geträumt II

‚Das schöne an Träumen ist, dass sie einen meist mit solche einer Freude, Energie und einem Tatendrang versetzen, dass man sie umso lieber erleben und zur Realität machen möchte‘ dachte sich das Mädchen. Und um ihren Traum immer ein kleines Stückchen zu verwirklichen, machte sie sich auf die Reise.

Sie wusste, dass es eine lange Reise werden würde. Eine Reise mit Steinen, die im Weg lagen. Eine Reise zu Orten, die sie sich noch nicht ausgemalt hatte. Aber sie wusste, dass sich diese Reise lohnen würde. Und sie wusste auch, dass sie diese Reise allein antreten musste. Denn zum einen liebte sie ihre Freiheit und sie liebte das Allein sein, weil sie sich daran gewöhnt hatte. Und es würde auch eine Reise zu ihr selbst sein. Denn vielleicht war dies das eigentliche Ziel.. Jedoch wollte sie sich viel weniger mit dem Ziel befassen, als mit der Reise selbst. Denn die Reise stand im Vordergrund, die Reise war ihr Traum. Nicht ein Ziel. ‚Wenn ich ein Ziel ereicht habe‘, dachte sich das Mädchen ‚dann werde ich vielleicht keine Träume mehr haben, weil ich dann schon alles erreicht habe..‘
Also wollte sie sich lieber nicht mit diesem Gedanken weiter als nötig aufhalten. Gedanken, zu oft gedacht und voll von Sorge oder Bedenken bremsen aus, das wusste sie bereits. Gedanken können aber auch beflügeln, denn war nicht auch ihr Traum ein Gedanke?! Und diesen Gedanken wollte sie gerne weiterdenken. Sie freute sich, dass sie solche Gedanken hatte, denn sie wusste wie mächtig Gedanken sind. Wenn sie an ihren Traum dachte, dann fühlte sie sich ganz beflügelt, dann gab es nichts auf der Welt, was für sie negativ erscheinen mochte. Dann gab es nur sie und ihren Traum und die Welt, die es dabei zu erkunden galt. Die Welt die ihr offen stand, auf sie sich freute, die ihre Reise war. Und die mit hoher Sicherheit diese Reise wert war, das wusste sie. ‚Jeder Schritt nach vorne ist besser, als ein Schritt, den man nicht gemacht hat. Wenn es auch vielleicht die falsche Richtung gewesen sein mochte.‘ Ich möchte gerne erzählen können, von den Schritten die ich gemacht habe. Auch von den Schritten, die ich gemacht habe und dabei gestolpert bin. Von denen erzähle ich lieber als von den Schritten, die ich mich nie gewagt habe zu tun. Denn bei dem Gedanken daran spürte sie eine Schwere und einen Schmerz..

Sie wusste bereits, dass es wert ist, Schritte zu gehen. Schritte in neue Richtungen, auch wenn sie zuerst klein sind. Auch als Kleinkind beginnt man mit den ersten kleinen Schritten und man schafft sie nur mit Mühe. Doch sobald man einige Schritte frei laufen kann, kommt man sich vor, als könnte man schon bald die ganze Welt erobern. Dieser Vergleich gefiel ihr, und sie machte sich immer bewusst, dass auch die kleinsten Schritte wirklich wertvoll sind, da sie einen weiter bringen. Sie sind es wert gegangen zu werden!
Vom Wert hatten ihr auch bisher viele andere Menschen erzählt. Wert von Schmuck und von Autos. Wert von Geld und Gold. Aber diesen Wert sah das Mädchen immer als etwas sehr Unwichtiges an.

Denn wahrer Wert hat nichts mit Geld zu tun, was Wert ist dafür zu leben, das kann nur das Herz herausfinden.

Auch vom Selbstwert hatte sie schon so einiges gehört und dennoch nie seine wahre Identität gefunden. Was war Selbstwert für sie? Wie wertvoll fühlt sie sich und vorallem ‚Wer bestimmte das überhaupt?‘ Sie hatte beschlossen, sich nun nicht mehr an den Werten der anderen zu orientieren, sondern ihre eigenen zu kreieren. Schließlich machte sie ihre Reise auch alleine und würde dabei immer wieder auf andere Menschen treffen, die ganz neue, unterschiedliche Werte haben. Was nützt es da also, immer auf die Werte der Menschen zu achten, wenn sie doch sowieso regelmäßig wechselten. Dann schuf sie sich lieber ihre eigenen..

Denn wenn man seine eigenen Werte gefunden hat, dann weiß man auch, was einen glücklich machen kann und es ist sinnvoll ihnen zu folgen.

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