Regenwetter und dicke Mandeln

Heute ist mal Zeit für Jammern. Das Wetter ist mies, passt ja, da bleibe ich lieber im Bett..

Wolkenverhangener Himmel und ein Wechsel von Niesel- und Starkregen. –Ich mag Regen.

 

Gestern fing es schon an, dass ich mich müde und schlapp gefühlt habe und irgendwie schon wieder so ein komisches Gefühl in meinem Hals hatte. Keinen richtigen Appetit und eine kribbelige Zunge, ein Anzeichen, dass da was kommt..

Und die etzte Mandelentzündung ist gar nicht mal so lange her, vor 2 Monaten genau. Am 04.07. Das weiß ich noch ganz genau, weil am 06.07. meine beste Freundin und auch meine Oma Geburtstag hatten und ich beide nur ganz kurz angerufen habe, weil Sprechen nicht so ideal war. Damals habe ich es auf die Nachtschichten, den Prüfungsstress und andere Stresszustände geschoben, aber diesmal?!
Nun schon wieder ähnliche Symptome, der Hals sitzt zu, kann und will am liebsten gar nicht schlucken..Habe keinen Appetit und mag schon gar nichts warmes essen oder trinken. Das nervt mich, denn meine Sorge ist, kraftlos zu werden und Gewicht zu verlieren.

Die Frage: „Warum schon wieder Ich?“ beantworte ich mir einfach mal damit, dass alles seinen Sinn und seinen Grund hat. Und ich akzeptiere das Kranksein. Es hält mich von einigen Dingen ab, zwingt mich, ruhig zu bleiben und wenigstens kann ich lesen und Musik hören. Auch nett.. Dennoch lässt mich die Sorge nicht los, das irgendwas mit meinem Körper nicht stimmt, da ich so anfällig bin für Krankheiten.

Es gab Zeiten, in denen war ich verdammt froh und stolz darauf, dass ich laaaange Zeit nicht krank war und nichts hatte. Habe mich immer gewundert, warum die Leute in meinem Umfeld so oft krank sind und anfällig, und mich insgeheim gefreut, dass es mich nicht trifft. Vermutlich ist das nun die Rache dafür.. 😀 Wer weiß.

Ich habe mich um 11 Uhr aus dem Bett gequält und fühle mich gerade ziemlich alleine und unwohl, was kein schönes Gefühl ist, aber Gefühle können auch nicht immer schön sein.

Ich wünsche euch trotzdem einen schönen Sonntag, hoffe ihr habt besseres Wetter und seid gesund 🙂

Let’s (pretend to) be positive..

Negative Gedanken einfach nur mit positiven zu überdecken mag eine Zeit lang klappen. Es mag klappen sich abzulenken, es mag klappen Sport zu machen, zu Essen, zu trinken.. Das kann im ersten Moment helfen oder zumindest ein bisschen was verbessern..
Aber tief im Inneren sind sie ja nicht einfach weg. Sie bleiben.

.. Und wollen gesehen und gefühlt werden. Das sollte man sich von Zeit zu Zeit auch erlauben, man sollte sie erleben. Sonst kann das hässlich ausgehen (Ich spreche da aus Erfahrung). Je mehr ich gegen meine gedrückte Stimmung angehen will, umso länger hält sie an, um so negativer lässt sie mich fühlen. Ich fühle mich schlecht, weil ich mich schlecht fühle.. Ich werde wütend oder verzweifelt, weil ich mich schlecht fühle.. usw.

Also sollte es zwischendurch mal die Möglichkeit geben, auch seine negativen Gefühle, die ja nicht so gerne von unseren Mitmenschen gesehen werden, auszudrücken. Man darf manchmal auch den Kopf hängen lassen,.. denn negative Gefühle bleiben, wie alle anderen Gefühle auch, nicht für immer. Sie gehen auch wieder vorbei, und dann kann man umso besser positiv starten.

Danke für…

..ALLES!

Diesen Tag, diese Menschen, dieses Wetter, meine Gefühle, meine gute Laune, mein Glück..Heute ist mal wieder einer der Tage, an denen ich allen Grund habe, Danke zu sagen!
Ich habe, wenn ich an Ende jeden tages überlege, jeden Tag Grund dazu, irgendjemand oder irgendetwas zu danken. Aber heute möchte ich es einfach mal wieder Aufschreiben und mit euch teilen!

Ich bin heute dankbar dafür, dass ich aufgrund schlechter Träume schon so früh wach war, nämlich um 6:35 Uhr. Und somit einen wunderschönen klaren Morgenhimmel betrachten konnte, der sich kurz danach mit Wolken zuzog.
Außerdem war ich direkt erstmal dankbar, dass ich keinen Mückenstich hatte, denn heute Nacht war eine Mücke in meinem Zimmer. 😀

Ich bin dankbar dafür, dass ich heute morgen in Ruhe Yoga machen konnte und wirklich einmal die Stille genießen konnte. Sonntags morgens um 7 ist eine herrlich ruhige Zeit. Ich habe mir eigentlich kaum Gedanken über den Tag gemacht, habe nicht geplant was ich mache oder mit wem. Ich wollte alles auf mich zukommen lassen.

Ich bin dankbar, für den Spaziergang den ich heute richtig genießen konnte, ich hatte Glück mit dem Wetter, es hat nur einmal ganz kurz geregnet. Ich habe während des Waldspaziergangs laut gesungen und mich frei gefühlt, dann plötzlich traf ich unsere ehemaligen Nachbarn (sie haben mich aufwachsen sehen und 16 Jahre nebenan gewohnt), die auf einer Bank saßen und sogar meinen Gesang gehört haben, was mir erst kurz etwas peinlich war, aber sie haben sich mit mir gefreut. Richtig schön! 🙂 Wir haben uns lange lange unterhalten und sie haben mir soviele positive Worte auf den Weg gegeben. Dass sie an mich glauben, und das ich alles richtig gemacht habe bisher, dass sie der Meinung sind ich werde meinen Weg weiterhin gehen. Einfach so viel Positives. Das war schön!! Darüber freue ich mich jetzt gerade immer noch.

Dann habe ich mich mit unserem neuen Nachbarn lange unterhalten, der mir viel über seine Auslandsreisen erzählt hat, was total interessant war. Und sein Sohn hat mit Stockrosensamen geschenkt, die ich sofort danach in die Erde gesteckt habe und dann kam auch schon wie bestellt der Regen! 🙂 – wie passend.

Ich habe mir dann spontan überlegt aus einer Laune heraus einen Kuchen zu backen und entschied mich für eine Katalanische Vanilletorte, die ich in meinem großen Backbuch gefunden habe. Da waren soooo viele tolle Bilder drin von Kuchen und Torten und Muffins und was nicht alles. Leider sehr wenig bis gar nichts veganes, aber mitlerweile weiß ich ja, wie man was ersetzen kann und finde immer Alternativen.

Ich hatte spontan überlegt, nicht vielleicht den Kuchen runter zu bringen, zu unseren neuen Mietern, denn es war viel los, viele Autos standen auf dem Hof. Und als hätte ich es geahnt, hatte sie tatsächlich heute Geburtstag. Und sie ist so eine Liebe, so eine nette Person, wirklich, ich habe mich gefreut, dass sie so gut drauf ist und sie hatte selber noch so viel Kuchen übrig, dass wir (meine Schwester und ich) uns dann auch noch was mit hoch genommen haben. Ich bin einfach generell dankbar für all die Personen, die heute eine Weile mit mir zusammen den Tag verbracht haben. Personen, die ich gerne habe, meine Schwester, meine Oma, mein Papa. Ja, viel zu selten sage ich dafür Danke, dass ich sie bei mir haben darf! ❤

Dankbarkeit ist toll! Es fühlt sich gut an, die Zeit mit solch positiven Gedanken zu füllen!

Probiert es aus, wofür seid ihr heute dankbar ?

 

Vergangenes

Aber dennoch kommt mir der Liedtext immer noch so aktuell vor.

Doch eines weiß ich jetzt, Gefühle unterdrücken sollte ich nicht mehr. Das tut mir nicht gut, oh nein, das tut weh. Das kommt hoch. Gefühle lassen sich nicht einfach so wegdrücken.

Damals, also als 14/15 jährige, habe ich dieses Lied rauf und runter gehört.. Manchmal mit Tränen in den Augen. Habe mich gefühlt als wäre ich in der Opfer- und Verliererrolle.

 

Hör auf dein Herz..

… und tu das, was du für richtig hältst.

Das, was sich für dich gut anfühlt.. Was du schon immer mal machen wolltest, dich aber nicht getraut hast oder es vielleicht nicht alleine machen wolltest..

Probier es aus, wage neues und vertraue darauf, dass es gut wird! Und denke dabei an dich!
Allen anderen kannst du es sowieso nicht recht machen, und nur du entscheidest, was du heute machen willst, jetzt gerade in diesem Moment… (auch wenn es schwer ist, denn mir wurde z.B. beigebracht, dass es egoistisch ist, nur an sich zu denken..)

Versuche das „Ich sollte lieber… tun“ abzuschalten. Dieses „sollte“ ist eine Erwartungshaltung die andere an dich haben, nicht du selbst..

Finde heraus, wie oft du gedankliche Sätze mit „sollte“ vor dich hin denkst.. Und dann frag dich, WIESO sollte ich?
Für mich immer wieder wichtig die Frage: „Wieso sollte ich den Erwartungen meiner Familie entsprechen?“ oder „Wieso sollte ich (….) nicht tun?“

Ich hoffe ihr hattet einen schönen Sonntag und habt getan, wozu ihr Lust hattet! ❤

Liebe ist alles…

..Alles was wir brauchen, lass es Liebe sein.. (Das sang schon Rosenstolz..)

So viele Musiker, Dichter oder Schriftsteller schrieben/schreiben über die Liebe!

Und auch ich könnte es jeden Tag aufs Neue laut heraus rufen, in diesem Fall gerne auch so oft wie es geht mit euch teilen..

Mit Liebe geht alles so viel einfacher, die Welt sieht auf einmal viel bunter aus. Mit Liebe ist vergeben möglich. Wunden heilen.. Ich nehme mal an, jeder von uns war einmal im Leben mindestens total verliebt oder ist es gerade. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Auf einmal sieht die Welt ganz anders aus.. Man empfindet längst verschwunden geglaubte Freude an den kleinen Dingen der Welt. Man sieht alles nicht so eng. Auch an Regentagen scheint die Sonne..Um uns, In Uns.
Liebe fühlt sich gut an, gibt ein neues Selbstgefühl, lässt Ängste zum Teil ein wenig kleiner werden, vorallem Liebe von Menschen, die wir auch lieben. Wenn wir uns selbst jeden Tag ein kleines bisschen Liebe geben können, werden wir gelassener und weniger selbstkritisch

Liebe ist..

  • .. ein (wunderbares) Gefühl
  • .. Vertrauen
  • .. Zuneigung
  • .. Wohlfühlen
  • .. schmerzhaft
  • .. manchmal schwierig
  • .. unentbehrlich
  • .. menschlich
  • .. aber auch nicht zu erzwingen.

Impressionen – Handyfrei, Meditation und Musik

Wie frei man sich fühlen kann, wenn man doch nur mal etwas abseits vom ganzen Trubel der Stadt und der Menschenmengen sein kann. Einfach in der Natur, ohne Handy, ohne Whatsapp!, ohne Internet, ohne Google, Facebook, Youtube und auch ohne diesen Blog.

Ich dachte ja zuerst, dass mir das schreiben fehlen wird, aber ich schreibe ja nicht nur hier, sondern auch privat für mich, in mein kleines Tage- oder Gedanken-Buch. Und das hatte ich natürlich dabei. Und somit habe ich dort einfach einiges aufgeschrieben was mir auf der Seele lag. Zitate und Sprüche gesammelt und viele positive Gedanken, die mir anderen Menschen mit auf den Weg gegeben haben.

Alles in allem war er super befreiend, das Handy aus zu lassen (ich hatte unbeabsichtigt sogar mein Ladekabel nicht einmal dabei, somit blieb mir nichts anderes übrig, als es aus zu machen und nur einmal am Tag drauf zu schauen, ob es vielleicht einen Anruf oder eine SMS von der Familie gab). Ich kann es nur jedem empfehlen solche Tage oder Wochen einzulegen, da das unglaublich befreiend sein kann. Für mich war es so, dass ich mich tatsächlich mehr auf mich selbst konzentrieren konnte. Und das tat wahnsinnig gut!

Ich hatte zudem die Möglichkeit jeden Morgen zu Meditieren, 10 Minuten lang und es wurde angeleitet. Ich war erst etwas skeptisch, weil ich dachte, dass mir das nicht so gut gelingen wird. Und es ist mir auch am ersten Tag nicht so gut gelungen. Aber beim zweiten Mal wurde es schon besser und ich konnte mich darauf einlassen. Wie alles im Leben, muss man erstmal neue Dinge kennen lernen und sich vorallem darauf einlassen. Loslassen und sich dem was passiert hingeben. Ja, auch das zulassen gehört dazu und damit habe ich mich immer sehr schwer getan. Zulassen von Gefühlen und Gedanken, die hochkommen, während man einfach so still dort sitzt. Aber wenn man sich mal ganz auf sich selbst besinnt, auf die eigenen Empfindungen, auf die eigenen Gefühle und den Körper, dann kann das auch eine sehr befreiende Erfahrung sein, wie ich feststellen durfte. Ich werde mal dran bleiben und das weiterhin versuchen. Ob geführt durch ein Video oder eine CD, oder einfach nur für mich allein, mit meinen Gedanken. Durch meinen Körper reisen, Spannungen wahrnehmen, Wärme spüren, Kribbeln.. Was auch immer hoch kommt, ich nehme es wahr.

Ein weiteres Highlight im Urlaub war das Essen!! ❤ Es gab veganes/vegetarisches Buffet. Und ich hatte das Gefühl ich bin quasi im Paradies. Das ist das schöne am Urlaub, man muss nicht selber kochen, man muss nichts abwaschen, man muss nichts einkaufen… Allein diese Tatsache empfand ich schon als unglaublich befreiend. Aber dann war es auch noch so unfassbar lecker!! Es gab Unmengen an Obst von Morgens 8 Uhr an zur freien Verfügung und davon habe ich mir auch immer ordentlich viel für den ganzen Tag mitgenommen. Von Müsli mit allen möglichen Zutaten (Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Kokosraspeln, Kürbiskerne, Datteln, Äpfeln, Rosinen) und Milch / Drinks (Soja-, Reis-, Dinkel- und Hafermilch) bis hin zu verschiedenen Brotsorten mit tollen Aufstrichen (Marmeladen, Chashew- und Erdnussmus, diverse Gemüseaufstriche) und Sojajoghurt bzw. biologischer Naturjoghurt war alles dabei was man sich für ein gutes Frühstück wünschen kann.

Die warmen Mahlzeiten waren aber eben so ausgewogen. Es gab immer eine Beilage wie z.B. Vollkornreis, Nudeln, Hirse, Bulgur oder Kartoffeln und dann eine Gemüse Beilage, z.B. gedämpftes Zucchini-Möhren-Fenchel-Gemüse oder Süßkartoffeln und Möhren, Paprika oder Aubergine, Kürbis und Avocado. Alles was das vegane Herz begehrt. Und jede Mengeeee frische Salate. Rote-Beete, Möhren, Gurken, Reis-Salate und dazu die passenden veganes Dressings. Zitronen konnte man sich selbst frisch auspressen und Gewürze konnte man nach Belieben nachnehmen. Das war wiederrum ein Highlight, denn ich liebe ja Gewürze ❤

Wäre das nicht genug, habe ich sogar noch eine tolle Künstlerin Live erlebt und mit gefühlt 200 anderen Menschen zu ihrer Musik getanzt und mitgesungen und einfach nur mitgefühlt!! Ich liebe Musik, ich kann da immer total gut bei entspannen und mein Herz quasi mal drauf einlassen, all das zu fühlen was hochkommt und was gefühlt werden möchte.. Es war toll..

Am Ende habe ich mich noch kurz mit ihr unterhalten und mich bedankt für diese tolle Musik die sie macht und mit uns teilt/geteilt hat. Ich war total erfüllt von Freude und Dankebarkeit! Das war wirklich toll. Ich glaube so gut habe ich mich lange nicht gefühlt 🙂

Geschlafen habe ich die erste Nacht nicht so gut, da ich erstmal ankommen musste, aber das kenne ich auch schon. In der zweiten und dritten Nacht hatte ich aber dann so lebhafte, intensive und tolle Träume, und habe richtig gut geschlafen! Ich war auch in der Lage meine Gedanken mal ein bisschen besser zu sortieren. Das tat unfassbar gut. Und jeden Tag meinen kleinen Glückszettel, den ich gezogen habe und mich an jedem Tag begleitet hat. Auch eine schöne Sache!

Wieder zurück – mit einem kleinen Zitat

Frisch aus dem Urlaub zurück und jeden Tag habe ich einen kleinen Zettel an der Rezeption gezogen. Ein kleiner „Glückskeks“ sozusagen. Ein Zettel hat mich besonders beschäftigt:„Was auch immer auftaucht an Gefühlen, Gedanken, Objekten, ist beobachtbar, das heißt, es wird von etwas anderem gesehen. Was ist das, was beobachtet?“   – Mooji

In diesem Sinne lasse ich jetzt erstmal noch die Woche „nachklingen“ und wünsche euch ein schönes Wochenende!

Unter anderen..

Oft habe oder hatte ich besonders wenn ich mit anderen zusammen war das Gefühl nicht rein zu passen oder anders zu sein. (Ja vielleicht hängt es damit zusammen, dass die Anderen eben auch anders sind..) Dennoch überkamen mich sehr oft diese Gedanken ich sei besonders „anders“. Irgendwie unpassend. Irgendwas gab es doch immer was sie an mir störte. Manchmal sagten sie es mir, oder teilten es mir deutlich unterschwellig mit.

Ich habe mir auch oft eingeredet, dass die Eigenschaften, die jemand schonmal vorher an mir nicht gut fand, nun neue Leute stören könnten.. Obwohl es nichtmal unbedingt so war. Aber zu fragen traute ich mich auch nicht.
Ich habe es manchmal versucht bei irgendwelchen Gruppen Anklang zu finden, aber das ging meist nach hinten los. Denn in Gruppen fühlte ich mich einfach nur saaaau unwohl. Lieber waren mir einzelne Menschen, aber auch da stieß ich immer an meine Grenzen.

Und redete mir bei der nächsten Gelegenheit ein, dass sie mir sicher absagten, weil sie nichts mehr mit mir zu tun haben wollten. Oder aber ich hatte Angst von ihnen verletzt zu werden oder verraten. Also zog ich mich dann zuerst zurück. Ich wollte keine Ablehnung erfahren, Kritik auch so gut es ging vermeiden. Eine Zeit lang floh ich einfach von jeder noch so „nahen“ Beziehung, aus Angst etwas zeigen zu müssen, was bisher als negativ gesehen wurde. Von anderen… Nicht von mir selbst. Ich mag meine Gefühlswelt. Ich freue mich über jede Situation, in der ich diese Gefühle zeigen kann, offen und unverhüllt. Einfach weil sie raus müssen und ich damit auch kein Problem habe. Eben nur meist meine Mitmenschen. Man könnte vielleicht einharken, dass ich mir einfach immer nur die falschen Personen gesucht habe, mit denen ich zu tun hatte. Ja, das mag sein. Es waren eben diese Menschen, die gemerkt haben, „Hey, die passt sich auch an!“ – Ja, ich habe mich oft für andere versucht zu verändern oder anfangs verstellt. Das war nicht gut, wahrlich nicht. Das ging auch nur für eine begrenzte Zeit, lang hielt ich das nicht aus..
Lang hielt ich es nicht aus immer nur bei anderen zuzuhören, aber von mir selbst nicht viel Preis zu geben. Denn das war sehr auslaugend. Und wer hört mir auch mal zu, wenn ich ein Anliegen habe? Ich hatte zu wenig Vertrauen.. In andere, und in mich selbst. Am liebsten machte ich Dinge eben einfach mit mir alleine aus, denn ich weiß ja wie ich ticke, ich kenn mich. Und ich kann mich, manchmal, akzeptieren. Nicht immer, und oft denke und dachte ich auch, dass ich mein Leben verfehlt habe und es irgendwie… nicht mag. Hassen klingt immer so hart, aber es wahr wohl eher eine Hass-Liebe. Ein Schwanken zwischen oben und unten. Und nie die Mitte finden.. Nie die passenden Leute finden.. So dachte ich immer. Na dann muss ich halt allein klar kommen, war mein Entschluss. Aber so ganz das gelbe vom Ei kann das auch nicht sein, immerhin sind wir soziale Wesen..!

Oft fragte ich mich: Wie erkenne ich das ich unter den richtigen Leuten bin?

Erkenne ich es daran, dass wir gemeinsame Interessen haben? Naja, gemeinsame Interessen in einer speziellen Hinsicht ist schonmal sehr viel wert und hilft gemeinsame Gesprächsthemen zu finden. Aber eben meist nur auf 1 oder 2 Bereichen. Tierschutz, Vegan ernähren, die selbe Musik hören, gleiche Hobbies / Sportarten betreiben.

Das sind auf jeden Fall schonmal gute Anhaltspunkte. Jedoch heißt das noch lange nicht, dass man dann auch zusammen schöne Momente erlebt. Sich vertraut. Ja, einfach etwas anvertrauen will. Lange Zeit hatte das bei mir einen sehr hohen Stellenwert. Aber auch das hat sich geändert, als ich gemerkt habe, wie gut es tun kann, relativ fremden Personen einfach persönliche, emotionale Dinge über mich zu offenbaren, und zwar direkt am Anfang des Kennenlernens. So kannte sie schonmal einen großen, wichtigen Teil von mir, und wurden nicht später davon überrascht. Und ich musste nichts mehr verstecken oder überlegen, wann ich jetzt noch mehr preisgeben kann /darf..
Das tut gut, darüber nicht nachdenken zu müssen. Ich lege Gedanken oder Emotionen offen, die eventuell den einen oder anderen abschrecken können. Das ist vielleicht auch ganz gut so. So trennt sich vielleicht „die Spreu vom Weizen“ und nur die Menschen hören oder lesen was ich zu sagen habe, die es wirklich wollen. Ich will das ja niemandem aufzwingen. Auf diese Weise ist auch niemand auf einmal „verwundert“, was denn noch so für Seiten in mir stecken.. Und ich muss auch kein schlechtes Gewissen haben, jemandem mit meinem Innenleben zu belasten. Indem ich zuerst meine manchmal als negativ gesehenen Seiten offenbare und zeige, kann ich doch umso mehr mit positiven Dingen überraschen.. Die gibt es nämlich auch zu genüge! Und es heißt ja auch bei weitem nicht, dass jeder Tag gleich ist. Und alle Gedanken in ein und die selbe Richtung verlaufen.

Nein, aber ich sollte nicht zuerst nur das vermeintlich positive und „tolle“ zeigen, um anderen Menschen zu gefallen und um akzeptiert zu werden. Ich will mich nicht (mehr) verstellen (müssen), denn so kann ich ja selbst nie akzeptieren wie ich bin. Und daran arbeite ich nach wie vor und bin über jeden Fortschritt dankbar 🙂
Es ist klar, dass ich nicht von heute auf morgen abstellen kann, was andere Leute von mir halten und ob sie mich vielleicht ablehnen, aber ich kann besser damit umgehen lernen.. Und ich mache mir keine Vorwürfe mehr, dass ich doch besser aufhören sollte mir Sorgen darüber zu machen, was andere nun von mir denken, denn so einfach wie es gesagt ist, ist es leider nicht getan. Jemand der das nicht kennt hat vielleicht leicht reden, aber ich weiß auch, das es vielen so geht oder ergangen ist. Und weniger werden es so offen aussprechen, was ja auch O.K. ist. Das muss jeder selbst wissen. Mir jedenfalls tut es gut, alles aufzuschreiben oder offen auszuzsprechen. Das KInd beim Namen zu nennen.. Und dann schreit es auch nur noch halb so laut.. 😉

Sicherheit

Nach langer Nacht,
nun endlich aufgewacht.

Erlebte doch keinen Traum,
nur lang erträumtes Vertrauen..

Hab Farben gesehen,
um die Wahrheit zu verstehen;
komplett neu geboren,
und dabei nichts verloren.
Vielmehr noch gewonnen.

Um frei zu sein,
nur ganz mit mir allein.

Sicher geführt,
mit Ruhe; Akzeptanz
zu Vergangenem entführt,
keine Spur von Distanz.

Angenommen, Angekommen.
Ohne jede Erwartung,
doch mit viel Hoffnung.