Ein Jahr neigt sich dem Ende zu..

.. ein Neues steht in den Startlöchern und bringt viel Veränderung mit sich.
Und wer auf den Zug aufspringt, der in eine neue Richtung abfährt, der wird es nicht bereuen. Denn viel Veränderung ist nötig, und das entscheidet jeder für sich selbst. Aber es gibt sicher Momente im Jahr 2016 die dazu angeregt haben, etwas verändern zu wollen. Und wann wäre da ein besserer Zeitpunkt als zum neuen Jahr hin.
Also verabschieden wir das alte Jahr voll Dankbarkeit und lassen uns auf all das ein was im neuen Jahr auf uns zu kommen mag und lassen uns mitreißen.. von dem Strom, dem bildlichen frischen Wasser, mitnehmen von dem Zug, in neue Gebiete, neue Länder.. Neue Erfahrungen!

Change..

Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.

Mahatma Gandhi

Wenn ich so recht überlege, dann habe ich in den vergangenen Jahren meistens versucht, etwas außerhalb von mir zu verändern, in der Hoffnung, dann wird schon alles besser..

Meine Eltern, Freunde, Beziehungen, Arbeitsverhältnisse und noch vieles mehr..

Jedoch ist es meist so, dass man im Inneren zuerst gelassener oder ruhiger werden muss oder etwas akzeptieren, mit etwas besser umgehen sollte, damit es sich tatsächlich bessert.

Nunja, im Alltag ist das nicht immer so leicht, da man oftmals in seinen Mustern schon so festgefahren ist, dass es viel Übung kostet, etwas zu ändern. Vorallem seine Denkmuster, die dazu noch schwere zu entlarven sind, weil man sie (meist) nur selbst mitbekommt, da andere nicht in unsere Köpfe schauen können.. Aber mit viel Übung und einer Protion Achtsamkeit kann das Stück für Stück gelingen.

Ich wünsche mir, irgendwann die Veränderung zu sein, die ich mir auch für die Welt wünsche. Ich kann damit anfangen, die Liebe und Freundlichkeit zu verbreiten, die ich mir so oft auch von meinen Mitmenschen wünsche.. Ich kann verzeihen und weniger wütend oder verärgert sein.. Und ich kann mich selber mehr schätzen, in der Hoffnung, andere tun es dann auch.. Schaden kann es jedenfalls nicht 😉

Jetzt hör mich mal zu…

Heute Morgen bekam ich eine Nachricht die ungefähr so begann: „Ich glaube, es ist egal was ich mache, wie sehr ich mich auch bemühe, ich werde immer nicht gut, hübsch oder schlank genug sein. Auch wenn ich mich dem Mainstream anpassse und nur auf die Bedürfnisse der anderen achte werde ich trotzdem niemals „gut“ genug sein..“

Das hat mich ziemlich schockiert und auch selbst ein wenig aufgerüttelt. War ich es doch, die bis vor kurzem noch ähnlich von sich selbst gedacht hat.. (aber dennoch nie ausgesprochen hat)

Meine Anntwort darauf habe ich sowohl an die Person, als auch ein wenig an mich selbst gerichtet: „Was redest du denn da?! Nun hör mich mal zu! Wenn du für jemanden (wer auch immer das sein mag) in seinen Augen nicht gut genug bist, dann hat dieser jemand dich zu allererst gar nicht verdient. Hat es nicht verdient, dass du dich überhaupt um ihn bemühst. Zweitens hat er oder sie überhaupt nicht das Recht dazu, dich zu bewerten oder indirekt abzuwerten. Denn wenn diese andere Person nicht sieht, wie viel Liebe in dir steckt, dann hat sie scheinbar ein sehr sehr kleines Bewusstsein. Und es liegt nicht an dir! Du musst dich für niemanden verändern, nur um zu gefallen! Denn du bist toll so wie du bist, ich finde dich Klasse genau SO wie du eben bist und dass du eben nicht bist wie viele andere. Das macht dich aus und das ist dein Platz auf dieser Welt! <3“

Ich glaube, solche Worte hätten mir damals auch ganz gut getan von anderen zu hören.. Nun ja, nun kann ich sie zu mir selber sagen und mir damit Selbst ein bisschen Vertrauen zusprechen.

Schluss mit Frustig!

Vor einem Jahr hätte ich mir noch nicht ausmalen können von Zuhause auszuziehen.
„Weit“ weg von Freunden und Bekannten und von der Familie. (Obwohl weit in meinem Fall auch nur 500km waren) Irgendwie was Unbekanntes Neues zu wagen kam für mich eher weniger in die Tüte.. Denn das birgt ja Risiken. Und ich hatte einige, nicht gerade kleine Ängste wenn es um diesen Schritt ging. Werde ich Freunde finden? Schaffe ich das Studium bzw. ist es überhaupt das Richtige? Werde ich das finanziell alles hinkriegen? Suche ich mir einen Nebenjob? – Naja im Endeffekt halt viele Frage die die äußeren Gegebenheiten betreffen. Aber auch persönlich gesehen hatte ich in vielerlei Hinsicht Schiss..
Was ist, wenn die Ängste dadurch noch schlimmer werden? Wie gehe ich mit neuen Personen und vorallem unbekannten Situationen um? Finde ich einen Weg damit es endlich besser wird?

Ich kann am heutigen Tag nur sagen, es ist mir um einiges besser ergangen und leichter gefallen als ich gedacht habe. Dazu will ich jetzt auch nicht jede einzelne Frage beantworten, sondern bin einfach im Ganzen zu dem Schluss gekommen, dass der Umzug für mich das Beste war, was ich machen konnte, da es Zuhause sicherlich auch nicht besser geworden wäre. Auch weil ich hier anfangs wirklich niemanden kannte, ergab sich die Möglichkeit einen Neustart zu wagen. Außerdem hatte ich auch nie groß ein Problem damit neue Leute kennen zu lernen. Ich hab es mir halt nur nicht mehr zugetraut…

Nur eine große Frage habe ich mir dann doch gestellt, und die muss dann auch gleich beantwortet werden: Was ist das Schlimmste was mir passieren kann? – Das Schlimmste wäre, dass ich es total schrechklich finde,ich meine Freunde/Familie und alles so stark vermisse und ich noch mehr Ängste habe als vorher.
Für den Fall, dass es dann so gekommen wäre, wäre ich einfach wieder nach Hause zurück gegangen. Ganz einfach..

Also hat mir diese letzte Frage eigentlich am meisten gebracht, denn so wusste  ich, ich habe immer die Option offen wieder zurück zu gehen. Denn dort würde ich mit offenen Armen emfangen werden.

Im Grunde war ich ja eh schon ziemlich relativ weit unten angelangt mit meinem Selbstwertgefühl und auch sonst so. Ängste, negative Gedanken und Gefühle die nicht aufhören wollten. Aber wenn man sich darauf versteift, dass sie dauernd da sind, verschwinden sie erst Recht nicht. Also wusste ich, ich darf bloß nicht in Selbstmitleid versinken. Nicht daran denken, dass meine Situation so doof ist und sich eh nicht ändern wird. Nichts ist für immer –  Es mussten also ein paar drastische Veränderungen her um mit mir und meiner Situation besser und positiver umzugehen.
Ich hatte beschlossen mutiger sein zu wollen, einfach mal was machen, wovor ich „Angst“ hatte. Als sei es noch nicht mutig genug einfach mal umzuziehen… Meine Freunde und Familie fanden das schon, ich selber sah es mehr als Flucht und letzte Chance und bezeichnete es deswegen nicht als mutig, sondern eher als feige. Diese Einstellung musste zuerst geändert werden. Natürlich war es mutig von mir, mich einfach so in etwas ganz Neues zu stürzen! Viele Menschen die ich kenne würden sich das vielleicht nicht trauen, weil sie ebenso Ängste haben (vermutlich andere als ich zu dem Zeitpunkt, banalere Ängste, aber dennoch behindernde Ängste). Ich habe ganz alleine einen Umzug auf die Beine gestellt. Alles organisiert und geschleppt (in den 6. Stock muss ich anmerken :D) bezahlt und geplant. Dazu muss ich sagen: Ich wollte auch einfach keine Hilfe. Also selber Schuld. Auch das war mal eine Erfahrung, immerhin hab ich mir so von niemandem reinreden, mir auch von keinem Angst machen lassen und war allein Selbst dafür verantwortlich ob alles klappt oder nicht. Keiner am Ende da, auf den ich mit dem Finger hätte zeigen können und sagen; DU hats verbockt. Eigenverantwortung.

Und so ging es mir danach mit vielen Dingen, weil ich gemerkt habe, zu oft auf die Meinungen und Bedenken anderer zu hören (die es sicherlich auch nur gut meinen) verunsichert einen umso mehr. Also lassen wir das lieber! Und hören uns lieber an, was die Mitmenschen für aufmunternde, unterstützende Dinge zu sagen haben. Und wenn die Mitmenschen das schon nicht für einen tun, dann versucht man es halt selbst. 🙂
Ich kann jedem nur empfehlen, mal etwas Neues zu wagen, vorallem wenn man noch jung ist und eine Veränderung möchte. Egal was es für Ängste sind, die einen davon abhalten, solange man sich das Worst-Case-Szenario vergegenwärtigt, und solange „das Schlimmste was passieren kann“ immer noch ertragbar für einen Selbst ist, dann kann es ja nicht so schlimm werden! Oder? 😉