Saubere Sache!

Gestern war der dritte Samstag im September. Wir hatten traumhaftes Wetter, die Sonne schien aufs Wasser. Es glitzerte herrlich. Viele Menschen waren da. Es erklang Musik, live wurde gesungen und Gitarre gespielt. Wir tanzen. Mein Herz tanzt. Es gab ein tolles veganes Buffet mit Reis, Kürbis, Salaten, Eintöpfen, Broten, Waffeln und Muffins.

Der dritte Samstag im September ist Coastal Cleanup Day. Das heißt, viele Menschen auf der ganzen Welt machen ab oder an diesem Tag die Küsten der Welt sauber. In unserem Fall war es zwar ein See, aber auch in und drum herum wurde fleißig sauber gemacht. Helfer allen Alters, Nationalität und Hautfarbe machten mit! Im letzten Jahr sammelten 800.000 Menschen weltweit mehr als 8.160 Tonnen Abfälle von Stränden, aus dem Meer, aber auch aus Flüssen und Seen. Das ist beeindruckend!

Auf der anderen Seite aber auch erschreckend, dass so viel Müll in der Natur landet. In unseren schönen Gewässern, an denen wir uns doch zu gern aufhalten und erfreuen. Aber nicht nur im Wasser, sondern auch in den Lebewesen die im und ums Wasser herum leben. Fische, Vögel, Delfine und Wale.. Plastik braucht mehrere (hundert) Jahre um sich zu zersetzen,.. von Plastiktüte (zerfällt nach 15-20 Jahren) bis hin zur PET-Flasche (450 Jahre) ist aber alles dabei. 300 Millionen Tonnen Plastik werden jährlich produziert, davon landen mehr als 10 Millionen Tonnen als Müll in den Ozeanen. Hinzu kommen Elektronik-, Metall- und Schrott-Teile, ebenso wie Fischernetze und ähnliches.

Bei all den Zersetzungsprozessen werden jedoch Giftstoffe frei, die wiederum schädliche Auswirkungen auf all die Lebewesen haben. Kleinster Mikroplastik landet so in den Fischen, die viele Menschen doch allzu gerne essen. Andere Tiere, wie Robben und Vögel, aber auch Schildkröten und Quallen oder Tintenfische verfangen sich entweder im Müll oder fressen ihn und können ihn nicht verdauen, sterben also daran.

Ganz schlimm finde ich persönlich noch all die Raucher, die ihre Kippenstummel ganz selbstverständlich aus dem Fenster oder in die Umgebung Schnipsen, so als würde das gar nichts ausmachen. Jedoch braucht diese 1-5 Jahre zum zerfallen, der Filter benötig dabei die längste Zeit. Und dennoch.. Wir sollten nicht mit ausgestrecktem Zeigefinger auf andere zeigen und sagen, Die sind doch aber Schuld. Sondern überlegen, was wir selber tun können. Jeder ist für sich und sein handeln Selbst verantwortlich.

Ich bin dankbar für solche Organisationen, die mit anpacken, um die Welt ein bisschen sauberer zu machen. Schließlich wollen wir uns doch an ihrer Schönheit erfreuen.

Aufgehoben

Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses direkt so befreiend anfühlen kann. Das letzte Mal als ich „das“ gemacht hatte ging es mir danach eher nicht so gut, weil ich das Gefühl hatte etwas Schreckliches getan zu haben. Wer kündigt schon gerne? Und dann noch eine Beschäftigung, von der doch so vieles abhängt. (Geld ist nicht alles, das habe ich auch eingesehen. Aber auch die Kontakte die man hatte) Diesmal jedoch war es ja etwas anders, denn es war von beiden Seiten so gewollt. Und ich fühle mich total erleichtert, mir fällt eine Last von den Schultern und ein Stein vom Herzen. Ja, ich habe wirklich super Laune! Frage mich gerade, warum ich diesen Schritt nicht schon etwas eher gegangen bin.. Aber man hat doch immer Angst vor so einer „Trennung“. Egal auf welcher Ebene, eine Trennung und ein Ende von etwas ist nie schön. Aber es öffnet auch die Tür für Neues und kann einem einiges an Gedanken und Befürchtungen oder auch Ärgernissen abnehmen. In diesem Falle nimmt es mir einfach eminen Schlafmangel, und darum bin ich auch sehr dankbar. Da ich doch seit einiger Zeit erstaunlich gut einschlafen kann ist mir der Schlaf heilig geworden. Das war vor einigen Monaten noch nicht so.. Aber man verändert sich ja ständig. Und so ist es eben gekommen. Ich finde es gut so wie es ist!

Es fühlt sich einfach frei an! Es gibt kein schöneres Gefühl, als sich von einer Last befreit zu haben, die unterbewusst immer da war, auch wenn man versucht hat sie weg zu schieben. Ich kann natürlich wirklich nicht für jeden sprechen, der sich in seinem Job nicht mehr wohlfühlt, denn für die meisten hängt deutlich mehr davon ab, als bei mir.  Aber bei anderen Dingen, mit denen man sich schon lange nicht mehr wohlfühlt, da lohnt sich manchmal der Schritt vielleicht etwas zu beenden oder einfach mal die Tatsachen offen legen und frei heraus sagen wie man es findet und das man sich doof damit fühlt. Danach fühlt man sich um Längen besser, ist vielleicht auch stolz auf sich selbst diesen Mut bewiesen zu haben und man hat etwas für sich selbst getan! Ja, nur für sich selbst. Worauf man selber wert legt. Egal was andere dazu meinen oder davon halten. Auch wenn es gesellschaftlich verpönt ist oder total risikoreich. Es lohnt sich doch! Und man würde es bereuen, wenn man es nicht tut.  Selbst ich habe mich schon oft gefragt, Mensch wieso habe ich dies und das nicht schon eher getan / ausgesprochen oder auch geändert.. Ja, weil man bequem ist und weil man doch auch irgendwie schon daran gewöhnt ist „zu leiden“. Es gibt doch immer was, was nicht richtig läuft, also erträgt man es lieber, anstatt etwas zu ändern. Dabei heißt ändern meist, dass es besser wird. Und wenn es besser werden soll, dann muss man neue Wege gehen. Denn auf den alten scheint es nicht mehr so rund zu laufen.. Für mich heißt es jetzt erstmal Urlaub!

Das heißt, auf mich gucken und das machen was mir Spaß macht. Spaß, so richtig Spaß und Freude hat man doch selten, denn meist will man damit etwas erreichen. Aber so soll es nicht sein, man kan aus Spaß an der Freude nackt durch die Wohnung tanzen wenn einen das glücklich macht. Man kann auf einem Konzert mal so richtig abrocken oder sich an spielen erfreuen, die man gerne spielt. So richtige Gesellschaftsspiele.. Gibt es leider viel zu wenig noch. Spieleabende.. auch ich habe da immer gerne mitgespielt, obwohl ich immer eine eher schlechte Verlierin war. Das hat sich aber auch etwas gebessert. Nun aber habe ich schon total lange nichts mehr gespielt. Hachja, Musik spielen, das geht immer noch, und dazu einfach tanzen. Sich bewegen. Mitsingen, mitfühlen. Das ist auch „Spiel und Spaß“, denn es geht dabei um nichts. Ich mache es einfach so.. Für mich!

Wie gerne würde ich Gitarre spielen können.. Vielleicht lerne ich es irgendwann noch..;)

 

 

Verantwortung übernehmen?!

Die Verschmutzung des Planeten ist nur die Spiegelung im Außen von einer psychischen Verschmutzung im Inneren, ein Spiegel für die Millionen von unbewussten Menschen, die keine Verantwortung für ihren inneren Raum übernehmen. Eckart Tolle

gefunden auf: Umweltverschmutzung — Das Leben – bunt wie ein Regenbogen

Sollte meiner Meinung nach einfach geteilt werden!

Kleinreden..

Es gibt jede Menge Dinge, bei denen ich mir selber einrede, dass ich sie nicht hinbekomme. Das zieht mich runter, macht mich klein. Natürlich klingen sie in meinen Gedanken immer ein wenig anders (situationsspezifisch) als ich sie aufschreibe, aber im Grunde ist die Basis die Selbe. Meist durch fehlendes Selbstvertrauen oder durch falsche Glaubenssätze, die ich in meinem bisherigen Leben so aufgeschnappt, eingetrichtert bekommen und verinnerlicht habe. Da wären z.B.:

  • ich kann das nicht schaffen; ich werde scheitern
  • ich verdiene keine Liebe/Anerkennung, bloß weil ICH ich bin
  • ich muss es anderen Recht machen, dann mag man mich
  • ich bin nichts wert, wenn ich nichts leiste
  • ich bin hässlich, sehe anders aus, deswegen lachen andere über mich
  • ich bin anders, deswegen kann ich nie dazu gehören und mich versteht keiner
  • ich bin Schuld daran, dass XY so ist wie es ist
  • ich bin nervig oder störend, unhöflich
  • ich darf mich jetzt nicht so fühlen, wie ich es grad tue
  • ich mache alles falsch

Damit soll Schluss sein! Ich weiß, das geht nicht so einfach, ich arbeite schon ein wenig länger daran und vermutlich sollte man auch niemals damit aufhören daran zu arbeiten. Anstatt mich oft in Gedanken damit zu befassen, was ich nicht gut kann, was eventuell schief gehen könnte, was andere über mich denken könnten und was die Gesellschaft von mir erwartet, nehme ich mir immer wieder bewusst vor, einfach mal aufzuzählen was ich aber trotzdem GUT kann oder mache!

  • ich kann mich gut ausdrücken, gut (und viel) reden
  • ich kann aber auch gut schweigen und zuhören
  • ich kann mich gut in andere hinein versetzen und deren Bedürfnisse wahrnehmen
  • ich kann mich selbst reflektieren
  • ich kann mich an kleinen Dingen des Lebens (besonders der Natur) erfreuen
  • ich kann mich für vieles begeistern, kann Freude bereiten
  • ich kann andere zum Lachen bringen
  • ich kann anderen dadurch das Gefühl geben, bei mir muss ihnen nix peinlich sein
  • ich bin offen für vieles Neues, Unbekanntes
  • ich bin verständnisvoll, empathisch und hilfsbereit
  • ich bin spontan und flexibel
  • ich bin herzlich und liebevoll
  • ich bin verantwortungsvoll und zuverlässig

Okay, an dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass das keine Stärkenbeschreibung wie in einem Bewerbungsgespräch werden soll, aber es fällt einem doch zuerst schwer, positive Dinge aufzuzählen, dann aber fallen einem plötzlich ganz viele Dinge ein.
Und jeden Tag kommen ein paar andere dazu, weiol jeder Tag eine neue Sichtweise bietet und man vielleicht eine neue Herausforderung meistert. Das ist auch gut so.

Love yourself the best you can. Even if no one else does.

Und wir sind auf der Suche..

.. Auf der Suche nach dem Wahren Selbst? Nach einem Sinn? Nach Liebe?
Wie selten gibt man schon wirklich zu, wie man selbst tief im inneren denkt und fühlt. Das sind solche intimen Gedanken und Bedürfnisse, das man sie ungern nach draußen lässt. Sie könnten doch verletzt werden, die tiefen Gefühle. Da hält man sie lieber in Schach. Gut versteckt hinter der Fassade, die nach außen hin weitesgehend akzeptiert ist. Immer beherrscht, nett und freundlich. Nur im sicheren Zuhause oder wenn wir ganz allein sind lassen wir diese Gefühle (wenn überhaupt) mal zu.

Perfektionismus ist nur eine Ausprägungsart davon. Wie oft setzen wir unsere eigenen Ansprüche zu hoch? Wie schmerzhaft die Einsicht, dass wir es nicht geschafft haben, oder niemals schaffen werden. Wieso eifern wir überhaupt solch unrealistischen Zielen nach?

Wir wollen besonders sein, und ständig was machen. Ein reges Treiben erfüllt die Städte. Hier zum Sport, da zum Meeting. Niemand hat mehr Zeit. Entspannung und nichts tun fällt schwer, wir könnten „unproduktiv“ scheinen. (Gut nur, dass Spa’s sich mittlerweile auch in der materialistischen Welt durchgesetzt haben. Wenn man also unmengen an Geld dafür ausgibt, sich einfach mal hinzulegen und nix zu tun, ist es legitim.)

In einer Leistungsgesellschaft geht es eben auch viel um Leistung, Arbeiten,.. stark sein und vermeintlich angepasst. Nur das zeigen, was andere sehen wollen. Um Anerkennung zu bekommen. Um sich darauf hin dann auch selbst annehmen zu können.
Was tut man nicht alles, um sein Selbstbild aufrecht zu erhalten. Und was könnte die Kritik in einem auslösen? Würden wir versuchen diese kritisierten, vermeintlich „unpässlichen“ Eigenschaften loszuwerden? Naja, loswerden ist vielleicht zu hart. Einfach verstecken. Wie das mit kleinen Pickelchen im Gesicht auch gemacht wird. Einfach abgedeckt. Dann kann auch niemand mehr darauf hinweisen.

Und trotzdem gibt man leider noch zuviel darauf, was andere sagen. Dass das nicht immer der Wahrheit entsprechen muss, geht an uns vorbei. Wer über uns urteilt tut das doch oft aufgrund von Unkenntnis. Wer kennt uns schon, wenn wir es nichtmal selbst tun?

Wer kann unser Selbst bestätigen, wenn nicht wir selbst? Uns immer Bestätigung von außen zu holen ist auf Dauer sehr anstrengend und führt unweigerlich zum Ausbrennen. Burn-out. Fast schon das neue Unwort des Jahres. Oder so ähnlich..

Und dennoch bleibt man hungrig. Ja hungrig im wahrsten Sinne des Wortes, denn oft werden vermeintliche Lücken im Leben mit Essen gefüllt. (Ich selbst kann mich davon nicht frei sprechen..) Aber dennoch. Der Hunger bleibt. Die Suche nach etwas, das unbefriedigt bleibt.

Es schadet doch nicht, hin und wieder die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen. Es ist keine Schande, wenn man erkennt, dass man vielleicht einfach durch dieses fleißige Agieren und Streben, Wetteifern und sich grandios fühlen über irgendetwas hinweg kommen möchte. Einsicht ist bekanntlich der erste Weg zur Besserung. Und auch wenn sich Schmerz nicht schön anfühlt, ist er manchmal erst nötig damit es danach besser wird.

Ich möchte nicht ein Leben lang einer Illusion hinterher laufen, eine Maske tragen und etwas in der Welt suchen, was mir diese Welt aber niemals geben wird, weil ich es nur in mir Selbst finden kann.

 

 

 

 

Nimm mir die Luft zum Leben..

Leben,

Akzeptanz,

und Anerkennung:

Solange du die Maske trägst,

bist du OK.

Normalität!

Sobald du Gefühle zeigst,

tanzt du aus der Reihe, OHJE!

Realität?

Nicht mehr gesellschaftsfähig.

Wie soll ein Mensch leben ohne Gefühle?

Das ist wie eine Pflanze ohne Licht.

Sie wird eingehen. Verkümmern.

Innerlich leer.

Lautlos.

Bild: http://wallis.traumzeitmomente.de