Kreiere deine Realität

Heute schaffe ich meine eigene Welt, in der ich mich gut fühle und in der ich leben will.

Ich schaffe es, zu glauben, dass ich all die Herausforderungen meistern werde,
dass ich erreiche, was ich erreichen will.
Dass die Menschen um mich rum immer genau dann für mich da sind, wenn ich sie brauche.
Ich kann die anderen Menschen nicht verändern, ich kann ihr Verhalten (nicht oder nur) bedingt beeinflussen. Dafür aber meine Sicht auf sie.
Meine Gedanken beeinflussen das, was ich täglich erlebe, wie ich es bewerte, wie ich es mit meinen Moral- und „Soll“Vorstellungen vergleiche.

Ich habe immer die Wahl zu hinterfragen was ich will und was nicht. Und wenn ich herausgefunden habe, was ich will, kann ich mich auf DAS was ich will konzentrieren..

Was ist mein größter Wunsch, mein höchstes Ziel?
Vielleicht ist es Harmonie, vielleicht ist es geliebt und anerkannt zu werden..

Was immer es ist.. ich kann mich darauf konzentrieren wo es schon der Fall ist!

  • Eben nicht auf das, was ich nicht will, denn dadurch wird es nur noch schlimmer..

Welt steht Kopf

Weil du nie weißt, wie es kommt

Kannst du es auch nicht ändern,
Du kannst ihm entgegen gehen,

und dich bereit dafür machen.
Es kommt immer anders als du denkst.. Weil du das Leben nicht lenkst..

Wenn du es nicht alleine schaffst,
gibt es immer Menschen, die dich auffangen,
die mit dir dadurch gehen, wenn du es erlaubst,
Lass einfach los und schau was passiert..

Wenn es draußen kalt und dunkel wird,

du innerlich frierst, dann mach’s dir gemütlich
und überleg was der Regen dir bringt, der nicht nur dir den Tag verregnet.

Viel schöner zu zweit, was einen allein nur innerlich entzweit..
Und wenn die Sonne scheint, dann gönn sie dir, grins sie an und fang an sie zu lieben..

Keine Schande mal zu fragen, nach dem richtigen Weg,
wenn du allein den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst.
Es kann so viel passieren, wenn man zu zweit im Regen steht,
Lass dich führen, lass dich leiten, es ist nie zu spät..

 

Lustlos und unmotiviert..

Foto: Hansestadt Lübeck im Herbst ❤

..habe ich mich am Wochenende gefühlt. Schon einige Tage her, dass ich den letzten Beitrag verfasst habe, dachte ich mir. Irgendwie hatte ich viele Ideen, habe viel erlebt in der letzten Woche, viel Schönes und viel Neues, was ich gerne mit euch teilen wollte. Aber ich konnte mich auch nicht aufraffen den Laptop einzuschalten. Viel zu sehr habe ich mal das komplette allein sein und abgeschottet von der Außenwelt sein genoßen.

Auch das ist wichtig. Und ich bin ja deswegen nicht gleich weg und verschwunden. Ich lasse nur eben nichts von mir hören. Und das ist ok so..
Das beziehe ich nicht nur auf die Blog-Welt, sondern das kann man auch im Realen Leben wieder finden. 😉 So ist es zum Beispiel auch mit Freundschaften, in denen man sich sogar manchmal ein paar Wochen lang nicht hört, schreibt, geschweige denn sieht. Ich musste mich nach meinem Umzug erst daran gewöhnen. Das gleiche ist es mit der Familie. Manchmal hören wir einige Tage nichts von einander. Aber ändern tut sich deswegen an unserer Beziehung zueinander nichts. Im Gegenteil, es tut manchmal sogar gut, diese Tage Abstand zu haben. Man geht sich nicht auf die Nerven, man fängt an sich sogar zu vermissen und man schätzt die Gespräche dann viel mehr.

Abstand und eine Weile Pause kann echt gut tun, um sich mal wieder auf sich selbst besinnen zu können. Nicht ständig auf dem neuesten Stand sein, kann befreiend wirken. Sich nicht jeden Tag zu melden, in was für einer Beziehung auch immer, kann meiner Meinung nach Vertrauen schaffen. Einerseits in die Person, dass sie auch ohne „meine Anwesenheit“, mein Dasein oder meine Worte ihr Leben gut alleine meistert, aber auch in die Beziehung, nämlich, dass man daran glaubt, dass sie trotzdem weiter bestehen wird, trotz fehlendem täglichen Kontakts.

Schade, dass das nicht in allen Bereichen des Lebens so ist in dieser schnellebigen Zeit.
Bei vielen Dingen ist es wichtig, ständig präsent zu sein, oder ständig up to date und da will man voneinander hören.. Ähnlich ist es bei allem, was im Internet so abläuft, da bin ich teilweise ganz schön überfordert, was hier und da gerade so neu passiert ist.. und was man unbedingt wissen, lesen, oder sich anschauen sollte. Ich sag mal so, eine Zeit lang habe ich das mitgemacht und bin vielen trends gefolgt, bis ich gemerkt habe, dass mir das eigentlich gar nicht liegt, ich mich damit nicht wohlfühle und mir das viel zu viel Info ist. Dennoch habe ich die Vermutung, vorallem da ich regelmäßig hier blogge, würde ich mich nicht mehr regelmäßig mit Beiträgen melden, wäre ich wahrscheinlich schneller als mir lieb ist „abgeschrieben“.. Weil es dann ja nichts Interessantes, Neues zu lesen gäbe.. So denke ich zumindest.
Ich bin aber froh, wenn ich auch mal ne Woche die Tasten und Finger still halten kann..

Überzeugt mich gerne vom Gegenteil oder erzählt mir eure Meinung dazu.. 🙂

Geh deinen Weg..

Der Erfolg ist nicht erst am Ziel der Reise zu erlangen, sondern schon während der Reise..

Die Frage ist, wie man zum Ziel geht: Ob man erhobenen Hauptes, offen und mit einem Lächeln geht, oder mit gesenktem Kopf und die Schönheit die einem begegnet übersieht.

Die Ereignisse die einem passieren, geben einem Grund zum Nachdenken, sodass man irgendwann merkt, was man wirklich will.. indem man erlebt hat, was man eben nicht will. Und dann kann man sich dem zuwenden, was man wirklich will.

Denn es bringt nichts, dass ändern zu wollen, was man nicht möchte. Das gleicht dem Versuch, eine Mauer zum Einsturz zu bringen, allein dadurch, dass man dagegen haut.

Und es bringt ebenfalls nichts, sich selbst ändern zu wollen, nur weil andere einen gerne so oder so hätten. Wir sind gut wie wir sind, wir müssen nur noch den richtigen Platz finden, an dem wir das auch vollkommen selbst erkennen können. Und dann fühlen wir uns nicht mehr so unwichtig oder als ob wir ein Opfer der Taten anderer sind.

Wir können selbst entscheiden und jeden Tag neu wählen.

Jedes Individuum zählt, jedes Individuum spielt eine wichtige Rolle, jedes Individuum kann eine Änderung bewirken.  —Jane Goodall

 

Die Geschichte vom kleinen Tiger – oder – Du bist was du glaubst zu sein

Gestern schaute ich den Film „The Jungle Book“. Eine Neuverfilmung vom altbekannten Disney – Film von 1967, auf deutsch „Das Dschungelbuch“.

Der kleine Mogli, der als „Findelkind“ im Dschungel gefunden wurde, wächst unter Wölfen auf. Er gehört zum Rudel dazu und das Rudel erwartet auch, dass er sich wie ein Wolf, nicht wie ein Mensch, verhält. Doch als es im Dschungel Ärger mit dem Tiger Shir Khan gibt, muss Mogli das Rudel verlassen und es folgt eine spannende Reise durch den Dschungel, bei der er immer wieder auf Herausforderungen stößt, aber auch neue Freunde findet. Eigentlich soll er ins Menschendorf zurückkehren, doch Mogli ist mutig und entschließt sich für einen anderen Weg.. Schließlich macht er sich indirekt auf die Suche nach seiner wahrer Bestimmung und findet heraus was in ihm steckt.

Analog dazu passt die Geschichte vom Kleinen Tiger

,,Es war einmal ein kleiner Tiger, dessen Mutter gleich nach seiner Geburt gestorben war. Eine Herde Schafe, die in der Nähe weidete, hatte sich seiner angenommen und nahmen ihn bei sich auf.

So wurde aus dem kleinen Tiger zwar bald ein großer und stattlicher Tiger, aber er benahm sich wie ein Schaf. Er fraß Gras, blökte wie ein Schaf und suchte den Schutz der Herde. Obwohl tief in ihm die Kraft eines Tigers schlummerte, glaubte er fest daran, ein Schaf zu sein.

Nun schlich sich eines Tages ein alter Tiger an die Schafherde heran, um eines von ihnen zu reißen. Als er den jungen Tiger inmitten all der Schafe grasen sah, wollte er seinen Augen kaum glauben. Er jagte zu ihm hin, packte ihn am Nackenfell und schleppte ihn zu einer Wasserstelle.

Der alte Tiger bestand darauf, dass der junge Tiger sich sein Spiegelbild im Wasser anschaute. Und da stellte er fest, dass er in Wirklichkeit kein Schaf war, sondern ein Tiger! In diesem Moment brach ein gewaltiges Brüllen tief aus seinem Inneren hervor und er erkannte endlich seine wahre Natur.“

Ich finde beide Geschichten stellen ähnliches dar. Wenn du denkst, du bist „jemand“ bestimmtes, dann verhältst du dich auch dementsprechend. Mit unseren Gedanken über uns selbst kreieren wir unser vermeintliches Selbst und alles was damit zusammenhängt, unsere Realität. Das was uns von klein auf gesagt wird, nehmen wir erstmal für voll..
Meist macht man sich dadurch kleiner als man ist und redet sich negative Dinge ein. Diese Geschichten motivieren dazu, herauszufinden und dann auch zu zeigen, was in einem steckt.

Es zeigt, dass es keine Rolle spielt, wo oder wie man aufgewachsen ist, man kann trotzdem seine individuellen Potentiale entfalten. Man sollte seine Stärken nicht unterdrücken, nur weil sie anderen „nicht passen“, man sollte keine Angst haben. Denn wer mutig ist und an sich glaubt, der kann VIELES schaffen!

Nur weil man in einer Gesellschaft oder Familie aufgewachsen ist, die vielleicht nicht so kreativ oder künstlerisch begabt ist, die kein Interesse an Wissenschaft oder Ähnlichem hat, heißt das nicht, dass man es nicht selbst entfalten oder in sich haben kann.

Alles in allem fand ich auch den Kino-Film sehr gut gemacht/animiert und er ist wirklich empfehlenswert. Ich gehe selten ins Kino und wenn ich einen Film gut finde, dann weil er mich fesselt, gefühlvoll ist und eine gute, tiefgründige Botschaft vermittelt.

 

Bild: Von Walt Disney Pictures – Extracted from http://www.wdsmediafile.com/media/thejunglebook/writen-material/thejunglebook56fdc80574156.pdf, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49572715

Geschichte: http://www.engelbrecht-media.de/s_weisheitsgeschichten.html

 

 

Vorstellungskraft

Stell dir vor,

nichts hat einen Namen,
es gibt die „Dinge“ nicht.
Die Dinge sind nutzlos,
weil sie dort draußen sind.

Stell dir vor,

es gibt nicht die „Anderen“,
die so anders sind als du.
Es gibt kein Urteil, Wertung;
niemand schaut dir zu.

Stell dir vor,

es gibt nur Farben, die schwingen
Töne und Geschmäcker,
Geräusche und Klänge die dich umringen.
Ganz einhüllen.

Stell dir vor,

es gibt nur Gefühle, mehr nicht.
Kein Gedanke, kein Zweifel,
keine Befürchtung,
kein „Ich kann das nicht“.

Stell dir vor,

du musst nichts mehr erreichen,
keine Erfolge, kein Ziel.Du bist schon vollkommen,
du kannst schon so viel.

Und stell dir vor,

die Grenze des Außen,
verschwimmt ganz mit dir,
nichts ist dort draußen,
alles ist in Dir.

Saubere Sache!

Gestern war der dritte Samstag im September. Wir hatten traumhaftes Wetter, die Sonne schien aufs Wasser. Es glitzerte herrlich. Viele Menschen waren da. Es erklang Musik, live wurde gesungen und Gitarre gespielt. Wir tanzen. Mein Herz tanzt. Es gab ein tolles veganes Buffet mit Reis, Kürbis, Salaten, Eintöpfen, Broten, Waffeln und Muffins.

Der dritte Samstag im September ist Coastal Cleanup Day. Das heißt, viele Menschen auf der ganzen Welt machen ab oder an diesem Tag die Küsten der Welt sauber. In unserem Fall war es zwar ein See, aber auch in und drum herum wurde fleißig sauber gemacht. Helfer allen Alters, Nationalität und Hautfarbe machten mit! Im letzten Jahr sammelten 800.000 Menschen weltweit mehr als 8.160 Tonnen Abfälle von Stränden, aus dem Meer, aber auch aus Flüssen und Seen. Das ist beeindruckend!

Auf der anderen Seite aber auch erschreckend, dass so viel Müll in der Natur landet. In unseren schönen Gewässern, an denen wir uns doch zu gern aufhalten und erfreuen. Aber nicht nur im Wasser, sondern auch in den Lebewesen die im und ums Wasser herum leben. Fische, Vögel, Delfine und Wale.. Plastik braucht mehrere (hundert) Jahre um sich zu zersetzen,.. von Plastiktüte (zerfällt nach 15-20 Jahren) bis hin zur PET-Flasche (450 Jahre) ist aber alles dabei. 300 Millionen Tonnen Plastik werden jährlich produziert, davon landen mehr als 10 Millionen Tonnen als Müll in den Ozeanen. Hinzu kommen Elektronik-, Metall- und Schrott-Teile, ebenso wie Fischernetze und ähnliches.

Bei all den Zersetzungsprozessen werden jedoch Giftstoffe frei, die wiederum schädliche Auswirkungen auf all die Lebewesen haben. Kleinster Mikroplastik landet so in den Fischen, die viele Menschen doch allzu gerne essen. Andere Tiere, wie Robben und Vögel, aber auch Schildkröten und Quallen oder Tintenfische verfangen sich entweder im Müll oder fressen ihn und können ihn nicht verdauen, sterben also daran.

Ganz schlimm finde ich persönlich noch all die Raucher, die ihre Kippenstummel ganz selbstverständlich aus dem Fenster oder in die Umgebung Schnipsen, so als würde das gar nichts ausmachen. Jedoch braucht diese 1-5 Jahre zum zerfallen, der Filter benötig dabei die längste Zeit. Und dennoch.. Wir sollten nicht mit ausgestrecktem Zeigefinger auf andere zeigen und sagen, Die sind doch aber Schuld. Sondern überlegen, was wir selber tun können. Jeder ist für sich und sein handeln Selbst verantwortlich.

Ich bin dankbar für solche Organisationen, die mit anpacken, um die Welt ein bisschen sauberer zu machen. Schließlich wollen wir uns doch an ihrer Schönheit erfreuen.

geträumt II

‚Das schöne an Träumen ist, dass sie einen meist mit solche einer Freude, Energie und einem Tatendrang versetzen, dass man sie umso lieber erleben und zur Realität machen möchte‘ dachte sich das Mädchen. Und um ihren Traum immer ein kleines Stückchen zu verwirklichen, machte sie sich auf die Reise.

Sie wusste, dass es eine lange Reise werden würde. Eine Reise mit Steinen, die im Weg lagen. Eine Reise zu Orten, die sie sich noch nicht ausgemalt hatte. Aber sie wusste, dass sich diese Reise lohnen würde. Und sie wusste auch, dass sie diese Reise allein antreten musste. Denn zum einen liebte sie ihre Freiheit und sie liebte das Allein sein, weil sie sich daran gewöhnt hatte. Und es würde auch eine Reise zu ihr selbst sein. Denn vielleicht war dies das eigentliche Ziel.. Jedoch wollte sie sich viel weniger mit dem Ziel befassen, als mit der Reise selbst. Denn die Reise stand im Vordergrund, die Reise war ihr Traum. Nicht ein Ziel. ‚Wenn ich ein Ziel ereicht habe‘, dachte sich das Mädchen ‚dann werde ich vielleicht keine Träume mehr haben, weil ich dann schon alles erreicht habe..‘
Also wollte sie sich lieber nicht mit diesem Gedanken weiter als nötig aufhalten. Gedanken, zu oft gedacht und voll von Sorge oder Bedenken bremsen aus, das wusste sie bereits. Gedanken können aber auch beflügeln, denn war nicht auch ihr Traum ein Gedanke?! Und diesen Gedanken wollte sie gerne weiterdenken. Sie freute sich, dass sie solche Gedanken hatte, denn sie wusste wie mächtig Gedanken sind. Wenn sie an ihren Traum dachte, dann fühlte sie sich ganz beflügelt, dann gab es nichts auf der Welt, was für sie negativ erscheinen mochte. Dann gab es nur sie und ihren Traum und die Welt, die es dabei zu erkunden galt. Die Welt die ihr offen stand, auf sie sich freute, die ihre Reise war. Und die mit hoher Sicherheit diese Reise wert war, das wusste sie. ‚Jeder Schritt nach vorne ist besser, als ein Schritt, den man nicht gemacht hat. Wenn es auch vielleicht die falsche Richtung gewesen sein mochte.‘ Ich möchte gerne erzählen können, von den Schritten die ich gemacht habe. Auch von den Schritten, die ich gemacht habe und dabei gestolpert bin. Von denen erzähle ich lieber als von den Schritten, die ich mich nie gewagt habe zu tun. Denn bei dem Gedanken daran spürte sie eine Schwere und einen Schmerz..

Sie wusste bereits, dass es wert ist, Schritte zu gehen. Schritte in neue Richtungen, auch wenn sie zuerst klein sind. Auch als Kleinkind beginnt man mit den ersten kleinen Schritten und man schafft sie nur mit Mühe. Doch sobald man einige Schritte frei laufen kann, kommt man sich vor, als könnte man schon bald die ganze Welt erobern. Dieser Vergleich gefiel ihr, und sie machte sich immer bewusst, dass auch die kleinsten Schritte wirklich wertvoll sind, da sie einen weiter bringen. Sie sind es wert gegangen zu werden!
Vom Wert hatten ihr auch bisher viele andere Menschen erzählt. Wert von Schmuck und von Autos. Wert von Geld und Gold. Aber diesen Wert sah das Mädchen immer als etwas sehr Unwichtiges an.

Denn wahrer Wert hat nichts mit Geld zu tun, was Wert ist dafür zu leben, das kann nur das Herz herausfinden.

Auch vom Selbstwert hatte sie schon so einiges gehört und dennoch nie seine wahre Identität gefunden. Was war Selbstwert für sie? Wie wertvoll fühlt sie sich und vorallem ‚Wer bestimmte das überhaupt?‘ Sie hatte beschlossen, sich nun nicht mehr an den Werten der anderen zu orientieren, sondern ihre eigenen zu kreieren. Schließlich machte sie ihre Reise auch alleine und würde dabei immer wieder auf andere Menschen treffen, die ganz neue, unterschiedliche Werte haben. Was nützt es da also, immer auf die Werte der Menschen zu achten, wenn sie doch sowieso regelmäßig wechselten. Dann schuf sie sich lieber ihre eigenen..

Denn wenn man seine eigenen Werte gefunden hat, dann weiß man auch, was einen glücklich machen kann und es ist sinnvoll ihnen zu folgen.

Jede Menge Zufälle…

Was führt dazu, dass Dinge passieren? Das Schicksal, das Universum, oder Gott?
Was auch immer passiert, gibt es einen Grund dafür?
Ich glaube, dass es keine Zufälle gibt..
Oder kann es ein Zufall sein, dass man an einem großen ZOB in einen Reisebus einsteigt, sich dann durch Zufall, einfach weil das Bauchgefühl „Ja“ sagt, neben einen anderen, völlig fremden Menschen setzt (Obwohl man eigentlich eine Sitzplatzreservierung hat)?! Man dennoch diesen anderen Platz wählt und dann mit dem Sitznachbarn ins Gespräch kommt und feststellt, dass dieser in der gleichen Stadt geboren und aufgewachsen ist, in die ich nun zum studieren gezogen bin. Und er in meine Heimatsstadt gezogen ist.. Wir quasi einmal quer durch Deutschland die Plätze gewechselt haben 😀

Wir wurden lustigerweise auch beide von unseren Großeltern zum Busbahnhof begleitet, mit denen wir vorher beide, zwar getrennt, noch beim Bäcker waren, und die sich, wie Großeltern so sind, auch bei uns beiden Gedanken gemacht haben, ob wir denn auch genug Essen und Trinken für die lange Reise dabei haben..Das ist vielleicht eine Gemeinsamkeit, die man mit vielen Leuten hat, dennoch finde ich das erwähnenswert. Mich hat es gefreut..

Da uns beiden beim Lesen im Bus schlecht wird, hatten wir auch die Möglichkeit uns die ganze Zeit zu unterhalten. Und das haben wir dann auch getan 🙂
Und dann haben wir schließlich feststellt, dass wir das gleiche Reiseziel haben, nämlich Berlin. Berlin ist groß, sehr groß, manchmal zu groß für mich.
Und wir stellten fest, dass wir im großen Berlin in exakt die gleiche Straße müssen, sogar in die gleiche Hausnummer!! Und das war dann wirklich zu unwahrscheinlich um als Zufall abgetan zu werden.. Ich kann es immer noch nicht glauben. Vielleicht wollte mir damit irgendetwas/irgendjemand sagen, dass es/er existiert..

Was auch immer es war..

Ich freue mich über diese Begegnung und trage diese Freude durch den Tag mit mir.. Unfassbar, einfach cool solche Begegnungen. Ich freue mich auch jedes Mal wieder neue Menschen kennen gelernt zu haben. Und Gespräche zu führen, einfach spontan und offen.

geträumt..

Es war einmal ein junges Mädchen, mit viel Neugier im Herzen und Ehrgeiz im Blut.
Und dieses Mädchen hatte einen Traum. Immer wenn sie an diesen Traum dachte, machte ihr Herz einen Sprung. Sie malte sich aus, wie es wohl sein würde und dabei erschien ein Lächeln auf ihren Lippen.
Ihr Traum war es zu reisen. Auf Reise zu gehen durch die Welt und die Kontinente, über die Meere und Berge, durch Täler und Schluchten. Beim Reisen träumte sie davon, Landschaften zu sehen, die das Herz weiter werden lassen und die Augen zum Glänzen bringen. Von ganz großen Dingen, bis zu den kleinsten Feinheiten wollte sie alles erleben. Sie träumte davon, Dinge zu erleben, die sie nie vergessen würde, die ihr den Atem rauben und sich ganz tief einprägen würden und von denen sie ihren Kindern und Enkelkindern noch erzählen könnte und diese voller Spannung zuhörten. Sie wollte das Abenteuer. Sie träumte davon zu reisen und eine Menge unterschiedlicher Menschen zu treffen.
Von allen Hautfarben, Haar- und Augenfarben und allen Kulturen und in jedem Alter.

Und sie wollte die Geschichten der Menschen erfahren. Sie wollte erfahren was diese  Menschen erlebt haben, was dazu geführt hat, dass sie jetzt genau an dem Ort sind, wo sie eben gerade sind. Was sie heute, in der Minute der Begegnung, dazu geführt hat, dass sie genau an diesem Ort auf das Mädchen treffen und ihr etwas von sich selbst erzählen, was ihre eigenen Träume sind oder was ihre Schicksale waren. Was sie erlebt hatten und was sie geprägt hat. Ob sie den Beruf hätten, der sie erfüllt und ob sie glücklich sind. Welche Lektionen sie im Leben gelernt hatten und warum sie heute zufrieden sind, mit dem was sie haben. Sie wollte auch wissen, ob es im Leben dieser Menschen etwas gab, was sie bereuten, nicht getan zu haben. Und ob sie es vielleicht doch noch einmal probieren wollen. Ja, am meisten interessierte sich das Mädchen für deren Träume.

Das Mädchen träumte auch davon, nie lange an einem Ort bleiben zu müssen, sondern nur solange, bis sich die Möglichkeit offenbaren würde, zu der sie weiterreisen könnte. Oder aber, dass sie einmal eine längere Rast machen könnte, um geliebten Menschen mitzuteilen, dass es ihr gut gehe und sie sich wohl fühle und glücklich sei. Und nach einer Rast, in der die Reserven wieder gefüllt würden und das Gewissen beruhigt, würde sie weiterreisen. Denn sie liebte die Bewegung. Sie liebte es immer in Bewegung zu bleiben und wollte nicht still stehen. Sie wollte vorwärts, um nicht mehr zurück zu schauen, sie wollte Neues, um Altes hinter sich zu lassen. Jeden Tag von neuem die Geschichte ihres Lebens schreiben.

Ja, das Schreiben, das gehörte ebenfalls zum Traum des Mädchens. Sie liebte die Worte und die Ausdrücke, mit denen sie dennoch so manches nicht ausdrücken konnte.. Aber sie wollte auch reisen, um darüber zu schreiben. Schreiben, um festzuhalten, wie aufregend alles war und wie wunderbar. Und dass es an jedem Tag etwas Neues gäbe, was sich lohnt, aufzuschreiben. Sie wollte Schreiben, über alles wofür sie dankbar war, die Freude festhalten. Sie wollte schreiben, über die Reise an sich und die Ziele und die Menschen. Und auch über Schwierigkeiten auf dem Weg und Stolpersteine, aber auch über Zeichen, die ihr die Richtung weisen und Türen, die sich öffneten. Sie wollte, dass auch noch andere Menschen, außer ihre Lieben, davon erfahren, damit diese selbst auch an ihre Träume glaubten und diese wahr machten. Oder zumindest an ihren Träumen festhielten.

Denn ein Traum, den man nur träumt, bleibt für immer ein Traum…