Klima-Camp „MOROPEL“

In dieser Woche (Mo-Fr) fand das Klima- und Gewässercamp MOROPEL in der Feldberger Seenlandschaft statt und ich durfte Teil davon sein, als Referentin für den Klimaschutz.

Aufklärung über klimafreundliche Ernährung, Konsum und Mobilität anhand von lebendigen Beispielen und tätig werden in Hinblick auf die Rettung der Moore.

Moorschutz und Klimaschutz hängen eng zusammen. Zum einen ist das Moor wirklich eine traumhaft schön anzusehende Landschaft, zum anderen ist in Mooren auch unglaublich viel CO² gespeichert, was bei der Torfgewinnung freigesetzt wird. Das muss nicht sein, deswegen tun wir etwas für den Erhalt der Moore.

Das Essen ist hauptsächich vegetarisch/vegan und es wird gezeltet, einfach in der Natur geschlafen. Was gibt es schöneres bei dem Wetter? Es ist heiß, ja, wirklich heiß und manchmal macht mir die Hitze auch zu schaffen, aber es ist aushaltbar und mit guter Laune und Abwechslung auch gut zu ertragen. Nur ein bisschen Schiss vor den Zecken habe ich ..

Wir alle können unseren kleinen Beitrag leisten die Welt zu verbessern, und ich freue mich, diese Möglichkeit zu haben.

Grüne Bohnen Salat

Grün, Grün, Grün sind alle meine Kleider…

Grün gehört zu einer meiner Lieblingsfarben. Grün ist alles was blüht und ich verbinde es mit Natur und frischer Luft und Glück. Kleeblätter sind auch Grün, genauso wie eines meiner Lieblingsgemüse im Sommer. Die grünen Bohnen, frisch bei meiner Oma aus dem fast eigenen Garten. Grün sind auch die ganzen Kräuter, die wir im Garten haben, und die jedem Gericht nochmal eine extra Note verleihen 🙂

Damit habe ich das Rezept heute mal ein bisschen abgewandelt:

Zuerst habe ich ca. 300g grüne Bohnen geputzt und gewaschen. Dann werden sie 10 Minuten in Salzwasser blanchiert. Sie sollten noch etwas Biss haben. Als nächstes über einem Sieb abschütten und dann mit kaltem Wasser abschrecken.

Dann gibt es dazu klassisch ein Essig-Öl-Dressing. 3 EL Apfelessig, 1-2 EL OlivenÖL und ich habe noch 2 EL Zitronensaft dran gegeben. Dann ein bisschen Sesammus (Tahin) dazu und getrocknete Minze und Petersilie. Zum Schluss nochmal Pfeffern und Salzen.

(Ja, ich weiß, normalerweise gehören noch fein geschnittene Zwiebeln an den Salat, für den Geschmack! ..aber die vertrage ich nicht so gut, also habe ich sie weggelassen.. 😉

grüne bohnen alat

So sieht er dann ja klassischerweise aus!

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SO sah meiner dann aus.. 🙂

Warum Vegan?

Warum ich mich vegan ernähre habe ich bestimmt schon zwei dutzend Mal erklärt, meist mit einem leicht genervten Unterton und oftmals hatte ich das Gefühl mich vor Kritikern rechtfertigen zu müssen. Ja, ich habe mich manchmal angegriffen gefühlt.
„Ist doch alles totaler Quatsch/Schwachsinn.“
„Das kann doch nicht gesund sein..“
„Es hat einen Grund, warum wir Menschen Fleischfresser geworden sind..“ usw.

Es scheint immer besonders schwer für nahe Angehörige oder Bekannte zu sein, solche Veränderungen zu verstehen und vorallem zu akzeptieren. Wirkliche Freunde akzeptieren es eher ist so meine Erfahrung.

Vegan ist für mich nicht nur eine Ernährungsweise. Es ist viel mehr für mich.

Es ist keine Entscheidung die ich aufgrund gesundheitlicher Faktoren getroffen habe.

Natürlich gibt es auch die Menschen, die umsteigen, weil sie abnehmen wollen oder es aufgrund von Erkrankungen machen, was ich auch absolut gut finde und befürworte!! Denn mit meiner veganen Ernährung kann man viele viele „Leiden“ beseitigen. Auch wenn man dann zunächst mal nur an sein eigenes Wohl denkt. Das ist ja auch überaus wichtig! Ich kann nur gut für andere sorgen, wenn es mir selbst auch gut geht, also geht die eigene Gesundheit vor.. 😉

Für mich hängt damit zusammen, dass ich eine unglaublich großes Herz für Tiere habe.
Ja, für alle Tiere. Ich ziehe keine Katze und keinen Hund einer Kuh oder einem Huhn vor.
Da kann mir jemand noch 100 mal erzählen, dass es Nutztiere sind.. Es sind Nutztiere, weil wir Menschen sie zu Nutztieren gemacht haben. Weil es Zeiten gab in denen wir auf die Tiere als Nahrung angewiesen waren. Die Zeiten haben sich allerdings drastisch geändert. Das ist keine Rechtfertigung dafür, dass es ok ist, es zu tun. Nur weil es halt „so ist und immer schon so war..“

Meine Psyche spielt da auch mit rein.. Ich kann kein Tier mit einem guten Gewissen essen. Da wird mir übel, da bekomme ich wirklich Bauchweh.. Selbst wenn es mir einmal geschmeckt hat, hat sich das drastisch geändert. Ich habe ein anderes Bewusstsein für das bekommen, was ich da esse. Ich esse ein Lebewesen. Ein Lebewesen was aufgrund der Massentierhaltung nichtmal die Möglichkeit hatte ein lebenswertes Leben zu leben. Lange Zeit habe ich mich vegetarisch ernährt und Milchprodukte in Bio-Qualität gekauft. Das wurde natürlich erstens irgendwann teuer (aber das hätte mich vermutlich nicht sehr gestört, ich habe es nur selten im Monat gekauft, sodass es mich nicht pleite gemacht hätte). Zweitens ändert es nichts an der Tatsache, dass den Milchkühen ihr Kalb weggenommen werden muss, damit die Milch der Lebensmittelproduktion zur Verfügung stehen kann. Das Kalb was die Kuh 9 Monate austrägt..Zu dem sie eine Bindung aufbaut, bei desses Geburt sie ebenfalls eine Art „Bindungshormon“ ausschüttet, wie auch wir Menschen es tun. Aber das Kalb wird ihr sofort weggenommen, damit es nicht zu einer Verstärkung dieser Gefühle kommt.Und dann ist die Milchproduktion angeregt und die Kuh gibt erstmal eine Zeit lang Milch. Wenn sie weniger gibt, wird sie wieder künstlich befruchtet, mit dem Sperma eines Zuchtbullen. Jedes Jahr aufs Neue, bis die Kuh irgendwann nicht mehr kann.

Das ist noch nicht Grund genug, hängt für mich der Aspekt Umwelt-/Klimaschutz ebenso damit zusammen. Wenn ich mir überlege wie viele Ressourcen dadurch verbraucht werden.. Nicht viele wollen erkennen und sich eingestehen, dass sich unser Essverhalten direkt auf das Klima und die Umwelt auswirkt.

Wasser, Energie, Dünger (Lachgas), Methangase…
Für ein Kilo Fleisch werden ca. 10 Kilo Pflanzenfutter gebraucht, das steht für mich in keinem Verhältnis.
Um ein Kilo Butter zu erzeugen entstehen 23,8 kg CO² !Von dem was von all den produzierten Lebensmitteln letztendlich weggeschmissen wird möchte ich gar nicht anfangen, ich kann nur sagen: „Zu gut für die Tonne!“

Es lohnt sich das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht immer allzu ernst zu nehmen, mal seine Sinne einzuschalten (anschauen, dran riechen, evtl. probieren..) und wenn man sich ausschließlich pflanzlich ernährt, muss man sich darüber eh viel weniger Gedanken machen, denn da ist das Risiko eine Lebensmittelvergiftung von z.B. verdorbenem Fleisch, Milch oder Ei zu bekommen quasi ausgeschlossen.. 😉
Beim Transport werden natürlich auch Unmengen an CO² ausgestoßen! Die Verpackung ist ebenso ein Makel.. Viel ist doppelt und dreifach in Plastik eingepackt.
Aus gutem Grund esse ich vorwiegend regionales, saisonales Gemüse. Am besten aus dem eigenen kleinen Garten oder vom Bauern um die Ecke. Gemeinsames Gärtnern ist auch eine tolle Alternative und bringt außerdem noch soziale Kontakte.. 😉

Das waren ein paar Gedanken die ich mal loswerden wollte, weil ich finde, dass man vieles davon gerne nicht bedenkt oder vernachlässigt.

Natürlich habe ich das alles nicht innerhalb eines Monats umgestellt, sondern es war ein längerer Prozess und man gewöhnt sich daran, fühlt sich einfach besser mit dem was man isst und kann es mehr wertschätzen. Letztendlich muss es natürlich jeder Selbst entscheiden, was er isst oder nicht, aber für mich kommt es nicht mehr „in die Tüte“ 😉

Dinkel-Pesto-Brot

Heute hatte ich mal wieder einen Anflug von Kreativität und dachte mir, was kann man wohl noch so schönes mit den selbstgemachten Pesto anfangen, außer es sich aufs Brot zu schmieren?! – Genau, es IN den Teig des Brotes geben!

Der Grundteig meines heutigen Backwerks sollte folgendes enthalten:

  • 250 g Dinkelmehr Type 630
  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 Päckchen Trockenbackhefe
  • 1 Prise Salz
  • 70 g Pinienkerne
  • 30 g Leinsamen
  • 50 g Pesto (in diesem Fall, mein Radieschengrün-Pesto)
  • 300ml warmes Wasser (oder Soja-/Butter- oder Kuh-Milch)

Dann einfach alle trockenen Zutaten erstmal gut miteinander verrühren, danach Wasser langsam hinzufügen und gut mit den Rührhaken eines Handrührgerätes verkneten.
Das Pesto habe ich dann am Ende noch untergerührt.

Nun muss der Teig ein wenig gehen. Ich ließ ihm dafür ca. 40 Minuten Zeit, formte es dann in gewünschte Form und ließ es nochmal 20 Minuten liegen.

Auf Rat eines guten Freundes habe ich das Brot diesmal nicht in einer Form gebacken, sondern nur einen Laib geformt und den dann aufs Blech gelegt, so ist es echt ein bisschen „auseinander“ gelaufen, aber wurde auch wesentlich schneller durch. WP_20160314 2

Bei 200° C hat es nur ca. 25-30 Minuten gebraucht, bis es oben schön braun war und eine knackige Kruste gebildet hatte. Auch innendrin war es schon gut.

Dann konnte ich natürlich auch nicht länger warten und habe direkt was von dem frischen warmen Brot probiert (nicht ohne mir fast die Finger zu verbrennen) abeeeeer, wooow!! es war soo lecker. Nichts geht über warmes selbstgebackenes Brot mit knuspriger Kruste! 😉

Hmm.. Selbstgemachtes Grünes Pesto!

Passend zum sonnigen Wetter heute und dem hoffentlich bald wirklich auch spürbaren Frühling habe ich mich auf den Markt begeben und frisches Gemüse gekauft. Unter anderem ein Bund Radieschen. Natürlich mitsamt Radieschengrün.

Da ich es zu schade zum wegwerfen finde, habe ich überlegt was sich daraus machen lässt. Auf Suppe oder Salat hatte ich nicht so Lust, außerdem ist es wirklich immer ziemlich viel grün was da dran ist.. Also habe ich mich dazu entschieden ein Pesto draus zu machen. Natürlich ohne Parmesan, dafür mit Nüssen, um einfach mal ein bisschen rumzuprobieren und siehe da; ich finde das Ergebnis wirklich wunderbar lecker.

Ich habe einfach folgende Zutaten in meinen Mixer geschmissen:

70g Radieschengrün, das frischeste was ich finden konnte, etwas kleingeschnitten
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
3 kleine Radieschen, fein gewürfelt
Salz (ich glaube es waren so 8-10g)
Pfeffer frisch aus der Mühle
2 EL Mandelmus, alternativ 30 g Mandeln
70ml Olivenöl

Dann einfach alles in ein kleines Gläschen geben und gut verschließen und im Kühlschrank aufgewahren. 🙂

Das gabs dann heute Mittag direkt zu meinen Nudeln, hmmmmmjam war das lecker! Ich weiß jetzt schon, das es wohl nicht lange halten wird, aber es gibt ja zum Glück bald wieder alles ganz frisch draußen, darauf freue ich mich wirklich schon ❤