Angst vor der Zukunft..

Oder ist es die Angst aus der Vergangenheit?

Die ich auf die Zukunft projiziere, weil ich mich in der Vergangenheit schon einmal so gefühlt habe, wie ich erwarte, wie es sich in der Zukunft wieder anfühlen könnte?

Heißt es denn, nur weil es einmal schlimm oder schmerzlich gewesen ist, dass es das wieder sein muss?! Was kann Ich jetzt gerade daran ändern, dass es das nicht mehr wird?

Hmmm.. Zuviele „unsichere“ , „eventuell mögliche“ Dinge. Ich weiß doch noch gar nicht wie es kommen wird, wie ich mich fühlen werde, oder?

Ich male es mir nur aus, und die Art, wie ich es mir ausmale ist negativ.

Also drehen wir das ganze mal um und… Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn alles positiv klappen würde. Wenn ich meinen Vortrag innerhalb der Zeit fertig bekomme, wenn ich meine Ängste überwinde und alle Unterlagen zusammen bekomme, die ich brauche..

Einfach mal aufhören, das Schlimmste zu erwarten, kurz durchatmen.. und Positiv Denken, über Dinge, die noch nicht einmal passiert sind..

Brainstorming..

Ich habe mir kürzlich diese Frage gestellt: „Warum bin ich hier?“

  • ..um das anzunehmen was kommt
    ..um ganz einfach jeden Tag in seiner Fülle zu genießen
    ..um Spaß, Freude und großes Glück zu erleben
    ..um die Sonne auf meiner Haut und den Wind in meinem Gesicht zu spüren
  • ..um Schmerzen zu fühlen, Trauer zu empfinden
    ..um neue Menschen kennenzulernen und sie auch wieder gehen zu lassen
    ..um Angst zu haben, und sie zu überwinden..
    ..um enttäuscht zu werden
  • Ich bin hier um zu lachen und zu weinen!
  • ..um die Welt zu sehen, zu reisen, Abenteuer zu erleben
    ..um zu träumen, und an meine Träume zu glauben
    ..um zu Handeln und
    ..Fehler zu machen
    ..um verletztlich zu sein
  • ..um stark zu sein, nach Misserfolgen wieder aufzustehen
    ..um anderen Hoffnung und ein Lächeln zu geben
    ..um zu helfen, zu unterstützen
    ..eine gute Freundin sein
  • ..um mich zu bewegen, wenn ich mich danach fühle,
    ..um mir selbst was Gutes zu tun
    ..um meine Fähigkeiten zu entdecken und sie zu nutzen
    ..um dankbar zu sein

    ..um anders zu sein!

  • ..um zu lernen, um auszuprobieren..
    ..um zu versuchen, das Leben zu lieben.
  • Und schließlich, um zu lieben, und geliebt zu werden!

Verlustangst

Du bist da und

ich fühl mich wohl.
Die Welt ist schön,
ich bin echt froh..
Dich getroffen zu haben.

Will dir gefallen,
so wie ich bin;
doch ich selbst sein,
kann ich nicht.

Zu groß die Sorge,
es passt dir nicht,
was du siehst,
was ich zeige,
was ich sage..

Mit Eifer werbend,
süchtig nach dir.
Verlangen, Macht,
macht was mit mir..

Und jedes Mal,
wenn du gehst,
ist da die Angst,
es könnt für immer sein..

Und jedes Mal,
wenn du gehst,
genieß ich deine
Lippen auf meinen..

Es könnt der letzte sein.

Lustlos und unmotiviert..

Foto: Hansestadt Lübeck im Herbst ❤

..habe ich mich am Wochenende gefühlt. Schon einige Tage her, dass ich den letzten Beitrag verfasst habe, dachte ich mir. Irgendwie hatte ich viele Ideen, habe viel erlebt in der letzten Woche, viel Schönes und viel Neues, was ich gerne mit euch teilen wollte. Aber ich konnte mich auch nicht aufraffen den Laptop einzuschalten. Viel zu sehr habe ich mal das komplette allein sein und abgeschottet von der Außenwelt sein genoßen.

Auch das ist wichtig. Und ich bin ja deswegen nicht gleich weg und verschwunden. Ich lasse nur eben nichts von mir hören. Und das ist ok so..
Das beziehe ich nicht nur auf die Blog-Welt, sondern das kann man auch im Realen Leben wieder finden. 😉 So ist es zum Beispiel auch mit Freundschaften, in denen man sich sogar manchmal ein paar Wochen lang nicht hört, schreibt, geschweige denn sieht. Ich musste mich nach meinem Umzug erst daran gewöhnen. Das gleiche ist es mit der Familie. Manchmal hören wir einige Tage nichts von einander. Aber ändern tut sich deswegen an unserer Beziehung zueinander nichts. Im Gegenteil, es tut manchmal sogar gut, diese Tage Abstand zu haben. Man geht sich nicht auf die Nerven, man fängt an sich sogar zu vermissen und man schätzt die Gespräche dann viel mehr.

Abstand und eine Weile Pause kann echt gut tun, um sich mal wieder auf sich selbst besinnen zu können. Nicht ständig auf dem neuesten Stand sein, kann befreiend wirken. Sich nicht jeden Tag zu melden, in was für einer Beziehung auch immer, kann meiner Meinung nach Vertrauen schaffen. Einerseits in die Person, dass sie auch ohne „meine Anwesenheit“, mein Dasein oder meine Worte ihr Leben gut alleine meistert, aber auch in die Beziehung, nämlich, dass man daran glaubt, dass sie trotzdem weiter bestehen wird, trotz fehlendem täglichen Kontakts.

Schade, dass das nicht in allen Bereichen des Lebens so ist in dieser schnellebigen Zeit.
Bei vielen Dingen ist es wichtig, ständig präsent zu sein, oder ständig up to date und da will man voneinander hören.. Ähnlich ist es bei allem, was im Internet so abläuft, da bin ich teilweise ganz schön überfordert, was hier und da gerade so neu passiert ist.. und was man unbedingt wissen, lesen, oder sich anschauen sollte. Ich sag mal so, eine Zeit lang habe ich das mitgemacht und bin vielen trends gefolgt, bis ich gemerkt habe, dass mir das eigentlich gar nicht liegt, ich mich damit nicht wohlfühle und mir das viel zu viel Info ist. Dennoch habe ich die Vermutung, vorallem da ich regelmäßig hier blogge, würde ich mich nicht mehr regelmäßig mit Beiträgen melden, wäre ich wahrscheinlich schneller als mir lieb ist „abgeschrieben“.. Weil es dann ja nichts Interessantes, Neues zu lesen gäbe.. So denke ich zumindest.
Ich bin aber froh, wenn ich auch mal ne Woche die Tasten und Finger still halten kann..

Überzeugt mich gerne vom Gegenteil oder erzählt mir eure Meinung dazu.. 🙂

Sonntag – Morgen – Gedanken

So oft ich daran denke es zu tun, tue ich es doch nicht..
So oft ich Dinge aussprechen will, wage ich es nicht..

Hab oft gedacht, ich werde nicht verstanden.
Vielleicht habe ich mich nur nicht richtig zu verstehen gegeben?

Es sind nicht immer die anderen Schuld,
sondern ich selbst kann Herrin meiner Lage sein.
Ich habe einen freien Willen und kann entscheiden, was ich will
und was ich nicht (mehr) will. Jeden Tag neu. Heute, und morgen, und übermorgen.

Wann habe ich mich wirklich ohne Bedingungen geliebt und angenommen gefühlt?
Und warum nicht? War es die Schuld der anderen oder entstand die Barriere zuvor in meinem Kopf? Wer gab mir das Gefühl, nicht liebenswert zu sein?
Und wieso habe ich es nicht geschafft, diesen Personen zu sagen, wie ich mich fühle?
Was gewesen ist, kann ich nun nicht mehr rückgängig machen, aber im Jetzt
kann ich all das sagen, was in mir vorgeht, was ich denke, was ich fühle, wovor ich Angst habe, was ich vermute und was ich befürchte. Es gibt kein Falsch, es gibt kein Richtig.

Es gibt nur das, was meine Sicht der Dinge ist, und die ist wichtig! Für mich.

Denn wenn ich es nicht selbst tue, wer tut es für mich?

Wenn ich nicht an mich glaube, was bringt es mir dann, wenn es andere tun?

Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch die Liebe ist die größte unter ihnen. 1. Korinther 13,13

Die Geschichte vom kleinen Tiger – oder – Du bist was du glaubst zu sein

Gestern schaute ich den Film „The Jungle Book“. Eine Neuverfilmung vom altbekannten Disney – Film von 1967, auf deutsch „Das Dschungelbuch“.

Der kleine Mogli, der als „Findelkind“ im Dschungel gefunden wurde, wächst unter Wölfen auf. Er gehört zum Rudel dazu und das Rudel erwartet auch, dass er sich wie ein Wolf, nicht wie ein Mensch, verhält. Doch als es im Dschungel Ärger mit dem Tiger Shir Khan gibt, muss Mogli das Rudel verlassen und es folgt eine spannende Reise durch den Dschungel, bei der er immer wieder auf Herausforderungen stößt, aber auch neue Freunde findet. Eigentlich soll er ins Menschendorf zurückkehren, doch Mogli ist mutig und entschließt sich für einen anderen Weg.. Schließlich macht er sich indirekt auf die Suche nach seiner wahrer Bestimmung und findet heraus was in ihm steckt.

Analog dazu passt die Geschichte vom Kleinen Tiger

,,Es war einmal ein kleiner Tiger, dessen Mutter gleich nach seiner Geburt gestorben war. Eine Herde Schafe, die in der Nähe weidete, hatte sich seiner angenommen und nahmen ihn bei sich auf.

So wurde aus dem kleinen Tiger zwar bald ein großer und stattlicher Tiger, aber er benahm sich wie ein Schaf. Er fraß Gras, blökte wie ein Schaf und suchte den Schutz der Herde. Obwohl tief in ihm die Kraft eines Tigers schlummerte, glaubte er fest daran, ein Schaf zu sein.

Nun schlich sich eines Tages ein alter Tiger an die Schafherde heran, um eines von ihnen zu reißen. Als er den jungen Tiger inmitten all der Schafe grasen sah, wollte er seinen Augen kaum glauben. Er jagte zu ihm hin, packte ihn am Nackenfell und schleppte ihn zu einer Wasserstelle.

Der alte Tiger bestand darauf, dass der junge Tiger sich sein Spiegelbild im Wasser anschaute. Und da stellte er fest, dass er in Wirklichkeit kein Schaf war, sondern ein Tiger! In diesem Moment brach ein gewaltiges Brüllen tief aus seinem Inneren hervor und er erkannte endlich seine wahre Natur.“

Ich finde beide Geschichten stellen ähnliches dar. Wenn du denkst, du bist „jemand“ bestimmtes, dann verhältst du dich auch dementsprechend. Mit unseren Gedanken über uns selbst kreieren wir unser vermeintliches Selbst und alles was damit zusammenhängt, unsere Realität. Das was uns von klein auf gesagt wird, nehmen wir erstmal für voll..
Meist macht man sich dadurch kleiner als man ist und redet sich negative Dinge ein. Diese Geschichten motivieren dazu, herauszufinden und dann auch zu zeigen, was in einem steckt.

Es zeigt, dass es keine Rolle spielt, wo oder wie man aufgewachsen ist, man kann trotzdem seine individuellen Potentiale entfalten. Man sollte seine Stärken nicht unterdrücken, nur weil sie anderen „nicht passen“, man sollte keine Angst haben. Denn wer mutig ist und an sich glaubt, der kann VIELES schaffen!

Nur weil man in einer Gesellschaft oder Familie aufgewachsen ist, die vielleicht nicht so kreativ oder künstlerisch begabt ist, die kein Interesse an Wissenschaft oder Ähnlichem hat, heißt das nicht, dass man es nicht selbst entfalten oder in sich haben kann.

Alles in allem fand ich auch den Kino-Film sehr gut gemacht/animiert und er ist wirklich empfehlenswert. Ich gehe selten ins Kino und wenn ich einen Film gut finde, dann weil er mich fesselt, gefühlvoll ist und eine gute, tiefgründige Botschaft vermittelt.

 

Bild: Von Walt Disney Pictures – Extracted from http://www.wdsmediafile.com/media/thejunglebook/writen-material/thejunglebook56fdc80574156.pdf, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49572715

Geschichte: http://www.engelbrecht-media.de/s_weisheitsgeschichten.html

 

 

Nichts bereut.

Durch Höllenfeuer gegangen,
Den Sturm bezwungen.
Die Berge dennoch erklommen,
den Fluss durchschwommen.

Bereue nicht,
die scheinbaren Fehler die du siehst;
sie machten dich zu dem,

was du heute bist.
Was du „dich selbst“ nennst.

Bereue nicht,
was du nicht ändern kannst.
Schaue nach vorne und sieh,
was du draus lernen kannst.

Lass los,
was längst nur noch Gedanke,
der dich hält an dem,
was du nicht haben willst.
Lass los,
was längst geschehen,
und bloß Erinnerung.

Bereue nichts,
nicht den gestrigen Tag,
nicht das vergangene Jahr.
Nicht die Dinge, die nicht getan.

Pack sie einfach heute an!