Let’s (pretend to) be positive..

Negative Gedanken einfach nur mit positiven zu überdecken mag eine Zeit lang klappen. Es mag klappen sich abzulenken, es mag klappen Sport zu machen, zu Essen, zu trinken.. Das kann im ersten Moment helfen oder zumindest ein bisschen was verbessern..
Aber tief im Inneren sind sie ja nicht einfach weg. Sie bleiben.

.. Und wollen gesehen und gefühlt werden. Das sollte man sich von Zeit zu Zeit auch erlauben, man sollte sie erleben. Sonst kann das hässlich ausgehen (Ich spreche da aus Erfahrung). Je mehr ich gegen meine gedrückte Stimmung angehen will, umso länger hält sie an, um so negativer lässt sie mich fühlen. Ich fühle mich schlecht, weil ich mich schlecht fühle.. Ich werde wütend oder verzweifelt, weil ich mich schlecht fühle.. usw.

Also sollte es zwischendurch mal die Möglichkeit geben, auch seine negativen Gefühle, die ja nicht so gerne von unseren Mitmenschen gesehen werden, auszudrücken. Man darf manchmal auch den Kopf hängen lassen,.. denn negative Gefühle bleiben, wie alle anderen Gefühle auch, nicht für immer. Sie gehen auch wieder vorbei, und dann kann man umso besser positiv starten.

Love is our home..

..Weil liebe Worte so wichtig sind! ❤

Als ich Anfang diesen Jahres mit diesem Blog begonnen habe, war mir zuerst nur wichtig, meine Gedanken irgendwie loszuwerden, nicht, dass es auch besonders viele lesen.

Ich hatte schon einige Bedenken, ob es überhaupt jemand lesen würde und habe mir eingeredet, dass es bestimmt nicht viele interessiert. Ich hatte anfangs das Gefühl „Was habe ICH schon Wichtiges zu sagen?!“

Mit der Zeit aber habe ich gemerkt, dass es doch ziemlich wertvoll ist, was ich hier so schreibe und das auch der Austausch mit anderen, die lesen und kommentieren ganz toll sein kann. Es kommt nämlich nicht immer nur Kritik, wie ich befürchtete.. Nein, es kommen warme, liebe, herzliche Worte, die gut tun. Die zum weitermachen aufmuntern.

Ich merke, dass ich einiges weitergeben kann. Ich merke, dass ich nicht unwichtig bin, dass ich nicht uninteressant bin.. Und das meine Worte und Bilder, meine Gedanken und meine Gefühle zählen, sie kommen irgendwo an. Bei euch, die, die das gerade lesen. Und ihr habt euch freiwillig dazu entschieden es zu lesen und tut es trotzdem! 😀

Ja, ich bin nicht so selbstbewusst, wie ich oftmals nach außen scheine. Auch ich hatte und habe eine Menge Zweifel. Doch, das was war, zählt nicht mehr. Ich freue mich auf jeden Tag, an dem ich mich weiter entwickele und es mir gut geht, an dem ich Glück, Dankbarkeit und Freude empfinde. Und Liebe. Mit Liebe geht alles so viel leichter und schöner..
Ich versuche jeden Tag das Glück in den kleinen Dingen zu sehen. Das es mir morgens wenn ich aufstehe gut geht und ich motiviert bin.

Mein Konfirmationsspruch, an den ich mich immer wieder gerne erinnere:

  1. Korinther,13 – Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. ❤

 

 

Lass es zu..

Ich habe keine Angst,
das zuzulassen, was da ist.

Ich habe keine Angst,
das zu erfassen, was wahr ist.
Ich fühl in mich hinein,
und kann alles ertragen.
Die Stille und die Sorgen,
das Heute und das Morgen.

Vorallem das Jetzt!

So schmerzvoll es auch sein mag,
ich werd nicht mehr verzagen.

Fühl ich in mich hinein,
und kann alles annehmen,
ist’s nur noch halb so schlimm,
ich werd mich nicht mehr ergeben.

Ich kann damit leben!

Und wenn ich alles zulass,
dann aber auch das Gute.
Ich finde meinen Kompass,
Mir ist ganz wohl Zumute.

Die Freude schürt ein Feuer,
voll Lebensenergie.
auf ins Abenteuer.
So froh war ich noch nie.

Mein Herz ist offen,
für alles was kommt.
Und wird es getroffen,
dann steht es das durch!

Kleinreden..

Es gibt jede Menge Dinge, bei denen ich mir selber einrede, dass ich sie nicht hinbekomme. Das zieht mich runter, macht mich klein. Natürlich klingen sie in meinen Gedanken immer ein wenig anders (situationsspezifisch) als ich sie aufschreibe, aber im Grunde ist die Basis die Selbe. Meist durch fehlendes Selbstvertrauen oder durch falsche Glaubenssätze, die ich in meinem bisherigen Leben so aufgeschnappt, eingetrichtert bekommen und verinnerlicht habe. Da wären z.B.:

  • ich kann das nicht schaffen; ich werde scheitern
  • ich verdiene keine Liebe/Anerkennung, bloß weil ICH ich bin
  • ich muss es anderen Recht machen, dann mag man mich
  • ich bin nichts wert, wenn ich nichts leiste
  • ich bin hässlich, sehe anders aus, deswegen lachen andere über mich
  • ich bin anders, deswegen kann ich nie dazu gehören und mich versteht keiner
  • ich bin Schuld daran, dass XY so ist wie es ist
  • ich bin nervig oder störend, unhöflich
  • ich darf mich jetzt nicht so fühlen, wie ich es grad tue
  • ich mache alles falsch

Damit soll Schluss sein! Ich weiß, das geht nicht so einfach, ich arbeite schon ein wenig länger daran und vermutlich sollte man auch niemals damit aufhören daran zu arbeiten. Anstatt mich oft in Gedanken damit zu befassen, was ich nicht gut kann, was eventuell schief gehen könnte, was andere über mich denken könnten und was die Gesellschaft von mir erwartet, nehme ich mir immer wieder bewusst vor, einfach mal aufzuzählen was ich aber trotzdem GUT kann oder mache!

  • ich kann mich gut ausdrücken, gut (und viel) reden
  • ich kann aber auch gut schweigen und zuhören
  • ich kann mich gut in andere hinein versetzen und deren Bedürfnisse wahrnehmen
  • ich kann mich selbst reflektieren
  • ich kann mich an kleinen Dingen des Lebens (besonders der Natur) erfreuen
  • ich kann mich für vieles begeistern, kann Freude bereiten
  • ich kann andere zum Lachen bringen
  • ich kann anderen dadurch das Gefühl geben, bei mir muss ihnen nix peinlich sein
  • ich bin offen für vieles Neues, Unbekanntes
  • ich bin verständnisvoll, empathisch und hilfsbereit
  • ich bin spontan und flexibel
  • ich bin herzlich und liebevoll
  • ich bin verantwortungsvoll und zuverlässig

Okay, an dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass das keine Stärkenbeschreibung wie in einem Bewerbungsgespräch werden soll, aber es fällt einem doch zuerst schwer, positive Dinge aufzuzählen, dann aber fallen einem plötzlich ganz viele Dinge ein.
Und jeden Tag kommen ein paar andere dazu, weiol jeder Tag eine neue Sichtweise bietet und man vielleicht eine neue Herausforderung meistert. Das ist auch gut so.

Love yourself the best you can. Even if no one else does.

Schwächen zeigen? Aus der Reihe tanzen!

Immer wieder kommt es mir so vor, als würde ich extrem viel Privates von mir schreiben und preisgeben. Wieso schreibe ich nicht mehr über unverfängliche Themen wie veganes Essen/Rezepte oder die (Um)Welt (obwohl auch das allein ja schon  reichlich Diskussion auslösen kann)?! Natürlich ist es leichter über die Politik, die Welt oder Bücher und Essen zu schreiben/reden als über sich selbst.. Der ganze Private Bereich hilft mir aber selber dabei, mich besser zu verstehen und zu verarbeiten was meiner Meinung nach zu verarbeiten ist. Es ist grad mal ein Bruchteil von dem, was tatsächlich alles zu mir gehört, zu meinem Leben, meiner Biografie.. Einiges davon stelle ich auch gerne etwas überspitzt dar. Ich mag auch Texte von anderen über dieses Thema. Ich finde es wichtig und gut, mit Aussagen zu provozieren, damit andere vielleicht mal aufschreien und sich angesprochen fühlen.

Es kommt mir wahrscheinlich nur so vor, besonders offen zu sein, weil man sonst in der heutigen Zeit eher weniger über solche Themen spricht oder schreibt. Und wenn man es dann mal tut, wird man angeguckt wie ein Auto bzw. steht dann alleine mit seiner Meinung und seinem Gesprächsbedarf da. Ich möchte mich nicht mehr dafür schämen müssen, was mit mir los ist und wie ich mich fühle. Denn all das gehört zu mir, ist ein Teil von mir und es mag auch eine Schwäche sein, weil ich nicht so „normal“ oder angepasst bin wie andere. Naja, sei’s drum, normal war und wollte ich eh nicht sein. Und darüber zu schreiben betrachte ich persönlich als Stärke. Aber das mag gerne jeder anders sehen.

Dennoch -ist es in unserer Leistungsgesellschaft nicht so, das man lieber darüber schreibt oder redet was man alles erreicht hat. Wie oft gibt es Ratgeber darüber, wie man besonders schnell erfolgreich wird. Ohne viel dafür zu tun. Höher, besser, größer, schneller, weiter, effektiver. Da kann doch gar nichts mehr schief gehen. Eltern- und Beziehungsratgeber, Fitness- und Ernährungstipps, Oder Wie man Glück erreicht.  Weil es nur darum geht?!
Auf Dauer wird das aber leider meist nix. Denn die Realität sieht anders aus, und jeder erlebt sie auch anders. Was macht man am besten gegen fehlendes Selbstwertgefühl, eine Depression oder eine Trennung? Ratgeber lesen ist da eher eine schlechte Alternative..

Und wenn man schon nicht finanziell erfolgreich ist, dann will man es wenigstens Privat. Eine tolle Beziehung führen, heiraten, Kinder kriegen, Mutter sein, Freundin sein.. wenigstens anderen helfen und ihnen gute Ratschläge geben. Hauptsache ich habe etwas, was mich nach außen hin gut wirken lässt. Ganz nach dem Motto: „Ich bin erstmal nichts wert, erst wenn ich nicht  für andere etwas geleistet habe“..
Und überhaupt, was mache ich wirklich mal für mich?  NUR für mich? Wie sehr achte ich auf mich, wie liebevoll gehe ich mit mir um? In Gedanken? Meist eher nicht so..

Aber nach außen! ist alles friede freude eierkuchen, trallafitti, mir geht es gut.

Sind wir nicht auch ständig bestrebt Harmonie herzustellen? Beim Weihnachtsessen mit der Familie,  was einen total ankotzt? Wenn ein(e) Freund(in) / Partner(in) irgendwie total daneben war, man aber keinen unnötigen Streit möchte. Ich für meinen Teil muss ganz klar sagen, ich war / bin es schon. Klar muss man nicht aus jeder Mücken einen Elefanten machen und so einen Streit herauf beschwören, aber alles runterschlucken ist hier auch nicht die Lösung. Sind wir bestrebt keine Fehler bzw. vieles richtig (gut) zu machen? Auch hier spreche ich mal von mir selbst und sage,ja, natürlich bin ich das. Gab ja auch nie ein Lob, wenn ich was verbockt habe. Das prägt sich so ein. Nicht über unsere eigenen Schwächen zu reden wurde uns doch quasi anerzogen.. Ob von den Eltern/Familie oder von der Gesellschaft.

Wo wird man mal aktiv dazu aufgefordert die ganze Sch**** (sorry) rauszulassen?
Wut rauslassen und abbauen ist ein zentrales Mittel um sich danach besser zu fühlen. Aber das wird uns ja meist als „Fehler“ oder Unpässlichkeit unterstellt. Ich bin generell ein kritischer Mensch und sehe auch die Gesellschaft in der wir leben mit kritischem Blick. Unter anderem als einen Grund dafür, warum immer mehr sogenannte psychische Krankheiten auftreten. Burn-out, Überforderung, Stress (natürlich ganz zuoberst als der Bösewicht schlechthin!). Aber da es ja ein allgemeines Problem ist, wird es natürlich auch anerkannt, es gibt ja mitlerweile auch vieles gutes von der Pharmaindustrie für unsere psychischen Leiden und Unannehmlichkeiten. Klar, der Markt profitiert davon.
Und wir? Wir streben weiter nach Aktionismus, Perfektionismus, wollen aber auch Anerkennung und Lob bekommen, sollten zudem nicht zu Egoistisch oder narzistisch sein. Schließt sich teilweise gegenseitig aus. Wir verlieren den Blick für das das Mögliche, was ist mit Realismus? Verlieren den Blick für uns selbst.. Schauen zu sehr auf das außen.

Überall treffen wir auf Tipps oder Regeln, tu dies nicht, mach das nicht, mach das so, oder lieber SO. Natürlich sind einige dieser Regeln nicht schlecht und erleichtern das Zusammenleben und den Umgang miteinander und der Welt, damit wir uns nicht dauernd die Köpfe einschlagen (Schaut man auf die ganze Gewalt in der Welt scheinen es einige aber immer noch nicht ganz verstanden zu haben). Aber manchmal muss man eben auch mal nicht alles so auf die Reihe bekommen. Man hat es nicht immer leicht, und darf auch mal scheitern. Man hat nicht immer schöne Dinge erlebt und jeder Mensch hat auch Bedürfnisse die befriedigt werden wollen. Alles auf einmal geht nicht.. Doch wie soll man sich dann noch trauen, sich etwas einzugestehen nicht geschafft zu haben?
Bei so vielen Ratgebern wurde noch keiner geschrieben wie z.B. „Die 10 besten Wege sich seine Schwächen einzugestehen“, oder?!