Der ganz normale Wahnsinn!

Hochschulalltag:

Unsere Hochschule ist relativ klein und gemütlich. Teilweise so klein, dass Leute, die zum ersten Mal in der Stadt sind, diese zwischen all den hohen Plattenbauten gar nicht wahrnehmen. Deswegen mag ich sie. Sie hat ähnliche Eigenschaften wie ich. 😀

Letztens in der Vorlesung bemerkte ich einen kleinen Knubbel an meinem Hals. Fühlte sich irgendwie merkwürdig an. Ich spielte eine Weile dran rum, dann wurde ich aber doch neugierig und misstrauisch, und wollte eine Erklärung für diesen äußerst komischen Neuankömmling an meinem Körper. Immerhin war er einfach so gekommen, ohne zu fragen. Das passt mir ganz und gar nicht. Ich entschied mich dazu einen treuen Freund zu befragen, der eigentlich immer Rat weiß: Google! – Er wusste natürlich sofort Bescheid.
Was mir dann auch binnen weniger Minuten klar war, ich würde sterben müssen! Noch nicht sofort, aber bald..
Zu dieser Erkenntnis bin ich allerdings schon vor einigen Jahren gekommen, als ich meine Eltern einst fragte, wer eigentlich in diesen coolen, schwarzen, langgezogenen Autos mit Gardinen an den hinteren Scheiben mitfahren darf.

Ein Kommilitone sagte kürzlich beim Mittag, der Tod ist das, was alle Menschen gemeinsam haben. Ich war mit dieser sehr negativen Äußerung gar nicht zufrieden und entgegnete: „Das was alle Menschen gemeinsam haben, ist das Leben!“
Tag gerettet!
Dennoch dachte ich noch etwas länger über diesen spontanen Einfall nach und wunderte mich selbst über meine positive Einstellung, ebenso wie über Seine negative.

Schön ist es doch immerhin zu wissen, dass wir Menschen doch alle gar nicht soo unterschiedlich sind, wenn uns zwei so elementare Dinge vereinen. Und das sind unglaublicherweise gar nicht die einzigen.. Alle Menschen müssen, um am Leben zu bleiben, gewisse Dinge tun. Dazu gehören Atmen, essen, trinken, schlafen, aufs Klo gehen, und dann wieder von vorn (warum es trotzdem einigen Menschen mit einem gewissen Geschlecht oder in einem gewissen Alter peinlich ist, die Toilette für große Geschäftlichkeiten aufzusuchen, ist mir schleierhaft). Einige beschließen ihren Lebensinhalt ausschließlich mit den eben aufgezählten Tätigkeiten zu verbringen, wieder andere denken sich, „Scheiß auf Schlaf und das ganze unwichtige Zeug, das kannste machen wenn du tot bist, ich arbeite/feier lieber 24/7“.  Wie das jeder handhabt ist ja letztendlich ihm/ihr selbst überlassen.

Ich persönlich bewege mich meist irgendwo dazwischen. An einigen Tagen vegetiere ich ganz gerne vor mich hin, bemitleide oder verurteile mich selbst auf das Schärfste, oder bin einfach nur müde. An anderen Tagen hechte ich von einem Termin zum nächsten, stehe gar nicht still. Gelegentlich vergesse ich dabei dann auch mal das atmen. EINATMEN. AUSATMEN.. Das endet dann meist damit, dass ich nach Hause komme, zum Wasserhahn renne und erstmal gefühlt 2 Liter Wasser die Kehle hinunter kippe, danach eine Fressattacke folgt und ich dann komatös ins Bett oder gerade noch so auf den Schreibtischstuhl krieche. Zähneputzen wird überbewertet, in diesem Sinne: Liebe Grüße an meinen Zahnarzt! An manchen Tagen stehe ich auch erst um 14 Uhr auf, da ich erst um 7 Uhr ins Bett gekommen bin. An solchen Tagen habe ich meist Nachtschicht. Als Studentin kann man sich das durchaus mal erlauben.

 

2 Kommentare zu „Der ganz normale Wahnsinn!

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