Kleinreden..

Es gibt jede Menge Dinge, bei denen ich mir selber einrede, dass ich sie nicht hinbekomme. Das zieht mich runter, macht mich klein. Natürlich klingen sie in meinen Gedanken immer ein wenig anders (situationsspezifisch) als ich sie aufschreibe, aber im Grunde ist die Basis die Selbe. Meist durch fehlendes Selbstvertrauen oder durch falsche Glaubenssätze, die ich in meinem bisherigen Leben so aufgeschnappt, eingetrichtert bekommen und verinnerlicht habe. Da wären z.B.:

  • ich kann das nicht schaffen; ich werde scheitern
  • ich verdiene keine Liebe/Anerkennung, bloß weil ICH ich bin
  • ich muss es anderen Recht machen, dann mag man mich
  • ich bin nichts wert, wenn ich nichts leiste
  • ich bin hässlich, sehe anders aus, deswegen lachen andere über mich
  • ich bin anders, deswegen kann ich nie dazu gehören und mich versteht keiner
  • ich bin Schuld daran, dass XY so ist wie es ist
  • ich bin nervig oder störend, unhöflich
  • ich darf mich jetzt nicht so fühlen, wie ich es grad tue
  • ich mache alles falsch

Damit soll Schluss sein! Ich weiß, das geht nicht so einfach, ich arbeite schon ein wenig länger daran und vermutlich sollte man auch niemals damit aufhören daran zu arbeiten. Anstatt mich oft in Gedanken damit zu befassen, was ich nicht gut kann, was eventuell schief gehen könnte, was andere über mich denken könnten und was die Gesellschaft von mir erwartet, nehme ich mir immer wieder bewusst vor, einfach mal aufzuzählen was ich aber trotzdem GUT kann oder mache!

  • ich kann mich gut ausdrücken, gut (und viel) reden
  • ich kann aber auch gut schweigen und zuhören
  • ich kann mich gut in andere hinein versetzen und deren Bedürfnisse wahrnehmen
  • ich kann mich selbst reflektieren
  • ich kann mich an kleinen Dingen des Lebens (besonders der Natur) erfreuen
  • ich kann mich für vieles begeistern, kann Freude bereiten
  • ich kann andere zum Lachen bringen
  • ich kann anderen dadurch das Gefühl geben, bei mir muss ihnen nix peinlich sein
  • ich bin offen für vieles Neues, Unbekanntes
  • ich bin verständnisvoll, empathisch und hilfsbereit
  • ich bin spontan und flexibel
  • ich bin herzlich und liebevoll
  • ich bin verantwortungsvoll und zuverlässig

Okay, an dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass das keine Stärkenbeschreibung wie in einem Bewerbungsgespräch werden soll, aber es fällt einem doch zuerst schwer, positive Dinge aufzuzählen, dann aber fallen einem plötzlich ganz viele Dinge ein.
Und jeden Tag kommen ein paar andere dazu, weiol jeder Tag eine neue Sichtweise bietet und man vielleicht eine neue Herausforderung meistert. Das ist auch gut so.

Love yourself the best you can. Even if no one else does.

4 Kommentare zu „Kleinreden..

  1. „Morning.“… 😉

    „In Deutschland gibt´s nix Gutes, außer Amerika tut es.“ …Grins.

    „Love yourself the best you can. Even if no one else does.“ – Übersetzung: „Liebe Dich selbst so sehr, wie Du es kannst. Besonders dann, wenn keine eine „Else“ es tut.“

    Doch wer ist schon „Else“? – In Berlin gibt es die „Goldelse“; die ist wichtig für den Tourismus und steht auf einer Säule… Nur, was will ich mit der? 😉

    Doch zu Deinem Post… Diese ganze Aufzählerei von „Gut“ und „Schlecht“ kommt mir recht bekannt vor; das steht, glaube ich, in einigen Büchern auch so ähnlich…

    Mhhhmm. – In meinem Leben habe ich etliche Überstunden in „Selbstverbesserung“ geleistet, die nie ausgezahlt wurden und die ich irgendwie auch schlecht abfeiern kann…

    Mittlerweile bin ich so weit, daß ich mich für sehr liebevoll, rücksichtsvoll und empathisch halte, denn ich popele nur in der Nase, wenn keiner dabei ist. – Und deshalb erwarte ich von jedem Liebe und Respekt. 😉

    Natürlich steht es Dir frei, weiter zu reflektieren.

    Liebe Grüße,
    Frank

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Frank,
      ich fand das mal eine ganz nette Übung, die ich nicht aus einem Ratgeber-Buch habe, sondern den Tipp hatte mir eine gute Freundin gegeben, die auch immer dazu neigt, sich einzureden, dass sie dies und jenes nicht schafft. Und wenn man mit dem Selbstvertrauen so einige Probleme hat, dann kann das durchaus helfen und verdeutlichen, was einen also ausmacht. Ich denke auch, dass das jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er soetwas gut findet oder nicht. 🙂 Und ich leiste gern „Überstunden“, wenn ich sie für mich tue und es mir dabei gut geht. Aber genauso respektiere ich auch deine Meinung, und es ist sehr löblich, dass du das mit dem in-der-Nase-popeln in Gesellschaft unterlässt..:D
      LG Jacky

      Gefällt 2 Personen

  2. Hallo.

    Beim „in der Nase popeln“ ist es natürlich nicht geblieben; angeschaut und geübt habe ich schon einiges.
    Aus Bewerbertrainings, die ich angeboten habe, weiß ich, daß man am besten mit erlebten Situationen arbeiten kann.
    Wenn jemand behauptet: „Ich bin flexibel.“ dann ist das zuerst einfach eine Behauptung. Und dann ist es gut, nachzufragen, wo man denn flexibel gewesen ist. Und erst mit diesem Erlebnis läßt sich wirklich arbeiten…Alles andere ist abstrakt…. 😉

    http://nlpportal.org/nlpedia/wiki/Moment_of_Excellence

    Liebe Grüße,
    Frank

    Gefällt 1 Person

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