigkeit, Deprimiertheit..

Man will es nicht zulassen, man will sich ablenken.
Hauptsache an etwas anderes denken. Aber das wird nicht helfen.
Denn der Schmerz bleibt, er verschwindet nicht, nur weil man ihn nicht beachtet.
Aber er möchte so sehr beachtet werden.. Egal wie er aussieht, vielleicht ist er ein schwarzes, großes Tuch, oder eine Kette, die einengt, uns gefangen hält, oder eine Nadel, die piekst, zusticht. Sei es ein körperlicher oder ein seelischer Schmerz.. Jeder Schmerz hat seine Funktion, seine Aufgabe. Und er verlangt nach Aufmerksamkeit. „Guck mal, hier bin ich, ich möchte gerne beachtet werden..“ – ein quängelndes kleines Kind.

Also beachte ich es. Beachte das kleine nervende Kind in mir, damit es hoffentlich bald Ruhe gibt. Ich nehme es wahr, tröste es, und nehme es in den Arm. Denn ignorieren hilft nicht.  Ich gebe ihm Zuneigung und frage vielleicht nach, was los ist. Vielleicht halte ich es aber auch auch einfach nur liebevoll im Arm. Und dieses Gefühl lasse ich das Kind spüren, das es geliebt ist, und gewollt.
Ich kann dann versuchen zu überlegen, was dem Kind vielleicht noch helfen könnte, damit es sich besser fühlt und sich nicht mehr so ungeliebt vorkommt.Und wenn mir die Idee kommt, was es sein könnte, dann tue ich auch dies.. Alles nur, damit es dem Kind gut geht

Es schadet nicht, sich diesem (meist miesen) Gefühl des inneren Kindes einmal auszusetzen, in es hinein zu spüren um herauszufinden, was es einem eigentlich gerade genau sagen will.

Natürlich kostet das etwas Überwindung, aber der Schmerz bleibt da, er will gefühlt werden. Und wenn er einmal da ist, dann ist es so gewollt, dass es ihn gibt.Er sendet uns ein wichtiges Zeichen, das wir zu lange überhört haben. Dann erfüllt er seine Aufgabe, indem er uns dazu zwingt mal genauer hinzusehen. Und wenn wir das getan haben, dann kann es danach weiter gehen, vielleicht in eine ganz andere, neue, bessere Richtung.

„Was uns nicht umbringt, härtet uns ab.“
Nachher sind wir einfach reifer und um eine Erfahrung reicher. Oder sogar um mehrere. Und vielleicht gelingt es uns ja, nachdem wir den Schmerz akzeptiert haben, und mal in uns hinein gehorcht haben, auch andere versteckte Dinge in uns zu finden.
Um zu sehen, was uns ausmacht. Um daraus positiv hervor zu gehen. Damit wir danach endlich die Schönheit der Dinge wieder erleben können, weniger ängstlich oder neidisch durch die Welt zu laufen. Irgendwie uns Selbst finden. Etwas lebens- und liebenswertes.

Und vielleicht trauen wir uns dann auch mal „Nein“ zu sagen. Ganz bestimmt und ganz deutlich. Aus dem Bauch heraus. Tief einatmen und deutlich sagen „Nein, das will ich nicht“ oder, dass es mir nicht gefällt. Nicht gemein, sondern einfach nur unmissverständlich und mit einem Lächeln auf den Lippen. Denn: Ich achte dann auf mich. Egal was mein Gegenüber eigentlich erwartet. Und egal ob ich eine Befürchtung habe, dass mich mein Gegenüber dann vielleicht nicht mehr mag oder enttäuscht ist.