Aufgehoben

Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses direkt so befreiend anfühlen kann. Das letzte Mal als ich „das“ gemacht hatte ging es mir danach eher nicht so gut, weil ich das Gefühl hatte etwas Schreckliches getan zu haben. Wer kündigt schon gerne? Und dann noch eine Beschäftigung, von der doch so vieles abhängt. (Geld ist nicht alles, das habe ich auch eingesehen. Aber auch die Kontakte die man hatte) Diesmal jedoch war es ja etwas anders, denn es war von beiden Seiten so gewollt. Und ich fühle mich total erleichtert, mir fällt eine Last von den Schultern und ein Stein vom Herzen. Ja, ich habe wirklich super Laune! Frage mich gerade, warum ich diesen Schritt nicht schon etwas eher gegangen bin.. Aber man hat doch immer Angst vor so einer „Trennung“. Egal auf welcher Ebene, eine Trennung und ein Ende von etwas ist nie schön. Aber es öffnet auch die Tür für Neues und kann einem einiges an Gedanken und Befürchtungen oder auch Ärgernissen abnehmen. In diesem Falle nimmt es mir einfach eminen Schlafmangel, und darum bin ich auch sehr dankbar. Da ich doch seit einiger Zeit erstaunlich gut einschlafen kann ist mir der Schlaf heilig geworden. Das war vor einigen Monaten noch nicht so.. Aber man verändert sich ja ständig. Und so ist es eben gekommen. Ich finde es gut so wie es ist!

Es fühlt sich einfach frei an! Es gibt kein schöneres Gefühl, als sich von einer Last befreit zu haben, die unterbewusst immer da war, auch wenn man versucht hat sie weg zu schieben. Ich kann natürlich wirklich nicht für jeden sprechen, der sich in seinem Job nicht mehr wohlfühlt, denn für die meisten hängt deutlich mehr davon ab, als bei mir.  Aber bei anderen Dingen, mit denen man sich schon lange nicht mehr wohlfühlt, da lohnt sich manchmal der Schritt vielleicht etwas zu beenden oder einfach mal die Tatsachen offen legen und frei heraus sagen wie man es findet und das man sich doof damit fühlt. Danach fühlt man sich um Längen besser, ist vielleicht auch stolz auf sich selbst diesen Mut bewiesen zu haben und man hat etwas für sich selbst getan! Ja, nur für sich selbst. Worauf man selber wert legt. Egal was andere dazu meinen oder davon halten. Auch wenn es gesellschaftlich verpönt ist oder total risikoreich. Es lohnt sich doch! Und man würde es bereuen, wenn man es nicht tut.  Selbst ich habe mich schon oft gefragt, Mensch wieso habe ich dies und das nicht schon eher getan / ausgesprochen oder auch geändert.. Ja, weil man bequem ist und weil man doch auch irgendwie schon daran gewöhnt ist „zu leiden“. Es gibt doch immer was, was nicht richtig läuft, also erträgt man es lieber, anstatt etwas zu ändern. Dabei heißt ändern meist, dass es besser wird. Und wenn es besser werden soll, dann muss man neue Wege gehen. Denn auf den alten scheint es nicht mehr so rund zu laufen.. Für mich heißt es jetzt erstmal Urlaub!

Das heißt, auf mich gucken und das machen was mir Spaß macht. Spaß, so richtig Spaß und Freude hat man doch selten, denn meist will man damit etwas erreichen. Aber so soll es nicht sein, man kan aus Spaß an der Freude nackt durch die Wohnung tanzen wenn einen das glücklich macht. Man kann auf einem Konzert mal so richtig abrocken oder sich an spielen erfreuen, die man gerne spielt. So richtige Gesellschaftsspiele.. Gibt es leider viel zu wenig noch. Spieleabende.. auch ich habe da immer gerne mitgespielt, obwohl ich immer eine eher schlechte Verlierin war. Das hat sich aber auch etwas gebessert. Nun aber habe ich schon total lange nichts mehr gespielt. Hachja, Musik spielen, das geht immer noch, und dazu einfach tanzen. Sich bewegen. Mitsingen, mitfühlen. Das ist auch „Spiel und Spaß“, denn es geht dabei um nichts. Ich mache es einfach so.. Für mich!

Wie gerne würde ich Gitarre spielen können.. Vielleicht lerne ich es irgendwann noch..;)