Was macht das Leben lebenswert?

Vielleicht kann man das schlecht auf eine einzige Sache beschränken, dennoch:

Für mich sind es die Auf und Ab’s die das Leben lebenswert machen.

Die Momente in denen man sich riesig freut, aber auch die, in denen man mal heult.
In denen man glücklich und dankbar ist, aber auch manchmal total enttäuscht.
Sind es nicht beides Emotionen, die unseren Körper und unseren Geist verbinden..?!

Es ist nicht das schwingungslose vor sich hin dümpeln, sondern das bemerkenswerte wachrütteln, durch welches man merkt, wie sehr Mensch man doch ist.
So herrlich unperfekt und seinen Gefühlen manchmal hemmungslos ausgesetzt.
Der Grund warum wir auf der Erde sind, und nicht auf einer Wolke durch den Himmel schweben.

Ohne die hätte man doch nichts, was man erzählen könnte, nichts, auf das man stolz sein könnte, oder an das man sich mit einem breiten Grinsen oder Kopfschütteln erinnert.. Das Leben wäre langweilig ohne Missgeschicke und mögliche Gewinne oder Erfolge..

Was macht für euch das Leben lebenswert?

Keine Motivation

Nach diesem schönen Wochenende und den tollen Erfahrungen, gefällt es mir ganz und gar nicht, dass mich der Alltagstrott wieder einholt und die Hochschule wieder los geht. Mir fehlt einfach die Motivation, ich habe keine Lust… Und das passiert mir nicht so häufig. Vorallem weil ich ein Mensch bin, der meist weiß „was sich gehört“ und dann dementsprechend handelt..

Ich fühle mich schlecht / nicht wirklich wohl dabei, wenn ich Dinge so „schludern“ lasse. Also habe ich mir angewöhnt, mich dadurch zu quälen.
Habe nicht auf meine eigenen Bedürfnisse geachtet und einfach gemacht, was von mir erwartet oder verlangt wird.

Ich bin sicher der eine oder andere kennt dieses Phänomen nur zu gut.

Sind nicht schließlich viele von uns so erzogen worden, dass das Leben kein Ponyhof ist, kein Zuckerschlecken.. Dass man sich dadurch boxen muss, auch wenn es keinen Spaß macht..?!

Ja, aber warum eigentlich?
Ich frage mich das Selbst gerne mal, bohre genauer nach.. und stoße dann darauf, dass es mir einfach so anerzogen wurde von klein auf. Von der Schule, Eltern und Großeltern und sonstigen Mitmenschen, denen man Gehör geschenkt hat und als kleines Kind geglaubt hat. Ein Hoch auf die Sozialisation, Yeih!

Aber das Leben muss nicht immer hart und ungemütlich sein, Nein! Es ist schön und man kann frei Wählen. Für sich selbst wählen. Wählen was gut tut.. (Wo ich direkt schon bei an die Wahlen in Amerika denke…Auf das Ergebnis möchte ich gar nicht weiter eingehen)

Ich kann wählen, was ich wirklich möchte, und nicht nur das tun, was ich sollte

Verlustangst

Du bist da und

ich fühl mich wohl.
Die Welt ist schön,
ich bin echt froh..
Dich getroffen zu haben.

Will dir gefallen,
so wie ich bin;
doch ich selbst sein,
kann ich nicht.

Zu groß die Sorge,
es passt dir nicht,
was du siehst,
was ich zeige,
was ich sage..

Mit Eifer werbend,
süchtig nach dir.
Verlangen, Macht,
macht was mit mir..

Und jedes Mal,
wenn du gehst,
ist da die Angst,
es könnt für immer sein..

Und jedes Mal,
wenn du gehst,
genieß ich deine
Lippen auf meinen..

Es könnt der letzte sein.

Sonntag – Morgen – Gedanken

So oft ich daran denke es zu tun, tue ich es doch nicht..
So oft ich Dinge aussprechen will, wage ich es nicht..

Hab oft gedacht, ich werde nicht verstanden.
Vielleicht habe ich mich nur nicht richtig zu verstehen gegeben?

Es sind nicht immer die anderen Schuld,
sondern ich selbst kann Herrin meiner Lage sein.
Ich habe einen freien Willen und kann entscheiden, was ich will
und was ich nicht (mehr) will. Jeden Tag neu. Heute, und morgen, und übermorgen.

Wann habe ich mich wirklich ohne Bedingungen geliebt und angenommen gefühlt?
Und warum nicht? War es die Schuld der anderen oder entstand die Barriere zuvor in meinem Kopf? Wer gab mir das Gefühl, nicht liebenswert zu sein?
Und wieso habe ich es nicht geschafft, diesen Personen zu sagen, wie ich mich fühle?
Was gewesen ist, kann ich nun nicht mehr rückgängig machen, aber im Jetzt
kann ich all das sagen, was in mir vorgeht, was ich denke, was ich fühle, wovor ich Angst habe, was ich vermute und was ich befürchte. Es gibt kein Falsch, es gibt kein Richtig.

Es gibt nur das, was meine Sicht der Dinge ist, und die ist wichtig! Für mich.

Denn wenn ich es nicht selbst tue, wer tut es für mich?

Wenn ich nicht an mich glaube, was bringt es mir dann, wenn es andere tun?

Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch die Liebe ist die größte unter ihnen. 1. Korinther 13,13

Two hearts –

– zwei Herzen,
magnetische Anziehungskraft.

nur fühlen, nichts sagen;
– sagenhaft.

so zart die Haut,
die Finger berührt,
so weich der Blick,
dein Lachen verführt.

Zärtlich,
und doch ganz klar
kaum ängstlich;

– zu schön um wahr
zu sein?

 – – –

für’s Sein,

Danke ich dir.
Du trägst mich,

du führst mich,
du nährst mich,
durch dich seh ich,
durch dich fühl ich; –
mich vollkommen.

Dich lieb ich,
dich brauch ich;dich halt ich
immer bei mir.

Wundervolles Wochenende.

Die letzten drei Tage waren sehr anstrengend, aber auch sehr schön. Das erste Oktoberwochenende hatte schon einiges an Eindrücken, Spannung und Emotionen dabei. Der Stress wurde durch eine Menge Dankbarkeit, die ich letztlich verspürt habe, und durch einige schöne Gespräche und Momente ausgeglichen. Auch die Magenschmerzen hatten ihre Berechtigung, haben sie mich doch auch irgendwie an das viel zu reichhaltige und sehr knoblauchhaltige Essen erinnert 😉

Es gab unter anderem auch selbstgebackenes Dinkel-Vollkornbrot in verschiedenen Variationen für alle fleißigen Helfer. Das Rezept dazu wird die Tage noch folgen..

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Wir haben die letzten drei Tage damit verbracht, von ca. 40 Apfelbäumen von ortsnahen Streuobstwiesen und daraus resultierenden 2,5 Tonnen Äpfeln aller Sorten ca. 1000 Liter feinsten Apfelsaft zu pressen. Und zwar alles von Hand. Die Flaschen wurden per Hand vorgespült, Äpfel wurden gewaschen, es wurde fleißig geschreddert und gepresst, dann eingekocht und zugeschraubt, schließlich in Kisten verpackt 🙂

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Abgerundet wurde alles von einem atemberaubenden Sonnenuntergang und einer warmen Badewanne. Goldener Oktober.. ❤

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Zusammenhalt

Stehst du allein da?
Ist die Verzweiflung groß?

Verwirrt, Ziellos.

Wer ist da?
Wer spendet Trost?

Im Körper ein Schmerz,
die Seele betrübt,
klar denken – unmöglich,
weil Kummer auf dir liegt.

Irgendetwas stimmt nicht,
wer gibt dir ein Licht?

Wenn es nicht mehr schlimmer werden kann,
was hast du dann zu verlieren?

Wenn du nichts mehr zu verlieren hast,
kannst du nur gewinnen..

Halte noch Ausschau,
hab stets Verlangen
und halt nicht fest,
an dem was vergangen.

Denn ich geb dir Halt,
Steh dir bei, halte dich
und deine Hand.
Steh zu dir und fühle,
was du fühlst.

Ich bin bereit, – ab jetzt
gehen wir zu zweit.

Schließen die Augen,
um zu merken, was real ist
Schließen die Augen,
denn sonst sehen wir es nicht.

Bis wir spüren, dass da Licht ist.
dass alles doch richtig ist.
dass alles in dir ist,
tief in uns.