„Lass es zu!

Lass es zu!“ sagt die Stimme. „Komm, lass es einfach zu..“ wiederholte sie, noch etwas zaghaft.

Diese Stimme kam ausnahmsweise mal nicht aus meinen Gedanken, nicht direkt aus dem Kopf. Sondern ich war es, die das sagte. In vollem Bewusstsein und lauter als meine Gedanken. Um mich über sie hinweg zu setzen. Die zaghafte Stimme wurde deutlicher. Entschlossener. Ich will es zulassen. Zulassen loszulassen. Freilassen. Vorallem die Gedanken! Die so oft von mir verfluchten Gedanken, die mir eine Wirklichkeit vorgaukeln wollten, die nicht real war. Diese Gedanken wollte ich endlich los lassen können. Abschneiden und weg fliegen lassen, wie einen Luftballon. Auf und davon.
Nur mit dem Unterschied, dass ich niemandem wünsche würde, den Luftballon zu finden.

Solche Gedanken wünsche ich nichtmal meinem schlimmsten Feind, falls es so jemanden oder etwas überhaupt jemals gegeben hat. Und wenn… Naja, Meist war ich doch der Feind. Oder ich dachte ich sei es, weil ich nicht anders definieren konnte, was Ich bin. Außer meiner immer fortwährenden, teils negativen Gedanken. Wie auf dem Rummel.

Zu laut, zu wild, zu chaotisch. Teils Gefährlich, teils gruselig. Bergab und steil bergauf, mitten ins Ziel oder haarscharf dran vorbei. diffus, verwirrend, frustrierend, alarmierend.
Ja, so würd ich’s beschreiben. Immer in Alarmbereitschaft. Achtung, Kontrolle! Erzähle mir von den Risiken und ich stelle sie mir bildlich vor. Habe sie erlebt. Alles nur im Kopf.

Schreckensnachrichten liefen durch wie der NEWS-Ticker bei N24. 24/7. Niemals müde.
Nicht zu stoppen! Wann ist denn endlich mal der Akku leer? Krieg kein Auge mehr zu. Keine ruhige Minute. An Schlaf ist nicht zu denken. Auch im Traum ständig in Alarm.
Springe im Dreieck, winde mich und schreie. Hör endlich auf. Muss hier raus. Wach aus dem Albtraum auf. Dann gehts wieder von vorne los. Viel zu tun, kann nicht ruh’n. Keine Zeit. Ich schaff es nicht mal nichts zu tun. So vieles treibt mich an. Vorallem ist’s die Sorge. Sorge davor, dass ich nicht alles schaffen kann..

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